Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 53.1902-1903

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1 cm
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Unsere Bilder.

Lebkuchen von Math. Ebenchöck;
geschmückt nach Entwürfen von
Adelbert Niemeyer, München.
(Vi—Vs der w. Gr.) Muster gesch.

f steiler in Leipzig, der damit dem mo-
dernen Runstgewerbe eine außergewöhn-
liche Aufgabe stellet: wollte, eröffnete einen
engeren Wettbewerb unter einigen Münchener

geliefert erhalten, oder wurden von ^
seiten solcher Geschäfte, Werkstätten oder
Fabriken Arbeiten für seine gewerblichen
Betriebszwecke bethätigt, so kann er erst nach

vier fahren, vom Ablauf des Entstehungsjahres
der Forderung an gerechnet, die Verjährung vorschützen.
Die gerichtliche Geltendmachung solcher Außenstände
ist daher noch zwei weitere Jahre möglich.

Es verjähren daher am 3P Dezember ch02
die im Zahre chOO entstandenen Forderungen der
Runstgewerbetreibenden aus Warenlieferungen und
Arbeitsbethätigungen, die für Schuldner geleistet
wurden, die kein Gewerbe betreiben, oder zwar ein
Gewerbe betreiben, aber durch die Arbeitsleistung
oder Warenlieferung bloß ihren persönlichen Bedarf
oder den ihrer Angehörigen deckten.

Bildhauern, wobei die Modellskizze von Theod.
v. Gosen zur Ausführung gewählt wurde. Der
Pokal besteht aus Silber, das fast völlig ver-
goldet und nur in den figürlichen Teilen sichtbar ge-
blieben ist; die dunklen Einlagen am Fuß und an:
Unterteil des Reiches sind aus dunklem Perlmutter.
Die pöhe des Ganzen beträgt ungefähr 30 cm.

Zu den nun folgenden Möbeln ic. (Abb. j \5
bis \ \8), die im übrigen für sich selbst sprechen, sei
nur bemerkt, daß ihr Verfertiger zu denjenigen
jüngeren Münchener AI e i st e r n gehört, die der
neuen Stilweise die Wege geebnet haben und sich
mcift von krankhaften Auswüchsen frei zu halten
wußten. — Ein besonders charakteristisches Gepräge
tragen die beiden als Flachschnitzerei gedachten, eigen-
artigen Dekorationen von p. Rirchmayr jAbb.
bis \20); der Rünstler, der seit Zähren in Tirol lebt
und dort eine große Zahl der feinsten einheimischen
polzarbeiten — namentlich des Ich. und ch. Jahr-
hunderts — sorgsam studiert und gezeichnet hat,
wendet in diesen beiden Mustern die Flachschnitzerei
der sogenannten Tiroler Gotik aus moderne, den
natürlichen Pflanzenteilen nachgebildete Vrnament-

(Unsere (Kikder.

hne jegliche Ausnahme stehen sämt-
liche Abbildungen dieses peftes in
keiner direkten Beziehung zu dem um-
gebenden Text. Von der Ropfleiste
abgesehen wird die Reihe unserer Ab-
bildungen eröffnet durch einen Pokal (Abb.

— ein Geschenk zu einer goldenen Pochzeit, darge-
bracht von den Rindern des Jubelpaares. Der Be-

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