Krieger, Albert ; Badische Historische Kommission [Editor]
Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden (Band 1) — Heidelberg, 1904

Page: 1249
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/krieger1904bd1/0647
License: Creative Commons - Attribution - ShareAlike Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
1249

Konstanz — Korben.

1250

5,112. — spital sant Maria Magdalenen uff
der Rinbrugg ze Costentz 1361 Beyerle,
Grundeigentumsverhältnisse 2,389. 1374 Z.
1,142. — das kleine spital Ende 14. Jhs. K.
Berain 4658 (Konstanz). — das under
spital sant Conrats* an der rinprugg ze Co-
stentz 1469, 1536 K. Konstanz-Beiehenau
(Litzelstetten). — spital des hochwirdigen
gestifft zu Costentz an der Rynbrugg 1468
FUB. 6,255. — der thomherren spital zu
sant Maria Magdalena an der Rinbrug gelegen
zu Costenntz 1511 K. Petershausen (Kon-
stanz).

"Ulrich Gamperlin spitalmaister der herren
spital uff der brugk 1470 K. Petershamen
(Konstanz).

[Constantia nach Constantius I Chlorus,
292-305 n. Chr. Caesar, 305—306 Au-
gustus]

Flurnamen: wingarten an der Hoch-
strauß 1440, 1484, Hochstraß 1451 Konstanz,
Spitälarchiv (Hochstraße).

Bronzefunde. — 3 Pfahlbaustationen,
Schnarrenberger, Pfahlbauten 25—28. — Rö-
mische Mauerreste, Bodengußstücke, Ziegel,
Gefäße, Bronzegeräte, Büste von Vespasian,
Münzen von Nero bis Gratian, Bissinger,
Trümmer- und Fundstätten 4.

Die Stadt Konstanz, seit 1548 öster-
reichisch, wurde 1805 badisch.

J. Eiselein, Geschichte und Beschreibung
der Stadt Konstanz und ihrer nächsten Um-
gebung. Konstanz 1851. — J. Marmor, Ge-
schichtliche Topographie der Stadt Konstanz
und ihrer nächsten Umgebung. Konstanz
1860. — Das alte Konstanz. Stadt und Diö-
cese in Schrift und Stift dargestellt. Blätter
für Geschichte, Sage, Kunst und Kunsthand-
werk, Naturschönheiten der Stadt und Diö-
cese. Organ des Münsterbauvereins. Kon-
stanz 1881 ff. — Ph. Ruppert, Die Chroniken
der Stadt Konstanz. Konstanz 1891. — Th.
Ludwig, Die Konstanzer Geschichtschreibung
bis zum 18. Jahrhundert. Straßburg 1894.

— J. Laible, Geschichte der Stadt Konstanz.
Konstanz 1896. — K. Beyerle, Die Konstanzer
Ratslisten des Mittelalters. Heidelberg 1898.

— K. Beyerle, Grundeigentumsverhältnisse
und Bürgerrecht im mittelalterlichen Kon-
stanz. Heidelberg 1900 ff. — L. Leiner, Die
Entwickelung von Konstanz, SchrBodensee
11,73—92. — Die Kunstdenkmäler Badens
1,75—297.

Vgl. Aach, Badenweiler, Bergeschingen, Ber-
matingen, Beurenhof, Biengen, Blansingen, Bo-
densee, Bodman, Breisgau, Bruckfelden, Bug-
gingen,Burgheim(Breisach), Büfilingen, Daisen-
doff, Deisendorf, Denkingen, Dettingen, Egg
(Konstanz), Freiburg, Gaienhofen, Glottertal,
Goldbach,Grünenberg, Gundholzen, Gutenburg,
Harresheim, Heiligenberg (Pfullendorf), Heu-
Krieger, Topogr. Wörterbuch. 2. Aufl.

dorf, Hewen, Hirtenhof, Hochsal, Hödingen,
Hohentengen, Homburg (Stockach), Jeehtingen,
Inzlingen, Kaltbrunn (Konstanz), Kenzingen,
Kippenhausen, Kirchen (Lörrach), Köndringen,
Küssaberg, Kutzenhausen, Laubegg, Leutkirch,
Litzelstetten, Marzell, Merdingen, Mittelsten-
weiler, Mühlhausen (Engen), Neidingen, Nel-
lenburg, Ochsenbach (Pfullendorf), Öhningen,
Petershausen, Raithaslach, Randegg , Rast,
Reichenau, Rosenegg, Sasbach (Breisaeh),
Sipplingen, Spezgart, Stockach, Tunsei.
Konzenbach s. Kunzenbach.

Kopf, „ein Hof in der Vogtei Entersbach,
Bezirksamtes Gengenbach" 1814 Kolb 2,173.
Univers.-Lexikon 677.

Kopfsgarten, Häuser, Gem. Lauf (Bühl).

Koppenheim s. Kuppenheim.

Koppenliöfen, Zinken, Zinken Buster-
bach, Gem. Vorder-Seebaeh (Achern).

Korb, Dorf (Adelsheim). — villa que. dici-
tur Corbe 12. Jh. WÜB. 1,405. - zu Korbe
1338 München, Seligentaler ürkk. — Korp
1504 Z. 26,145. — Korb 1560 Amorbach.

wir Albrecht von Hohenloch genant von
Meekmuln verkeuffen der eptissin und dem
convent zu Selgental unßr gericht, das wir
biß her hon gehabt in dem dorff zu Korbe
1309 Kop. 15. Jh. Würzburg, Mainzer Buch
verschied. Inhalts 10.

Früderich herzog zue Württemberg ist
rechter einiger centherr in dem weyler Korb
und selbiger markung 1595 Stuttgart, Er-
neuerung d. Kellerei Möckmühl.

[Aus gehorwe, gehurwe = sumpfiges,
kotiges Land]

Der „Katzenbuckel" unterhalb des Dorfes
am Hergstgraben, ein künstlicher Erdaufwurf,
wohl mittelalterlichen Ursprungs.

Bis 1843 württembergisch.

Vgl. Billigheim.

Korb, ein ausgegangener Hof bei Pful-
lendorf; lag wohl nördlich der Stadt, da wo
auf TK. 125 zwischen Pf. und dem „Oberen
Hasental" und dem „Unteren Hasental" der
Name Berghof eingetragen ist. — der hof
ze Korb und das gut ze Hassental gelegen
bi Phullendorf 1396; äcker ze Korb gelegen
nach by Phullendorf 1413 K. überlingen-
Pfullendorf (Pfullendorf).

Korben, ein am Korber Eck zwischen
Wöpplinsberg und Maleck ausgegangener Hof
(Emmendingen) Z. NF. 2,363.

de K&nigesberge ministerialis B. comitis
de Nüburg vendidit antecessoribus nostris
Corben unum feodum . . . und hies davon
Korben antiquorum relatione, wan es lag in
dem holz als ein korbe, und was darumbe
allenthalben holz und wart das dar nach uf
gelühen und von den geburen geratet et ad
cultum redactum 1341 K. Berain 8553 (Klo-

40
loading ...