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8

Die Kunstauktion“

Jahrg. Hf, Nr. 55 vom 18. AugUgU

*hr

NACHRICHTEN VON ÜBERALL

uja1
-kannen jefet der

u

Bibliophilie

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Conti

des

Pal

Sami

MALMEDE«GEISSENDÖRFER

A-M io.-i

Nachdruck nur mit Einverständnis unseres Verlages gestattet. — Haftung für uni
1- ... II Q II nrm n I’ 1. TT TV ’ • rv t-tt u

großen Bibliotheken Deutsch-
werden sollte. Für einen voll-

und Literaten will man es natürlich
zugänglich machen. Aber für die
Massen plant man, an Stelle des
eine photographische Reproduktion

ihm
am
der
den

Eine frühere Arbeit
12 Amerika-Schweden
der Stadt Chicago ge-
auf diese Weise wol-
doppelseitigen Zuge-

UllU

Es scheint
das andere

künstlerische Eigenart zum
durfte. Das liegt in der
und bedarf keiner beson-
Der Künstler hätte dem-

^OTTICE
LU

igte er, „daß ich aut y -marktes
Rückweg denke; ehedem nahm mau . I» t^heimrai
Artigkeiten für Liebeserklärungen auf, )ejj ijph Optii
-„ i ■ i_ui"_ _ nO^ k ‘Sch-vfii- l

man meine Liebeserklärungen nur n°'
Artigkeiten.“

KÖLN a. Rh.
Unter Sachsenhausen 33

wird man mit Hilfe der Nachlaß-Stiftung
Grafen Kuroda, des langjährigen Vorsitzenden
des Kaiserlichen Kunstvereins, ein besonderes
Institut gründen, dessen spezielle Auf-
gabe darin bestehen soll, die westliche Kunst
zu studieren und andererseits japanische Kunst
nach Europa und Amerika auszuführen.

Cornelis Jansens van Ceu len, Damenporträt
Leinwand, 70 : 53 cm. — Kat. Nr. 39
Versteigerung in der Galerie Fischer, Luzern
am 27. u. 28. A u g u s t 1929
Cornelis Jansens van Ceulen, Portrait
Toile, jo: S3 cm. — No 39 du Cat.
V ente Galerie Fischer, Lucerne
les 27 et 28 Aoüt 1929

wird, erklärt gewiß die Darstellung

Antike Möbel vom 15. bis 18. Jahrhundert
Tapisserien, Plastik, Gemälde, Porzellane
altes hochwertiges Kunstgeiverbe
jeder Art

-h MÖ
WPIC

Um die Merseburger Zaubersprüche
Die Merseburger Zaubersprüche gehören
bekanntlich zu den ältesten Schriftdenkmälern
der Germanen. Bisher lagen sie unter Glas
vor den Augen aller Besucher des Domes zu
Merseburg. Die mannigfachen Entwendungen
von Museumsgut haben aber allerorten Auf-
sehen und Bedenken wachgerufen, ob alle
nötigen Vorsichtsmaßregeln getroffen seien, —
und so hat auch das Domkapitel in berechtigter
Scheu vor der großen Verantwortung verfügt,
daß das Original der Zaubersprüche im
eisernen Geldschrank verwahr! werden soll.
Gelehrten
jederzeit
breiteren
Originals
auszustellen.
Gegen diese Maßnahme hat sich in Merse-
burg selbst eine lebhafte Opposition erhoben.
Man meint dort, daß gerade ein Original von
so altberühmter Authentizität zahllose Fremde
nach Merseburg gezogen habe, — ein photo-
graphischer Ersaß werde nicht die gleiche
Kraft besißen. Die Gefahr des Diebstahls
könne überdies auf andere Art abgewendet
werden. —
Sicherlich hat das Domkapitel recht mit
seinem Gedanken, ein so wertvolles Literatur-
denkmal so sicherzustellen, wie es nur möglich
ist, — es fragt sich nur, ob es nicht am besten
an eine der
lands gegeben
gültigen Ersaß freilich müßte und könnte ge-
sorgt werden. Dafür käme natürlich nicht eine
einfache photographische Reproduktion, son-
dern nur ein vorzügliches Faksimile in Be-
tracht, wie wir solche von den neueren Re-
produktionsverfahren her seit Jahren gewöhnt
sind.

