Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 56.1905-1906

Page: 207
Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kuh1905_1906/0226
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
vom Büchermarkt.

as Ehrengeschenk, das in unserer letzten Nummer,
5. ^ 70, abgebildet ist, trägt als Urheber des
Entwurfes irrtümlicherweise den Namen Otto Lohrs;
in Wahrheit ist die Tafel indessen von Maler Vogt
entworfen und modelliert worden.

as unter dein Hamen „westafrikanisches Bux-
daumholz", das in neuester Zeit vielfach in Ver-
wendung kommt, hat sich als gesundheitsschädlich er-
wiesen, indem in Fabriken, wo dieses polz in größerer
RIenge verarbeitet wird, zahlreiche Hälle von Er-
krankungen — leichte Vergiftungen — vorgekommen
sind. Also Vorsicht!

m

Unsere Bilder. Nach den Medaillen und
Plaketten, welche mit dem sie begleitenden Aufsatz
die erste pälfte des Heftes beanspruchen, folgt eine
kleine von Gabriel v. Seibis Text eingeführte Reihe
von Ansichten des neu ausgestatteten Wirtszimmers
im „Goldenen Posthorn" in Nürnberg. Alsdann
bringt aus dem Gebiet der graphischen Kunst Aline
Stickel einige liebenswürdige Proben von ihrer pand;
ihnen folgt G. Stotz mit einer Reihe von Stickereien
und Textil-Entwürfen. Ebenso wenig wie diese er-
fordern die Lüsterentwürfe von Roth oder die Ein-
richtungsstücke von Otto Hritzsche eine weitere
Erläuterung.

(Vom (KücdermarU.

Petzendorfer, ü.., Gchrifcen-Atlas, eine Sammlung
von Alphabeten, Initialen und Monogrammen,
neue Holge (peft 9— j8). Verlag von Julius Boff-
mann, Stuttgart, preis des peftes (8 Tafeln) zu
\ Rkark.

Wer Larifch's Auseinandersetzungen über „Schrif-
ten", über Leserlichkeit, über die ornamentale 2lus-
bildung der Buchstabenschrift kennt, der wird mit
besonders kritischen Augen jede andere Erscheinung
auf diesem Gebiet durchprüsen; denn wenn eine
Schrift zum Alphabet geordnet gut aussieht, so ist
es noch lange kein Beweis dafür, daß dies auch bei
einem fortlaufenden Text der Hall fein wird; denn
bei dem „Alphabet" stehen die Buchstaben im allge-
meinen weit auseinander, während sie beim Satz
einander näher rücken, wodurch Unterschiede in den
Lückenflächen erst da auffallen und unangenehm
werden. Von diesem Einwand abgesehen, wird man
nicht ohne Interesse all diese Zierschriften durchsehen,
die von Petzendorfer aus der halben Welt zu-
sammengetrommelt sind — vom Ausland sind u. a.
Wien, Paris, London, Edinburgh, Philadelphia,
Boston, St. Louis vertreten — und unter denen wir
einer Reihe namhafter Künstler begegnen: Eiffarz,

207
loading ...