Krieger, Albert ; Badische Historische Kommission [Editor]
Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden (Band 1) — Heidelberg, 1904

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Gaienhofen — Gailingen.

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dem Castro adiacentem cum advocatia,
vinetis, hominibus et omnibus iuribus sibi
annexis, item curiam dictam in den Stök-
ken, necnon prata sita apud villas Utzen-
hoven et Wille 1300 K. Konstanz-Reichenau
(Gaienhofen). — castrum in Gayenhofen cum
redditibus in der Höri episcopo et ecclesie
Constan. pertinens 1323 K. Konstanz-Reichen-
au (Gaienhofen); vgl. ReggKonstanz 2,114
nr. 3970. — schlos, vogty Gayenhoffen mit-
sampt Oningen und aller andrer ir zügeh5rd
mit hochen und nidern gerächten, zwingen
und bennen zu Gayenhofen, Oningen und
Bollingen 1497 K. Konstanz-Reichenau (Gai-
enhofen).

Jobans Peter grave zu Masax, do zumal
herr zu Gayenhofen 1486 Barach, Hand-
schriften z. Donaueschingen 441.

[Höfen des Gago]

Flurnamen: Schloßgarten (beim Schloß)
GK.

Pfahlbauten mit Artefakten von Stein,
Bein u. Horn; sowie Tonscherben, Schnar-
renberger, Pfahlbauten 31.

Gehörte bis 1803 zum weltlichen reichs-
unmittelbaren Gebiet des Hochstifts Konstanz.

A. Birlinger, Weistümer aus der alten
Herrschaft Gaienhofen und Bohlingen, Alem.
15,1—27.

Vgl. Bohlingen, Heudorf, Hörn (Konstanz),
Randegg.

Craigenhoven u. ä s. Gaienhofen.

Gailiof, Oberer; Niederer Gaihof, zwei
Flurnamen auf der Gemark. Auggen GK.
und Gayenhof, Name eines einzelnen Hau-
ses zu Auggen (Müllheim), Poinsignon in Z.
NF. 2,350. — Geigenhoven 1327 Z. NF.
2,350. — der hof genannt Gigenhoffen 1478
Z. 36,245. — das lehen der von Geygen-
hofen 1478 Z. 36,242...

[Höfen des Geigo; alt etwa Kagicho?

Gailhöfe, Weiler, Gem. Salem (Über-
lingen). _ Geilinowa, Geilinouwa zw. 1111
-1116 Cos. mon. Petrish., MGSS. 20,658.
- Galinowe 13. Jh. Z. 31,94. — Gailnowe
!ofi^ ^' ®>^- ~ zu ^em ^orf Sei Gailnow
^•jö8 K. S. Blasien (Renovationen). — dorf
<*alnow'1384 K. Berain 7214 (S. Blasien).
~ trailnow 1477 K. Berain 4676 (Domkapitel
Xonstanz), ca. 1499 Z. 19,8. — zum Gayl-
n?w 1520, Gailnav 1546, Gayllnaw 1573 K.
0herlingen-Pfullendorf (Gailhöfe).

predium quod habebat Burcardus de Bo-
«emm ln Gsilinowe dedit ecclesie de Salem
lä- Jh. Acta Salemit., Z. 31,94.

Lau des Geilo]

«tH*S? bis 1803 eine Besitzung des Reichs-

Stifts Petershausen.

Gailingen, Dorf, und Obergailingen,
Hof, mit Mühle, Gem. Gailingen (Konstanz).

— Geilingen 1116 Z. 31,291. Ende des 12.
Jhs. MG., Dipl. reg. et. imp. Germ. 1,602.

— Gailingen 1275 FDA. 1,19. 1321 Thom-
men, Schweiz. Urkh. 1,174. — Geiling 1321
Kop. 16. Jhs. Thommen, Schweiz. Urkh. 1,187.

— Geylingen 1368 K. Tengen-Linz-Lupfen
(Gailingen). — in Gaylingen im dorff 1445
MitthistKomm. 2,102.

curia cellaria in superiori Gailingen 13.
Jh. Kop. 1620 Alem. 13,239. — in superiori
Gailingen 1279 K. Neuenbürg (Gailingen).

— curia dicta kelnhof apud Obern Gailingen
iuxta Renum 1282 K. Konstanz-Reichenau
(Gailingen). — L. Baumann, Weistum des
Kelnhofes Obergailingen XIII. Jhs., Alem.
13,239 f.

in inferiori Gaylingen 1295 K. Konstanz-
Reichenau (Gailingen). — der kelnhof ze
Nider Gaylingen 1368 Thommen, Schweiz. TJrkk.
1,521. — ze Nydergailingen in dem dorff
1395 K. Konstanz-Reichenau (Gailingen).

Kirche.

ecclesia Gaylingen cum filiabus Oberngay-
lingen, Dörfiingen*), Gottendingen, Buch*)
et Randegg in decanatu Oningen zw. 1360
—70 Lih. marc, FDA. 5,94. — als herczog
Albr. und herczog Leupolt von Osterreich iren
hof ze Geylingen bei Diezzenhoven mit dem
kilchenlehen der kilchen daselbs Peter von
Torberg freylich geben habent 1369Thommen,
Schweiz. TJrkk. 1,528. — ecclesia parrochialis
in Gailingen est incorporata monasterio Om-
nium Sanctorum in Schaff husen; habet sub
se filias Obergailingen, Derfflingen, Randegk,
Gottadingen, Buch et leprosorium in Diessen-
hoven 1497 FDA. 25,82.

S. Niklausenkapelle in Obergailingen 1478
MitthistKomm. 2,103.

Johannes Textoris plebanus ecclesie par-
rochialis in Gailingen 1497 FDA. 25,82.

de pago Hegouvensi . . . Herimannus de
Gielingen 1087 Baumann, Allerheil. 16.

Burkart von Randegg herr zu Gaylinge
1491 MitthistKomm. 2,103.

[Bei den Angehörigen des Geilo]

Zwei Drittel von Gailingen gehörten den
Freiherrn von Liebenfels, ein Drittel der
Stadt Schaff hausen, welche dasselbe 1540
von der Familie von Landenberg gekauft
hatte. Die Herrschaft Obergailingen war ein
schwäbisch-österreichischer Stand und ge-
hörte dem Thurgauer Frauenkloster Katha-
rinental bei Diessenhofen, Baumann, See-
kreis 28,32. Beide Orte sind seit 1806 ba-
disch.

Verl. Gotmadingen, Randegg.

*) Dörfiingen und Buch im schweizer. Kanton
Sehaffhausen.
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