Carl Milles’ Tritonenbrunnen
nach Amerika verkauft

er diese Neigung zu unterdrücken.
„Es ist Zeit,“ sagte er, „daß ich auf , ’

stüßt
dieses Bildes in besserer Weise als die grie-
chische Legende von der Götterliebschaft.
Aber restlos befriedigend ist auch sie nicht,
da ja die beiden Männer: Jakob und Laban,
fehlen. Insofern kann man auch hier die end-
gültige Lösung erst von der Zukunft erhoffen.

abor.
“Uchhänd
^nzeigena
pnstaukt
^ien D114

zwei überaus
Luttrell-
Her-
Co.,
etwa
Ver-
Psalter
Neuere
Morgan

J.P. Morgan als Förderer
des Britischen Museums
Wir hatten kürzlich (vergl. Nr. 31, Seite 7)
über die Versteigerung von
wichtigen Handschriften, dem
Psalter und dem Stundenbuch des
zogs von Bedford, bei Sotheby &
am 29. Juli, berichtet. Die Summe von
600 000 M. sollte von privater Seite zur
fügung gestellt worden sein, um den
für das Britische Museum zu retten.
Informationen besagen nun, daß J. P.
dem Museum jene Summe zinsfrei auf ein

Geschenk an die
Berliner Ostasien-Sammlung
Die Gesellschaft für ostasiati-
sche Kunst hat als Dank für vielfältige
Unterstüßung ihrer Ausstellung chinesischer
Kunst durch die Beamten der ostasiatischen
Museums-Abteilung ein chinesisches
Sakralgefäß aus Bronze der Ostasien-
Sammlung überwiesen. Es ist ein schlanker
Becher der Chou-Zeit, wie er für Opferwein
beliebt war. Dr. W. Cohn veröffentlicht ihn
jeßt in der „Ostasiatischen Zeitschrift“.
In diesem Zusammenhänge erfährt man
nun auch das finanzielle Ergebnis
der ausgezeichneten Schau. Man hatte bis-
her allgemein angenommen, daß der große
geistige Erfolg von einem finanziellen Erfolge
begleitet worden wäre. Dies ist nun leider
nicht der Fall gewesen. Die hohen Kosten der
Ausstellung, der Räume, der Versicherungs-
spesen usw. verschlangen nicht unerheblich
mehr als einkam. So schloß die Schau mit einem
Defizit von über 60 000 M., die von dem
Garantiefonds gedeckt sind, der für
diese Ausstellung von verschiedenen Kunst-
freunden gezeichnet worden war.

Be-
ent-
dem
der
Herr-
Omaijaden-Dynastie,
der in der Nähe dieses

Jahr zur Verfügung gestellt hat.
ferner, daß Morgan auch i
Manuskript für das Museum sichern will.
Denn in seinem Auftrage hatte Quaritch das
Stundenbuch ersteigert. Hier hat Morgan dem
Museum auf ein Jahr das Vorkaufsrecht zu-
gesichert. — Während dieser Zeit bleiben
beide illuminierte Handschriften als Leihgaben
im British Museum zu London.

Künstlerische Eigenart
und Jurisprudenz
Immer wieder wird bei Aufträgen von
Reklamen, Illustrationen usw. die Frage der
Anerkennung oder Nichtanerkennung der
Eigenart des Künstlers akut. Vielfach kommt
es bei solchen Streitigkeiten zu keiner Eini-
gung, da weder der Künstler auf den
eigenen Stil, noch die Firma auf die ihr
wirkungskräftigsten erscheinende Art
Propaganda verzichten will. Unter
Fällen, die auf dem Gerichtsweg geklärt wer-
den mußten, ist einer besonders interessant,
weil das Kölner Oberlandesgericht
in ihm ein höchstgerichtliches Urteil gefällt
hat.
Ein Auftraggeber von Illustrationen
hatte sich auf den Standpunkt gestellt, daß
der Zweck, für den die Zeichnungen bestellt
worden waren, gegenüber der an sich be-
rechtigten künstlerischen Eigenart den Vor-
rang verdienten. Demgegenüber erklärt das
Oberlandesgericht, daß grundsäßlich die Er-
wägung maßgebend sei, ob der Künstler unter
Berücksichtigung des vor dem Abschluß des
Vertrages zwischen den Parteien Verhandelten
das erfüllt hat, was nach Treu und Glauben
von ihm zu erwarten war. Es könne keinem
Zweifel unterliegen, daß der Zeichner bei Er-
ledigung der ihm zugewiesenen Aufgabe die
ihm innewohnende
Ausdruck bringen
Natur der Sache
deren Darlegung.
gemäß selbst dann seine künstlerische Eigen-
art verwerten dürfen, wenn der Auftraggeber
seine Darstellungsweise nicht gekannt hätte.

