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12

„Die Kunstauktion1

ERALL


ge-

den. Diese Ausstellung führt ihren Name” '

V

Alte Meister im Kölner Privatbesi1

B c

Die <

Künstlerheim in

Stils

Dossena in Berlin

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Nac

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*

AUSSTELLUNGEN

für ein Stilleben zuteil. Ehrenvolle Erwähnun-
gen hoben Max Beckmann, Frankfurt a. M.,
Joan J u n y e r in Barcelona und zwei Ameri-
kaner, Edw. Bruce und Jos. Pollet, hervor,

besteht. Mit der Maria auf
dem Sarkophag schwebt,
die Berliner Statue, die
erworben worden ist, und

Bild der Stadt mit
Das Ganze wirkt
und eigenartige

Verhältnis zu den sog. Busch-
noch immer ungeklärt ist. Ob
tatsächlich hier ein Bindeglied
man nach den bisherigen spär-

Es scheint, daß jeßt auch die
Galerie des Fürsten von Liechtenstein
Hauptwerke abstoßen muß. Das ist
bemerkenswert, als es sich um die
tendste Privatsammlung Mitteleuropas handelt,
die nun auch ihrerseits der Zeit ihren Tribut
zahlt. Vor einiger Zeit war es ein Jünglingsbild
von Botticelli, das in den Kunsthandel überging.
Neuerdings taucht ein Bildnis Rembrandts
in einer Bostoner Galerie auf. Es zeigt
die Schwester des Meisters, Liesbeth van Rijn,
oder, nach anderer Deutung, die Jugend-
geliebte Rembrandts im Oval, — mit vollem
Namen signiert und 1632 datiert,

An Plastiken kaufte Dr. Valentiner
Einzelwerke von Lehmbruck, Maillol und Carl
Milles, dem schwedischen Bildhauer, aus
dessen Brunnengruppe in Linköping wir die
Mittelfigur in Nr. 30 abgebildet hatten.

Wandgemälde des Grafen Luckner
Bei dem Umbau eines der hübschen kuppel-
gekrönten klassizistischen Gebäude gegenüber
dem Charlottenburger Schloß für das neue
Polizei-Institut hatte das Preußische Ministe-
rium des Innern den Berliner Maler Heinrich
Graf Luckner beauftragt, das Treppenhaus mit
Wandmalereien auszustatten. Das Werk ist
nun vollendet und zeigt in freier Komposition
Figuren, die die Treppe zu tragen scheinen,
Bäume, Tiere, Frauen und Männer, Reiter,
Ruderer, Angler — die Bekrönung hoch oben
unter der Kuppel zeigt das
der Berliner Schloßkuppel.
als reizvolle, persönliche
Schöpfung.

V. Tischler — H. Schonbauer
In der Galerie J. Casper, Berlin W10,
sind zwei interessante Kollektionen ausgestellt.

Antilopen, Strauße und Menschen dar-
gestellt sind. Auffallend groß sind die mensch-
lichen Figuren gegeben, so daß der von Felix
v. Luschan betonte Zweifel an der Urheber-
schaft der Buschmänner an den sog. Busch-
mann-Malereien von neuem wach wird, wenn
man ihre zwerghafte Kleinheit in Kontrast seßt
zu der großen Statur der Menschen, die auf
den von Armstrong entdeckten Bildern zu
sehen sind.

Prof. Karl v. d. Steinen -J-
Im Alter von 74 Jahren starb in Cronberg
i. T. Prof. Kari von den Steinen, der ehemalige
Direktor des Berliner Museums für Völker-
kunde. Anfänglich Mediziner, wirkte er an der
Charite in Berlin und ging dann zur Ethnologie
über. Große Reisen führten ihn um die Erde.
Amerika und die Südsee war sein spezielles
Forschungsgebiet. In naturkundlichen, sprach-
wissenschaftlichen, ethnographischen Werken
legte er die wissenschaftlichen Ergebnisse
seiner Forschungen nieder. Nachhaltige Wir-
kung erzielte er mit seiner Veröffentlichung
über Zentral-Brasilien. Seine leßte bedeu-
tende Publikation behandelt die Marquesas-
Insulaner und ihre Kunst.

