Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Hrsg.]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 47.1897-1898

Seite: 324
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Kleine Nachrichten.

<t9on. 49*. Brachen ans den „Verein. Werkstätten". München;
Arbeiten von £71 r 3 e I, Berlin. Muster geschützt.

Vertrauen, das die maßgebenden Kreise der Anstalt
entgegenbringen. Das Sommersemester beginnt am
2. Rlai und dauert bis Lude Juli. Der Besuch der
Schule ist (auch für Ausländer) unentgeltlich. E. O.

m

Pariser Weltausstellung. Unter Bezugnahme auf
unsre unter gleicher RIarke in letzter Nummer
(5. 292) gebrachte Notiz erhalten wir vom Reichs-
kommissar, Geheimrath Or. Richter ein Schreiben,
worin derselbe das Wort ergreift in Sachen der ihm
zugeschriebenen Befürchtung, das deutsche Kunst-
gewerbe habe in Paris nur wenig Aussicht auf
Erfolg. „Demgegenüber" — so sagt das Schreiben
wörtlich — „gestatte ich mir, der geehrten Redaktion
mitzutheilen, daß ich eine derartige Befürchtung nie-
mals gehegt und derselben daher auch niemals Aus-
druck gegeben habe. Ich fetze vielmehr das vollste
Vertrauen in die hervorragenden Leistungen des mir
in allen seinen Branchen wohlbekannten heimischen

Kunstgewerbes, und habe die zuversichtliche poffnuug,
daß dasselbe deu Wettbewerb in Paris in aller Ehre
bestehen wird." Wir freuen uns aufrichtig über
diese hosfnungsfrohe Stimmung und bedauern die in
der genannten Notiz auf Grund des Artikels der
„Bayer. Gewerbezeitung" geäußerten Zweifel.

Im Laufe des Juni wird der Reichskommissar
wahrscheinlich wieder nach Paris reisen, um (hoffent-
lich) in der noch immer schwebenden Platzfrage end-
giltig eine feste Zusage seitens der Ausstellungs-
behörde zu erlangen. Prof. v. Thierfch hat den Auf-
trag erhalten, den Pavillon des deutschen Reichs-
kommiffars auf der Ausstellung zu bauen.

Aehulich wie in Deutschland erwartet man sich
auch in Gesterreich von der pariser Ausstellung nur
durch Qualität und Preiswürdigkeit der Ausstelluugs-
gegenstände einen Erfolg. Wan erstrebt gleichzeitig
möglichst viele Kollektiv-Ausstellungen, und plant die
Ausschreibung von Preisen für Installationsentwürfe
(Portale, Wandverkleidungen, Kästen); vermieden
soll namentlich werden alle sonst so häufige sinnlose
Effekthascherei (z. B. Büsten oder Tempel aus Stearin,
Seife, Thokolade).

ri*

m

u dem Wettbewerb i) um einen Plakatentwurf

der Liqueurfabrik A. Schreiber in Töthen
(vgl. Pest 6, S. 2(() waren rechtzeitig (68 Arbeiten
eingelaufen. Die drei Preise vielen auf: Frl. Soph.
L. Schlieder, Berlin (RI. 250), — I. B. ^rei-
be r g, Rlüuchen (RI. (50), — Permann HIiiIIer,
Rlünchen (RI. (00); außerdem wurde ein Entwurf
von W i m m e r & Wilson, Leipzig, zum Ankauf
empfohlen. Die ausschreibende Firma hat mehrere
Entwürfe erworben.

in preisausscbreiben für einen plakarencwurf
betr. Pelikanfarben (neue Künstlerwasserfarben)
erläßt die Firma Günther Wagner, Hannover und
Wien. Es sind Preise von (000 RI., 500 RI. und
500 RI. ausgesetzt. Schlußtermin der Ablieferung
(5. Juli d. I. Interessenten dürften Näheres durch
Zeichenwaarengeschäfte oder von der ausschreibenden
Firma direkt erfahren. (Ein Exemplar des Aus-
schreibens iin Sekretariat des bayer. Kunstgewerbe-
vereins.)

in Preisausschreiben für eine kunstschriftstellc-
rische Arbeit schreibt der „Vorstand des Landes
Vereins preußischer, für höhere Lehranstalten geprüfter

*) Wettbewerbe werden stets an dieser Stelle bekannt gegeben; über die
jeweils in Schwebe befindlichen Wettbewerbe gibt der Wettbewerb-Aalender
auf Seile 2 des Anzeigentheils Aufschluß. Die Programme zu den Preisaus-
schreiben liegen auf dem Sekretariat des Bayerischen Aunstgewerbevereins ZU
München zur Einsichtnahme durch die Vereinsmitglieder auf.

Die genauen Programme zu den neuen Preisausschreiben liegen in der
Regel auf dem Sekretariat des bayer. Aunstgewerbevereins in München zur
Einsichtnahme auf.
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