i^chaftiidTe
Anwärtigei
1 Wir nicht

„Hier, Herr Doktor, haben Sie die r i c
Ausgabe: es ist die, in der die Fehler fa
korrigiert sind.“

Ausgrabungen im Niltal
Unter der Leitung der Professoren Otto
Rubensohn und Georg Möller ließen
die Berliner Papyrus-Kommission und die
Deutsche Orient-Gesellschaft im Niltal einen
länglichen niedrigen, dem Eingang in das
Fayum vorgelagerten Wüstenhügel ausgraben,
der ein ägyptisches, von vorgeschichtlichen
Zeiten bis nach Christi Geburt als
gräbnisstätte dienendes Totenfeld
hielt. Der interessanteste Fund in
sonst berühmten Gräberfeld war
G r a b b a u des leßten unglücklichen
schers der
Marfans II., der in der Nähe
Hügels, beim heutigen Dorfe Abusir el Meleg
auf der Flucht von seinen Verfolgern im
August 750 erschlagen wurde. Die Reste
dieses Kalifengrabes werden soeben von
Rubensohn im „Jahrbuch der Preuß. Kunst-
sammlungen“ veröffentlicht: ein ziemlich ärm-
licher, völlig schmuckloser Ziegelbau, der kaum
erkennen läßt, daß hier der Leßte der ruhm-
reichen arabischen Herrscherfamilie seine
Ruhestätte fand.
Das Interessanteste, was die Grabung zu-
tage förderte, ist eine Reihe von f r ü h i s 1 a -
mischen Bronzegefäßen in einiger
Entfernung von diesem Grabe. Das Pracht-
stück darunter, eine Kanne mit einem krähen-
den Hahn als Ausguß, gelangte bei der
Teilung der Funde ins Museum nach Kairo, wäh-
rend die schmucklosen, aber schön geformten

Als bedeutendster schwedischer Bildhauer
der Gegenwart gilt Carl Milles, dessen
neueste große Arbeit des Folkungabrunnens
auf der Kieler „Nordischen Aus-
stellung“ zu sehen war (vergl. unsere Ab-
bildung in Nr. 30, S. 7).
von ihm ist jeßt von
angekauft worden, um
schenkt zu werden —
len die Stifter ihrer
hörigkeil; zu Amerika und Schweden Ausdruck
verleihen. Es handelt sich um einen Tritonen-
brunnen mit vier Najaden, die um ein
Bassin gruppiert sind. Der Kaufpreis beträgt
rund 100 000 M.

Europäisch-Japanische
Kunstpolitik
Die kulturellen Beziehungen zwischen Ost-
asien und Europa und Amerika gewinnen
einen immer stärkeren organisatorischen Aus-
bau. Neuerdings tritt Japan und seine Kunst
für uns in den Vordergrund. Von Rom,
Venedig, Toledo ist Japan eingeladen worden,
an den Ausstellungen des kommenden Jahres
sich zu beteiligen. Auch von Amerika, und
zwar von der American Sculptor’s Associa-
tion, ist eine analoge Aufforderung ergangen.
— Von japanischer Seite wird man in
Tokio ständige Wechselausstellungen aus-
ländischer Kunstwerke veranstalten. Ferner

Conti "
Der Prinz von Conti war immer ein ,ei1 —
Verehrer des schönen Geschlechtes 0 es ^un
als er aber älter und kränklicher wurde, Wir mitt,

Italienischer Museumsbesuch
nur mit
Wir hatten in der leßten Nummer, Se’^|l
die Nachricht vom freien Eintritt bei j
Museen. Galerien und Ausgrabung55 ,
Italiens berichtet. Ganz ohne Beschränk11
der Museumsbesuch aber doch nicht.
wie wir neuesten Meldungen entnehme!1'
die Legitimation durch Paß ode'f(|((
andersartiges offizielles Dokument ge'0^
Für Ausländer erwächst hieraus freilich j
ernsthafte Schwierigkeit, denn sie "AI
dieser Bedingung ohne weiteres Folge 1
können.

