Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Hrsg.]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 49.1898-1899

Seite: 42
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vom Büchermarkt.

Schmucksachen sAbb. 56, 57, 59, 60) wie der An-
hänger Gak's sind in wirklicher, das Zifferblatt
(Abb. 58) und der Handspiegel (Abb. 55) in halber
Größe dargestellt.

In Bezug auf die Bilder des letzten Heftes, so-
weit sie die Arbeiten von d). <£. v. Berlepsch be-
treffen, folgen wir dem Wunsche des letzteren, wenn
wir bemerken, daß die S. ^05 erwähnten Fenster-

55. kfandspiegel, Entwurf von M. A. Nicolai,
(ffz der wirkl. Größe.)

Verglasungen nach Entwurf und Ausführung von
Otto Lohr, München, bezw. K. Engelbrecht,
Hamburg, herrühren, — daß die auf S. 4.09 u. q<\2
sichtbaren Stuckaturen von Maile 6c Blerfch her-
gestellt wurden, — und daß die S. H20 u. ^25 ab--
gebildeten Eierbecher die deutsche Reichspatent-
Nummer 2\ 728 besitzen.

Der auf S. ^35, unter Nr. 638, abgebildete
Leuchter stanimt in seinem Entwurf nicht von Prof.
Eckmann her, sondern von E. Lammert, München.

(Vom KüchermarKk.

eraldischer Formeuschan, Kunstblätter vom
\5. Ihdt. bis zur neuesten Zeit, herausgegeben
von E. Döpler d. j. — Berlin, I. A. Stargardt. —
Preis f0 RI. 23 Tafeln niit erklärendem Text.

„Die Heraldik, nicht als Wissenschaft, sondern
ihre künstlerische Form und Ausdrucksweise giebt in
vorliegendem Falle das Motiv, zu dessen Erläuterung
eine Reihe von Beispielen in Reproduktionen folgen."
Mit diesen Worten leitet der Perausgeber fein
Begleitwort zu den schönen Blättern ein; er will
keine Regeln für heraldisch richtige Behandlung der
Wappen, Helme u. s. w. geben, wie dieß u. A. von
Warnecke und Hildebrandt so vortrefflich geschehen,
sondern praktische Beispiele künstlerischer Anwendung
jener Regeln. Diese 23 Tafeln mit ihren 8^ Ab-
bildungen enthalten Kopien nach Holzschnitten und
Kupferstichen aus dem f5.—{8. Jhdt., sowie nach
Zeichnungen moderner Meister; unter ersteren treffen
wir Mart. Schön, A. Dürer, L. Kranach, Polbein,
Mich. Müller, Dan. Lindtmair, J. Amman, Ant.
Eisenhoit, W. Dietterlein, — unter den letzteren
®. Pupp, J. Sattler, K. Rickelt, A. M. pildebrandt,
Fr. Stuck, E. Doepler, A. Seder, K. Roechling. In
trefflichen Beispielen ist die Darstellung des Wappens
als freie Vignette, als Exlibris, als Begleitung
eines Bildnisses in Stammbäumen, in rechteckiger
und runder Umrahmung, mit und ohne Wappen-
halter, einzeln oder zu Gruppen vereinigt, auf
Buchdecken und Lederkästchen — durchweg in guten
Lichdrucken, manchmal leider nur zu klein vorgeführt;
das Werk wird dadurch zum nie versagenden Rath-
geber in allen die künstlerische Befolgung heraldischer
Regeln betreffenden Fragen. G.

ruckproben von Illustrarionsfarben aus der
^ Buch und Steindruckfarben-Fabrik von Ge-
brüder Schmidt in Frankfurt a. M. (Bockenheim).
Preisverzeichnisse und Waarenproben verdienen in
der Regel nicht, aus ihr künstlerisches Gewand ge-
prüft zu werden; anders verhält es sich bei dem vor-
liegenden Band mit Druckproben: eine mehrfarbige
Einbanddecke von Gertrud Kl ein Hampel, ein
buntes Titelblatt von <Vtto Eckmann, eine Rand-
leiste von pans Mütze! bilden die Vorposten einer
stattlichen Truppe von Druckproben, — Holzschnitte,
Autotypien, Lichtdrucke, — welche durchgehends die
größtmögliche Schärfe und Deutlichkeit besitzen und
bei allen Farbenabstufungen eine Schönheit der Druck-
farbe an den Tag legen, die nicht wohl übertroffen
werden kann. Jedem, der in die Lage kommt, über
Druckarbeiten, insbesondere bei Illustrationen Ent-
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