Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 50.1899-1900

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Lhronik des Bayer. Kunstgewerbevereins.

Wonit lies SsPrigen Klmflgeioerökomins.

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Älkgemeine (Vereinonachrichten.

Der Ausschuß des Bayer. Lunstgewerbcvereins setzt sich
nach den Wahlen der Generalversammlung vom 27. März und
der Ausschußsitzung vom 6. April folgendermaaßen zusammen:

I. Vorstand: Archit. Prof. Fr. v. Thiersch, — II. Vorstand:
HofjuwelierP.Nerk, — III. Vorstand: Archit.Prof.K. ksocheder.
— Ausschußmitglieder: MagistratsrathKonr.Barth, Kunstmaler
ly. E. v. Berlepsch, Archit. W. Bertsch, Bildhauer I. Bradl,
lsofelfenbeinschnitzer D i eß l, Archit. Th. Fisch er, Archit. lyans
Friede!, lyofgoldschmied Th.lyeiden, Musterzeichner A.lyoch-
stätter, ksofkuustschlosser R. Kirsch, Archit. W. Michael,
Bildhauer Prof. Fr. v. Miller, Archit. Prof. P. Pfann, Bild-
hauer Pros. Pfeifer, Kommerzienrath Fr. Radspieler, Bild-
hauer Fr. Ringer, Goldschmied K. Rothmüller, Archit.
Rath I. v. Schmädel, Archit. Pros. Gabr. Seidl, Maler
Pros. Rud. Seitz, Liseleur Ed. Steinicken, Archit. vr. Rich.
Streiter, Kunstschlosser G. Stumpf, Kunstschreiner lv. Till,
Bankdirektor w e l z e l, Archit. L. F. w e y ß e r, Lithograph
W. Zenkert. Den einzelnen Kommissionen gehören an (die
Namen der Gbmänner sind gesperrt gedruckt):

Der I. Kommission (Ausstellungshalle!: v. Berlepsch,
Dießl, Fischer, lyeiden, lsochcder, lyochstätter, Kirsch, v. Miller,
Pfeifer, Radspieler, Ringer, Rothmüller, Seidl, Seitz, Steinicken,
Stumpf, Till; — der II. Kommission (Zeitschrift): Bertsch,
Bradl, Fischer, Fricdel, Michael, v. Miller, Pfann, Pfeifer,
Seidl, Seitz, Streiter, v. Thiersch, Weyßer und der Redakteur
Prof. Gmelin; — der III. Kommission (Bibliothek und
Vereinsabende): Bertsch, Bradl, Friede!, Iheiden, lfochstätter,
Merk, Ringer, Rothmüller, v. Schmädel, Steinicken, Streiter,
Weyßer, Zenkert; — der IV. Kommission (kfausver-
waltung und Finanzen): Barth, Dießl, Kirsch, Merk, v. Miller,
Radsxieler, v. Schmädel, Seidl, Welzel (in der IV. Kommission
steht die Wahl des Dbmanns noch aus).

Zusammenkünfte im Sommer finden in zwangloser Weise
scden Dienstag Abend auf dem Arzberger Keller statt.

Bockfrühschoppen. Am 2\. Mai vormittags 10 Uhr fand,
gewifsermaaßen als Bindeglied zwischen den Winterversamm-
lungen und den sommerlichen Zusammenkünften auf dem Bier-
keller, ein Bockfrühschoxpen statt, zu dem sich eine zahlreiche,
fröhliche Gesellschaft von Vereinsmitgliedern mit ihren Frauen
bezw. Töchtern eingefunden hatte. Um die Unterhaltung machten
sich dabei besonders verdient die Mitglieder der III. Kommission
— Bradl, Ringer, Steinicken, Zenkert —, von denen die beiden
ersteren durch humoristische Vorträge die Zuhörer ergötzten,
während das Vereinsorchester unter Leitung Steinickens, das
gemischte (puartett der Familie Steinicken und Maler Emil
Thoma durch Klaviervorträge für musikalische Genüsse sorgten.
Eine Sage meldet, daß einige besonders trinkfeste Genossen erst
Abends zo Uhr den Heimweg vom „Frühschoppen" angetreten
haben; Unfälle hat indessen der Polizeibericht keine gemeldet.

Die Lehrlingspreisvertheilung fand am 1. Mai statt.
Die Namen der Preisträger (bei welchen wir in Klammern die

504. Aus dem Katalog der plastischen Pstanzenformen
von M. Meurer: Salbei. (S. Seite z>2.)

der Lehrmeister und die vorgelegte Prüfungsarbeit nennen) sind
folgende: Heinrich Wildhagen (Schlosser L. Mildhagen ■—
Thürschloß), Joseph Hartmann (Schreiner Mart. Kemmer —
Pfeilerschränkchen), Martin lyaubner (Drechsler Aug. Endrcs

— Spinnrad), Georg Huber (Glasmaler Gstermann und
Hartwein — Glasfenster), Johann Hertlein (Glasmaler Karl
Ule — Glasmosaikbild), Jos. Kirchbauer (Glasmaler K. Ule

— roman. Fenster), Max Kirsch (Schreiner Sim. Schneller —
(Bücher- und Aktenschrank), Karl Möhling (Schreiner Joh.
Fichte — Nachtkästchen), Karl G berprieler (Schreiner F. X.
Wagner — Pfeilerschränkchen), Joh. Wolf (Schreiner Joh.
Fichte — Nachtkästchen).

Mochenversaminkungen.

Siebzehnter Abend: Den 20. März. Ausstellung von
Marmorarten und anderen geschliffenen Steinen, sowie Be-
sprechung der Ausstellung durch Kommerzienrath Zwiesler.
Als Eigenthümer großer Mamorlnüche und Steinschleifereien
ist der Vortragende in besonderem Maaße vereigenschaftet, den
Gegenstand zu behandeln; er wußte auch durch seine durch-
sichtige Darstellung das Interesse daran zu fesseln. Der weiße,
krystallinische Marmor, wie er von Alters her am Pentelikon
und bei Larrara, in neuerer Zeit auch in Tirol, gewonnen
wird, kann eigentlich allein Anspruch auf die Bezeichnung „rein"
erheben; alle andern Marmorarten sind mehr oder weniger
verunreinigt und verdanken diesem Umstand, der ihnen die
mannigfach wechselnde Farbe verleiht, auch ihre Beliebtheit

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