Rembrandts „Danae“
Eines der Hauptwerke der Leningrader
Eremitage ist das Bild Rembrandts, das unter
dem Namen der „Danae“ geht. Es stellt einen
weiblichen Akt, wohl das Bild der Saskia,
auf dem Ruhebett dar, dessen Vorhang von
einer Dienerin fortgezogen wird. Der her-
kömmliche Name kann nicht stimmen, da der
goldene Regen fehlt, in dessen Gestalt der
Göttervater sich seiner Geliebten nahte. Eine
vielleicht zutreffendere Deutung veröffentlicht
jeßt der Moskauer Kunsthistoriker Shelley
Rosenthal in dem von E. Gall heraus-
gegebenen „Jahrb. f. Kunstwiss.“. Er greift
zurück auf das Bild des Rembrandt-Schülers
I. Boi, das in der Braunschweiger Galerie
hängt und das ein Sujet des Alfen Testaments
verwertet: Rahel,- als weiblicher Akt auf dem
Ruhebett dargestellt, erwartet Jakob, der ihr
von ihrem Vater Laban zugeführt wird. Rosen-
thal meint im Bilde Rembrandts das gleiche
Motiv zu finden. Somit würde der Titel des
Bildes etwa so zu lauten haben: „Rahel
in Erwartung Jakob s“.
Diese Auffassung, die durch Hinweise auf
einen der Dichter der Rembrandt-Zeit unter-

*
Der Dichter ^la
Ein Lastträger stieß auf der Straß®
unsanft einen Dichter. „Warte nur,“ s $
leßtere, „ich treffe dich schon ein ander
„Und was wollen Sie mir tun?“ 5
Lastträger, mit geballter Faust auf (
dringend. . uei-
„Dir ausweichen,“ erwiderte der D1®
demütig den Hut und ging.

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"lannigfa,
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m zwanzigjährige Borne i k
Kreise disputierender HerV^ 1^

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Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Eckart von Sydow, Beilin; für den Anzeigenteil: F.-E. Hartmann, Berlin, Wuiuuv«. j*“. ’nn ’ö. "
gesandte Manuskripte wird nicht übernommen. Rücksendung nur, wenn Porto beigefügt. - Druck von H. b. Hermann U. m. b. H„ Berlin SW 19.

Zacharie Birtschans^
PARIS, 88, FAUB. ST-HONOP
(en face de l’Elysee)
TÜL. ELYS. 17-02
Tableaux * Meuble^
Obj ets d’Art
Verkauf an Händl^

Hünefeld-Büste
für den Kaiser von
Wir hatten kürzlich in Nr. 31, L. t
meldet, daß das Luftschiff „Graf ZeP^
auf seiner Amerikafahrt auch die von 11 ’
Nr. 23, S. 12 abgebildete Hünefeldbüsf®, ti
Olaf Lemke transportierte. Wie wir
Pressemeldungen entnehmen, führt da5 „
schiff auch auf seiner Fahrt um die Er%J
der es am 15. August startete, einen A,!
dieser Bronzearbeit an Bord. Diesrna1 p
delf es sich um ein Geschenk, da5 j
den Kaiser von Japan bestimmt 1

¥
Börne j :
Der kaum zwanzigjährige Börne bef®a j
in einem I-- -,- .
wurde wider Willen ins Gespräch gezoö Ä
schon ältlicher Herr, der seine un0. f “
Meinung mit großer Hiße verteidigte, 1"
jungen Börne, der ihm zu widersprechen w
hatte, mit den Worten an: ^jf j
„Sie, junger Mann, Sie wagen es,
widersprechen? In Ihren Jahren war
solchen Sachen noch ein Esel.“ r
„Da haben Sie sich gut konserviert-
Börne rasch.

Bronzebecken und ■
sehen Abteilung der Berliner Museen
wiesen worden sind. Die Hahnenkanne
offenbar als Prunkgerät für die reli^r
Waschungen, und Prof. Friedrich $ j
weist nach, daß diese Bronzegefäße unteiT]i
Werken der frühislamischen MetallktinsU
rere Gegenstücke haben. Es waren die u
gen, für einen Mohammedaner unentbehr j
Geräte, die der Kalif auf seiner Flucht aü5 (
östlichen Mesopotamien mit sich führt® ,,
die ihm nach seinem tragischen Ende
seinen Getreuen in die Erde mitgegebeü .(
den, um sie nicht in die Hände seiner 1
fallen zu lassen.





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