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Die Kunstauktion: internat. Nachrichtenblatt des gesamten Kunstmarktes — 3.1929

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Nr. 24 (16. Juni)
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https://doi.org/10.11588/diglit.47052#0287
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16. Juni 1929

Nr. 24

S^ßen Pariser

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• -a’ÜttiA ’ra| f, er> sowie für alte

ANTIQUITÄTEN

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wurde und das in dieser umsichtigen und um-
fassenden Art nur im Mittelpunkte des fran-
zösischen Kunstschaffens aufgebaut werden
konnte. Der Erfolg eines so lange angespann-

Einzel-Nr. 40 Pf. Quartal für Deutschland M. 4,— u. 40 Pf. Be-
stellgeld, Jahrespreis einschl. Porto M. 16.60; Quartalspreis
einschl. Porto für Deutschösterreich S 7; Tschechoslowakei
40 cK; Frankreich/Belgien 25 Frs.; Holland 3 fl.; England 5sh;
Schweiz und die nicht angeführten Länder 6 Fr.; Übersee $1.50

andel
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ausschließlich oder vorzugsweise repräsentiert
war. Die imposanteste Schaustellung dieser
Art war die Auktion Paulme, über die
wir seinerzeit einen eingehenden Bericht ge¬

bracht haben (vgl. Nr. 21, S. 11). Es handelt
sich hier um das Lebenswerk eines Sammlers
und Sachverständigen, das mit außergewöhn-
licher Energie und Sachkunde durchgeführt

Das Schwergewicht lag also auf den Ar-
beiten des 18. J a h r h u n d e r t s, und zwar auf
seinen Handzeichnungen, und so wenden wir
uns zunächst den Sammlungen zu, in denen es

G^fung. Aus dieser
'en KUnst brachte die

ien Sammlertums war denn auch ungewöhnlich
groß. Es ergaben sich Preise, die alle Er-
wartungen überstiegen und die von einem
großen Publikum geprägt wurden, das sich aus
den besten Kennern der Händler und Sarpmler
zusammenseßte. Fr a gonards Hanidzeich-
nungen waren es, für die die größten Summen
bezahlt wurden. Das Hauptstück war hier La
Confidence, eine Sepiatuschzeichnung, die bis
1925 unbekannt geblieben war und deren Fi-
guren die Bildnisse von Mme Fragonard
und ihrer Schwester Marguerite Gerard
wiedergeben (s. A b b. auf dieser Seite). Dies
Blatt wurde mit rund 93 300 M. bezahlt.
Nicht ganz so hoch stiegen die Preise für die
anderen Zeichnungen Fragonards, aber sie
hielten sich immerhin auf einem bemerkens-
wert hohen Niveau. So gab man für die Allee
in St. Cloud: 56 700 M., für Les jets d’eau:
50 000 M., für Femme avare und Calen-
drier des vieillards zusammen: 43 000 M.,
für den Park einer italienischen Villa: 32 500 M.
usw, und auch sonst zeigte sich Fragonard als
hochbewerteter Meister, neben dem die Ar-
beiten anderer Meister seiner Epoche nicht
unbeträchtlich zurücktraten. Diese Hoch-
schäßung Fragonards kam übrigens auch auf
der Auktion Straus zum Ausdruck, auf welcher
die prächtige Bisterzeichnung der Danae mit
rund 83 300 M. bezahlt wurde. — Analoge
Preishöhe war auch für die anderen Meister
des 18. Jahrhunderts zu konstatieren. So
wurde La Tours Selbstbildnis mit 28 700 M.,
M a 11 e t s Petit dejeuner mit 26 000 M, Mo-
reaus d. A. Park von St. Cloud (s. Abb. auf
Seite 8) mit 44 200 M., Moreaus d.J. Bildnis
seiner Tochter mit 25000 M., Watteaus Ita-
lienische Komödianten mit 25 000 M. bezahlt.
Starkes Interesse machte sich für B o u ch e r
geltend. So gab man für seine Skizze zu Le
Magnifique 26 700 M. und für seinen Reveil de
Venus 25 800 M. Ähnliche Preise galten für
Huef, Taunay usw.
Ein annähernd gleiches Niveau hielt sich
denn auch auf der Auktion Straus. Den
Hauptpreis für Fragonard haben wir oben
schon erwähnt. Aber auch das Pastellblatt
von La Tour, Maske Voltaires, wurde mit
rund 40 800 M., Lancrefs Studie zweier
Frauen mit 15 800 M. bezahlt.
Die Skulpturen des 18. Jahrhun-
derts, die auf den Auktionen zum Ausgebot
kamen, wurden natürlich nicht annähernd so
hoch bewertet, wie die Handzeichnungen.
Immerhin war auch auf diesem Gebiet eine be-
trächtliche Hausse festzustellen. Von der
Sammlung Paulme brachten Falconets
Amor und Venus (s. Abb. auf Seite 10) und

Verlag: Die Kunstauktion Q. m. b. H.
Redaktion und Lesesaal
Berlin W 62, Kurfürstenstraße 76/77
Telefon; B 5 Barbarossa 722a
Herausgeber: Walter Bondy-Berlin und Dr. von Saxe-Paris


FRITZ STÖCKLIN&Co.
K BASEL J

J.-H Fragonard: Vertrauliche Mitteilung
Sepia, 28 : 20,8 cm. — Smlg. Marin -s P a u 1 in e. — Kat.-Nr. 86
Brachte auf der Versteigerung in Paris, Gal er 1 e Ge 0 r g e s Petit,
durch Mei Lair Dubreuil »n(l Exp. G. B.-Lasquin
am 13—15. Mai 1929: rund 112 000 M. (m. Aufschlag)
J.-H. Fragonard, La Confidence
Dessin au lavis de sepia, 28: 20,8 cm. — Coll. M. Paulme. — No 86 du Cat.
Adjuge environ 672000 fr. (av. frais) ä Parts, Galerie Georges Petit,
par Me. L. Dubreuil et Exp. G. B.-Lasqum
les 13—15 Mai 1929

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«S.er?f ienenMRteVal War nicht 50
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Pari? Bucühändlern, bei der Post oder direkt
, >„r Jie IS'aUkt- nahme h« P Büro: 122 Bd. Murat, Paris, XV|e.
WalK1 6erlin 'mpVerla9 bis Donnerstag. Telegr.-Adr.:
n Wa g3. B ■ postscheck-Konto: Berlin Nr. 118054;
ein I? konto; Mosler, Süsskind & Co., Berlin W8
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1S aSnXhtT’rn's^ß h r?rsteigerung von Teilen
’erU4alJ « Und H^S-Pri1 S S ‘ am 29- Mai durch
- a-baudeurs F- Lair Du-
e Surr'“ f A ,Ur>i Aukfin 1 p und die Experten
’ terV'J Asi? Emile Straus am
’?VN K^em|Stenz der Experten M.
die »Uder ‘T'a|de, M. Andre Schneller
 
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