Im Laufe dieses Monats wird man in Berlin
aller Wahrscheinlichkeit nach Gelegenheit
haben, Dossena in verschiedener Hinsicht
kennen zu lernen. Einmal ist, wie wir hören,
eine große Ausstellung seiner Arbeiten
geplant, zu deren Eröffnung er selbst nach
Berlin kommen will. — Zugleich wird die Ur-
aufführung eines Films erfolgen, den Dr.
Hans Cürlis, der Leiter des Instituts für
Kulturforschung, Berlin, mit W. Türck
in Dossenas römischem Atelier dreht. In An-
wesenheit einer Kontrollkommission machte
sich Dossena an die Arbeit, um bald archai-
sche, bald präraffaelitische Werke, bald Dinge
im Stil Veroneses oder Guido Renis usw.
zu schaffen. Man sieht ihn also mitten in
seiner Arbeit und wird sich von seiner Art des
verschiedenartigen Anpackens der so verschie-
denartigen Aufgaben ein konkretes Bild
machen können. — Sobald die Zeit usw. fest-
steht, werden wir nähere Mitteilungen ver-
öffentlichen.

Arbeiten sind aber umfangreich
auch, abgesehen von weiteren
Fragen, zu interessieren. Es
um etwa 200 friesartig aneinander

Südafrikanische Höhlengemälde
In Rhodesien hat kürzlich der Afrika-
forscher Leslie Armstrong in einer Höhle bei
Bambata vorgeschichtliche Gemälde entdeckt,
die nach seiner Auffassung, wie wir hören,
eine Verbindung zwischen der afrikanischen
und der europäischen Prähistorie bedeuten
würden. Bekanntlich sind in Spanien, Süd-
frankreich und Nordafrika Felsbilder der
paläolithischen und neolithischen Periode fest-
gestellt, eueren
mannmalereien
der neue Fund
bedeutet, kann
liehen Nachrichten nicht beurteilen. Die jeßt
entdeckten
genug, um
historischen
handelt sich
gereihte Bilder, auf denen Elefanten, Giraffen,

Antike Möbel vom 15. bis 18. Jahrhundert
Tapisserien, Plastik, Gemälde, Porzellane
altes hochwertiges Kunstgewerbe
jeder Art

Das neue Museum in Brügge
Das neue Museum in Brügge, von ein-
fachem, sachlich-strengem Äußeren, hinter dem
Musee Gruthuise gelegen, geht seiner Voll-
endung entgegen und soll im Jahre 1930 er-
öffnet werden. In diesem Bau soll die Mehr-
zahl der Hauptwerke an Malerei und Plastik,
die bisher in den zahlreichen kleinen Museen
und Gebäuden der Stadt zerstreut war, zu-
sammengefaßt werden. Vom museumstech-
nischen Standpunkt aus ist dieser Schritt
zweifellos zu begrüßen, wenngleich man sich
nicht verhehlen kann, daß gerade in Brügge
ein großer Reiz in der Verstreutheit der Haupt-
werke an verschiedenen Orten, in einer Ver-
wachsenheit mit der gesamten Atmosphäre
der Stadt, bestand.

le c't '—
„Warum biß Adam in den Apfel?“ frag,c
Schulmeister einen Bauernknaben.
„Weil er kein Messer hatte“, war die
wort.

