Krieger, Albert; Badische Historische Kommission [Editor]
Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden (Band 2) — Heidelberg, 1904

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Neekarau — Neckarburken.

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mann, Urgeschichte Mannheims (Karte). —
Bronzebeil. — Römische Mauerreste, zwei
Steine mit Reliefbildern, römische Münze,
Bissinger, Trümmer- u. Fundstätten 10.

Bis 1803 kurpfälzisch (Oberamt Heidel-
berg, Kirchheimer Zent).

Vgl. Christ, Das Dorf Mannheim 33—43.50.

Vgl. Heidelberg, Hermsheim, Kirchheim,
Kloppenheim.

NeckarMnau s. Binau.

Neckarblschofsheim, Stadt (Sinsheim).
— villa Bisgovesheim 988 Kop. ca. 1150
MG., Dipl. reg. et imp. Germ. 2,443. —
Bisschoffesheim 14. Jh. Darmstadt, Bibliothek,
Handschrift 2297. — daz dorf ze Bischofes-
hein 1329 Z. 15,189. — villa Bischofsheim
Wormaciensis diocesis 1348 Kop. 15. Jhs.
Z. 15,295. — Bischofhen 1361 Kop. 16. Jhs.
Darmstadt, Kopialbuch d. Klosters Wimpfen
auf dem Berg. —. Bischofsheim bey Weib-
stat gelegen 1396 Kop. 15. Jhs. Darmstadt,
Kopialbuch d. Herren v. Hirschhorn. —
Bischoffßheym in Kreuehgawe 1464 K. Ko-
pialbuch 296 (Bruchsal-Speier). — Bischofß-
heim 1469 Z. 24,96. — Bischoffshaim uff
dem Kraichgaw 1578 Darmstadt, Wimpfener
Kopialbuch.

ich Wyprecht von Helmstat han zu eynem
rechten mannlehen enpfangen von Friederich
bischoff zu Wormß Bischoffzhein mit
allen sinen zugehorden gelegen in der marckte
daselbs, item obern Bucheinbach daz
bfirgel mit siner zugehorde, alz ferre die
marckte begriffen hat, item eyn sechsteil dez
zehenden zu Weybstatt, das umb Ger-
harten von Angelach kauft ist 1427 Darm-
stadt, Sälbuch des Bischofs Friedrich v.
Worms.

Kirche.

ich Raben von Helmstat ein ritter genant
von Bischofeshein han gewehselt mit Petern
von Mfir dem probest, dem dechan und dem
capitel dez Stiftes von Wimphen in Wormeßer
bistüm mit eim driteil dez großen zehenden
über alle die mark dez dorfes zu Bisehoffs-
hein und mit dem kirchsatze des selben
dorfes zu Bisofeshein, mit allen den
rehten, als sie zu eim kiricherren zu mir und
zu min altvordern biz her habent gehört,
umb fünf hove, die in dem dorfe ze Grun-
buch sint gelegen, und daz wiler ze Buchel-
bach mit aller der herschaft, vautye, ge-
rillte und gewalt, als si ez bis her beseßen
hant 1329 Z. 15,189. — ecclesia parrochialis
in Bischofeshein 1330 Z. 15,190. — Sal-
mannus episcopus Wormaciensis pastoriam
seu parroehialem ecclesiam in Bischofsheim,
cuius juspatronatus ad decanum et capitulum
ecclesie vallis Wympinensis dinoscitur per-
tinere, decano et capitulo eisdem incorpora-
™us, anectimus et unimus 1348 Darmstadt,

Kopialbuch des St. Peterstifts z. Wimpfen I.
— Bischoffsheim, ecclesia parochialis, s. Jo-
annes Baptista patronus; domini vallis Wim-
pinensis conferunt; ibidem in oppido capella
beatae Mariae virginis, senior de Helmstadt
confert 1496 Kop. 17. Jhs. Wormser Synodale,
Z. 27,412.

phaff Bertholt von Bischoffheim, czu dieser
czijt ein frumeßer czu Nydenstein 1410 Darm-
stadt, Kopialbuch der Herren vom Hirsch-

von Helm statt zu Bischofsheim.

Raben von Helmstat ein ritter genant von
Bischofesheim 1329 Z. 15,188. — Rafen von
Bischofesheim 1337 Z. 15,172.

Christoff von Helmstat zue Bischoffshaim
1578 Darmstadt, Wimpfener Kopialbuch VI.

[Bischofsheim (Heim des Bischofs) am
Neckar; vgl. Rheinbischofsheim, Tauber-
bischofsheim]

Im Gemeindewald eine Trichtergrube.

War bis 1806 eine ritterschaftliche Be-
sitzung der Familie von Helmstatt (Ritter-
kanton Kraichgau).

Vgl. Christiingen, Helmstatt, Schendlingen.

Neckarlbnrken, Dorf (Mosbach). — in
Wingartheiba in villa Borocheim ad a. 774
Cod. Lauresham. 2,604. — Burcheim ad a.
778 Cod. Lauresham. 3,157. — in pago
Waltsaze in villa Burcheim ad a. 794 Cod.
Lauresham. 3,155. — in pago Wingartheiba
in Burheimer marca ad a. 795 Cod. Laures-
ham. 2,585. — In einigen Fällen ist vielleicht
auch Osterburken gemeint, doch läßt sich
das im einzelnen nicht feststellen.

Burghein 1305 K. Pfalz (Mosbach). —
Burcheim juxta Mosebach 1306 K. Pfalz
(Mosbach). —■ villa dicta Burkhein sita prope
opidum Mosebach 1317 Winkelmann AI.
2,263. — Burkem 1325 K. Bruchsal-Oden-
heim (Maisch). — Burckheim 1412 K. Pfalz
(Neckarelz). — dorff Burckhein by Moßpach
gelegen 1448 K. Pfalz (Neckarburken). —
Bureken prope Mossbach 1453 Würdtwein S.
5,375. - Bureken 1504 Z. 26,147. —
Burckheim am Necker 1628 K. Pfalz (Neckar-
burken).

flecken NeckerburckheimMoßbacher ambts
1571 K. Pfalz (Neckarburken).

das dorff Burckheim ist mit grundt und
boden, aller hohen und nidern oberkeit . . .
allein meins gnedigsten herrn pfaltzgraven
1549 K. Berain 5136 (Kellerei Lohrbach).

Eberhardus dictus Kanz seultetus in Burc-
heim 1288 Wibel, Cod. Hohenloh. 106.

der kierchensaez und pfarre des dorffs
Burckheim zwieschen Mosbach und Talheim
gelegen 1446 K. Pfalz (Neckarburken). —
ecclesiam Bureken prope Mosbach capitulum
in Mossbach confert 1453 FDA. NF. 3,331.
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