Krieger, Albert ; Badische Historische Kommission [Editor]
Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden (Band 1) — Heidelberg, 1904

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Harresheim — Hartheim.

genant zu Marchdorf ob Allen hailigen gelegen
1519 K. Konstanz-Reichenau (Harresheim).

— der sant Verena pfarrkirchen zu Rogkhen-
beuren hof und guet zu Harraßhain 1567
K. Konstanz-Reichenau (Harresheim).

[Heim des Hari]

Flurname: Burghalden GK.

Bis 1806 fürstenbergisch (Reichsgrafschaft
Heiligenberg).

Härsperg s. Hersberg.

Hart (Hardt), die Rheinebene zwischen
Rastatt und Graben. — uf der Hart 1362
K. Baden-Durlach (Leopoldshafen). 1377 Z.
9,98. 1382 Schcepflin HZB. 5,519.

uf der nydern Hart 1373 Z. 24,453.

von der Albe biß an die Swarzahe und die
Harte dazusehen 1401 Schcepflin HZB. 6,2.

[ahd. hart, Wald; vgl. Hard]

Vgl. Leopoldshafen, Lußhart.

Hart, ehemals ein Wald zwischen König-
schaffhausen und Wyhl. — lucus quem
vulgares Hard nominant inter villam Vvila
et Scafhuson 995 Schcepflin HZB. 5,10 (K.
SeUUrhh.).

Hart s. Hard, Hardhof, Harthof.

Harta s. Herten.

Hartberg, ein Berg bei Leustetten (Über-
lingen). — Löstetten am Hardperg 1483 FUB.
7,188.

HartMihl s. Hödingen.

Harte s. Hart.

Hartelswanden s. Hartschwand.

Harten s. Hartheim.

Harternhof, Hof, Gem. Oberglottertal
(Waldkirch).

Hartershof, Hof, Gem. Kinzigtal (Wolf-
ach).

Hartershof s. Erzenbach (Wolfach).

Harthaim, Harthain s. Hartheim.

Harthausen, aufgegangen in Merdingen
(Freiburg); die Kirche von Harthausen wurde
1758 abgebrochen, vgl. Z. NF. 2,354.

Harthusen 1301 MitthistKomm. 11,77.
1346 UhlGeistSpitFreiburg 1,139. zw. 1360
—70 FDÄ. 5,89. 1364 K. Berain 10264
(Klost. Salden). 1434 Z. NF. 2,354. — in
Verdinger ban zu Harthusen 1344 Z. 14,394.

— uswendig dem etter baider kirchen Mör-
dingen und Harthusen 1528 E. Berain 7807
(Schuttern).

Merdingen und Harthusen hat xci hüser
von gemeynen lütten, item iii pfaffen hüser,
item ii witwe hüser, item iiii lerer hüser;
item xiii hüser sind burger zu Brysach ca.
1525 Z. 37,90.

wir Burchart herre von Üsenberg lihen
den hof ze Harthusen, da der kilchensaz der
kilchun ze Merdingen in höret, Johannese dem
Strßffer und Rudolf Gebenen dem münze-
meister siner swestermanne, burgern von
Friburg 1330 K. Breisgauer Archive (Hart-

i). — ich Friderich herre von Üsen-
berg gib den hof ze Harthusen, da der kil-
chensazze ze Merdingen in höret, da du eigen-
schaft min was, den geistlichen herren dem
comendür und den brüdern des Tütschenhuses
ze Friburg 1346 K. Breisgauer Archive
(Harthausen).

ain hofstat zw Harthausen ist yetzt ein
guot 1528 K. Berain 7807 (Schuttern).

der etter zehennd von allen husern und
hoffreittenen zw Harthusen gelegen gehört
und stat allain dem gotzhaus Schutter zw
1528 K. Berain 7807 (Schuttem).

Landoldus de Harthusin zw. 1152—1186
Bot. Sanpetr., FDA. 15,152.

[Hausen in der Hart]

Hoher weg 14. Jh. Mone, Urgeschichte
1,143.

Vgl. Wippertskirch.

Harthausen, eine Ödung bei Erzingen
und Rechberg (Waldshut); südl. des ersteren
Ortes heute noch der „Hartwald" und die
Flur „Hartwette" TK. 157. — Harthusen
Anf. 14. Jhs. Urbar d. Klosters Rheincm,
Alem. 4,107. 113.

Harthchillea s. S. Georgen (Freiburg).

Hartheini (Hardheim), Dorf (Buchen). —
Hartheim 996 Kop. Ende 13. Jhs. (Fälschung)
MG., Dipl. reg. et imp. Germ. 2,870. 1241
Z. 4,421. 1353 Z. 26,61. villa 1306 Wert-
heim. — Harthein 1395 Amorlach, Urbar
d. Klosters. — Hartheym 1423 Z. 12,273.
— Harthen 1447 Wertheim. — Harten 1503
K. Kopialbuch 821 (Pfalz).

Schlösser.

nos Wernherus de Hartheym et Agnes
eius conthoralis legitima recognoscimus, quod
nos castrum, quod in villa Hartheym habemus
cum muro, turri, fossatis et edificiis eidem
adiacentibus, que volgariter Vorhop appelan-
tur, quod castrum proprietatis tytulo hucus-
que possedimus, damus et resignamus Matfaie
sancte Magunt. sedis archiepiscopo et ecclesie
sue Magunt., item quod dominus noster pre-
fatum castrum cum prefatis attinenciis nobis
et heredibus nostris contulit in feodum 1324
Würzburg, Mainzer Buch verschied. Inhalts
21; vgl. Würdtivein NS. 3,130. — ich Ebir-
hard von Hartheim han zu burglehen und
manlehen enphangen von Conrad erczebischoff
zu Mencze zu deme ersten male myne bürg
zu Hartheim und ein teil an der molen zu
Hartheim und ein dritteil an deme zehnden
zu Steten und zu burglehen fünf phund zu
Miltenberg 1391 Würzburg, Mainzer Buch
verschied. Inhalts 21. — Rudolph bischoß
zu Wirtzburg hat Arnolten Horneck von
Hornberg seligen das unter schlos zu Hart-
heim uf wiederkauf verkauft 1484 Kop.
16./17. Jhs. Würzburg, Lib. divers. fo>-
marum 17.
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