Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 49.1898-1899

Page: 176
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Kleine Nachrichten.

zugewiesen, deren Aus-
stattung dem Architekten
paiger bezw. dem
Ämter Rich. Riemer-
schmid übertragen
wurde. Der daran an-
stoßende Raum 26, in
welchen: im letzten

Sommer die Ausstell-
ung des Aunstgewerbe-
vereins eingerichtetwar,
soll unter geeigneter
Amänderung einer
A u s st e l l u n g mo-

derner Buchkunst ge-
widmet werden, welche
von Architekt Bertsch
gemeinsam mit den:
„Aussch. f. A. i. ß."

arrangirt wird. ß. (£. „

J ‘ 258. panoleuchter. Skizze von

v. Berlepsch wird Jos. Hans Weber, München.

die von ihm schon in:

letzten Sommer innegehabten Räu:ne neu ein
richten, — das daran anstoßende Löschen von Prof,
v. Thiersch wird durch die Bildhauer Bradl und
Ringer mit Werken der Elastik ausgestattet werden,
— der große, im letzten Jahre der Architektur ge-
widmete Saal ist den: Bayer. Run st gewerbe-
verein eingeräumt, das zugehörige kleine Gemach
wird von Prof. Eman. Seidl zu einem modernen
Toilettenzimmer ausgestaltet, während er das römische
Wohnzimmer zu einem Baderaum umwandeln wird.
Weiterhin ist die Neueinrichtung des Empirezimmers
von pelbig und saiger, sowie eine künstlerische
Durchbildung des angrenzenden Passagerauines und
die Vorführung eines seinen bürgerlichen Zimmers
durch W. Bertsch in Aussicht genommen. Maler
I. Rösl wird sich gleichfalls n:it umfangreicheren
Arbeiten betheiligen; doch sind die Bestimmungen
hiefür noch nicht endgültig getroffen.

Die Anmeldungen zu dieser Ausstellung müssen
entweder beim Bayer. Aunstgewerbeverein oder bei:::
Ausschuß für Aunst in: Handwerk erfolgen ui:d bis
spätestens 30. April bethätigt sein, da die Ausstellung
am s. Juni eröffnet werden soll.

Auch die „Deutsche Gesellschaft für christ-
liche Aunst" betheiligt sich korperativ an der Glas-
palast-Ausstellung; sie hofft damit, wie durch ihre
früheren Ausstellungen, das Interesse für ihre Be-
strebungen anzuregen, umsomehr, als ihre Werke
mit ihresgleichen vereinigt werden sollen, also nicht
von anders gestimmten Aunsterzeugnissen erdrückt
oder in Schatten gestellt werden; die Ausstellungs-

hat, daß also der Ausschuß die Entwürfe den: pub-
likun: gegenüber nicht inehr mit seinem Namen deckt.
Alle bisher geleisteten Arbeiten des Ausschusses
wurden nur durch die Gpferwilligkeit der Mitglieder
und Gönner ermöglicht; der Bericht läßt aber durch-
blicken, daß eine Vermehrung der Gönner sehr er-
wünscht sei. Ueber die rechnerischen Ergebnisse der
„Vereinigten Werkstätten" enthält dieser erste Bericht
noch keine Angaben.

munebener Ausstellungen für Rleinkunst in:
Gommer I $99. Wie schon in letzter Nummer
mitgetheilt, finden in diesem Sommer sowohl in der
Ausstellung der „Sezession" am Aönigsplatz, als auch
in der der Münchener Aünstlergenoffenschaft im Glas-
palast mehrere Gruppen der Aleinkunst Auf-
nahme. In: Glaspalaste unterstehen die diesbezüg-
lichen Einzelleistungen derselben verwaltlichen Leitung
wie in: Vorjahre, nämlich dem vereinigten Aus-
stellungsausschuß des bayer. Aunstgewerbevereins,
der Münchener Architekten und des „Ausschusses für
Aunst im Handwerk", :nit Prof. Hr. v. Thier sch
als Vorsitzende:::. Wie bisher sind dem „Aussch. f.
A. i. k)." die Aabinete 2\ und 25 des Glaspalastes

257. Geschmiedeter ksandleuchter. Entwurf von £j. weddig,
Worms.
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