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Küch, Friedrich [Oth.]
Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg (Band 2) — Marburg, 1931

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https://doi.org/10.11588/diglit.41407#0570
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Urkundennachträge

miter roboratas. Actum et datum anno domini M°CCC0XXXVII°
feria quarta proxima post diem beate Lucie virginis.
Perg. Abt. Landesordnungen. Das angehängt gewesene Siegel ist ab-
gefallen.
Auf der Rückseite: Unsers herren brieff, daz eyn man synes kendes kent
erbet (Ende 14. Jahrh.). Nota istam litteram, per quam consuetudo quedam
sublata foret (15. Jahrh.).
10b. 1339 Mai 31.
Die Stadt Marburg verpflichtet sich, dem Grafen Heinrich
von Waldeck jährlich 50 Mark von der an den Bischof Ludwig
von Münster zu leistenden Jahresbede zu zahlen.
Wir dy schefenin, der rath und dy bürgere gemeinliche der
stat zu Marpfirg bekennin an diseme geinwortigin bribe, daz wir
dem edelin herrin grebin Heinriche von Waldekkin und sinin rechtin
erbin alle jar gebin solin funfzik mark kolschir penninge, dri hellere
y für einin penning gerechenit, uf den achzehindin dak noch wyhe-
nachtin, als wir unse bede plegin zö gebene, von den drin hfindirt
markin, dy wir jaris zu bede gebin* 1), und solin daz tun, dywile
daz unse here bysschof Lfidewik von Monstere lebit und wyle he
Marpfirg und dy herschaf ina) sinir gewalt hat. Were ouch, daz
Marpurg firbrente odir daz wir firstörit wfirdin, dez got nicht in-
wolle, so si wir dissis geldis ledik also lange, biz wir unseme vor-
genantin herrin herrin bysschof Ludewige bede gebin. Were ouch,
daz unse herre von Monstere dise ffinfzik mark geldis umme unsin
herrin den grebin von Waldekkin umme ffinfhfindirt mark widir
koyfte odir umme sine erbin, so ist dise vorgenante gulde unsis
herrin von Monstere an uns widdir ledik und loz. Herfibir zu
orkunde ha[n] wir unse ingesigele an disin brip gehangin. Datum
anno domini M°CCC°XXXIX° feria sexta post festum Trinitatis.
Ausfert. Waldeck. Archiv; Perg.; Siegel der Stadt Marburg hängt an;
geschrieben vom Stadtschreiber Bernhard.

14a. 1355 Sept. 30.
Hette Schwerzen gelobt Urfehde wegen des Gefängnisses,
das sie aus Anlaß ihrer gegen die Stadt Marburg geübten Zu-
widerhandlungen erlitten hat.
Ich Hette Schwerzen bekennin an dysme offen brybe for allin
den, dy en sehent, horent ader lesent, fim daz ich in den thfirn zfi
Marpurg geleyt wart, daz mir daz nicht geschach dfirch ban, dfirch
geystlich gerichte ader dfirch ladfinge wyllen, sunder dfirch ander-
leyge brfiche und myßetede, dy ich leyder forwylen an der stad
zfi Marpurg in miner firgeßenheyt und thorheyt begangin hatte,
dfirch dy ich großer smachheyt mfiste gelydden han, sunder daz
ich miner lyben frfinde und ander erberir lüde gnoßen han, dy ffir
mich gebeden han, daz mir daz firgebin ist, den ich ez allewege

a) ln der Vorl. wiederholt.
1) Vgl. I Nr. 1.
 
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