Vergasung als
Konservierungsmittel
Zu den modernsten Mitteln der Konservie-
rungstechnik für Kunstwerke gehört seit kur-
zem die Vergasung. Das Gas dringt besser
als irgendein anderes Mittel in die feinsten
Rißen und Löcher ein. Man hat sich dies jeßt
zunuße gemacht, um der Zerstörung von Holz-
schnißereien durch den Holzwurm Halt zu

Meister von Frankfurt, Madonna mit Kind
Holz, 40 : 31 cm — Smlg. Basner, Danzig-Zoppot — Kat. Nr. 54
.Versteigerung bei Rudolph Lepke, Berlin
am 19. November 1929
Maitre de Francfort, Vierge avec l'enfant
Bois, 40:31 cm — Coll. Basner, Danzig-Zoppot — 54 du Cat.
Vente chez Rudolph Lepke, Berlin
le 19 N ovembre 1929

Barock--411 |
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^Ausstellung
Jde in ihn
U.7V.1 „u.yc-1! uic null an uc Jiinstlerisct
(Rembrandt, Rubens, J. BreU0'^eiJfsch]an<

Preisverteilung des
Carnegie-Instituts
Auf der Internationalen Kunstausstellung
des Carnegie-Instituts, von der wir in Nr. 44
berichteten, sind jeßt die Preise verteilt wor-
den. Den ersten Preis in Höhe von 1500 Dollar,
also 6300 M., erhielt Felice C a r e n a , der
Florentiner Maler, für sein Bild „Das Atelier“,
das auf einem Ruhebett ein nacktes Modell in
der Pose einer liegenden tizianischen Venus,
umringt von einer Reihe von Männern, zeigt.
Der zweite Preis wurde dem amerikanischen
Maler William J. G 1 a c k e n s für ein Badebild,
der dritte Preis dem Franzosen G. Dufrenoy

Detroit erwirbt moderne
europäische Kunstwerke
Während seines diesjährigen Aufenthaltes
in Europa hat Dr. Wilhelm R. Valentiner,
der Leiter des Museums von Detroit (U. S. A.J,
eine ganze Reihe moderner Werke erworben.
So von E. Munch das Bildnis eines
Jungen in Blau, — von Max Beckmann
ein Stilleben, — von Carl Hofer einen
Frauenkopf, — von J. E n s o r ein Stillebcn,
ferner ein Gemälde von Chirico und zahl-
reiche graphische Blätter, besonders
Holzschnitte von Fr. Masereel.

Pressezeichner
In der Modernen Galerie Wert-
heim wurde gestern, am Sonnabend, eine
Ausstellung des Verbandes der Presse-
Zeichner eröffnet, in denen sich das bunt be-
wegte Bild der Gegenwart in ernsten und
wißigen Zeichnungen, sprühend von Aktualität,
entrollt. Wir kommen auf diese Schau, die in
dieser Art zu den interessantesten Aus-
stellungen gehört, noch zurück.

Allgemeine Unabhängige
Ausstelln1^
Im Berliner Glaspalast am L e b
1 e r B a h n h o f ist am 2. November die z*,c] Man aboni

neue Bilder 111
Schonbauer'".

Marmorfigur Johannes d. Täufers
und ihr Autor
Das Kaiser-Friedrich-Museum in
Berlin besißt bekanntlich die schöne Marmor-
figur des jugendlichen Johannes des Täufers,
der an einer Honigwabe schlürft. Es ist ein
vielumstrittenes Werk, das W. v. Bode für eine
Arbeit Michelangelos aus seiner Florentiner
Jugendzeit erklärte, ohne damit einhellige Zu-
stimmung zu finden. Kürzlich veröffentlichte
nun der italienische Kunsthistoriker Carlo
Gamba im „Dedalo“ einen Aufsaß über den
1495 in Pisa geborenen Bildhauer Silvio
C o s i n i, dessen Hauptwerk, außer den
Engeln des Domes von Pisa, in dem großen
Marmorgrab des Antonio Strozzi in Sfa. Maria
Novella in Florenz
Wolken, die über
vergleicht Gamba
übrigens in Pisa
findet eine so starke Analogie in der Gesichts-
bildung und in der Schwingung des ganzen
Körpers, daß er auf den gleichen Autor beider
Werke schließt. Gamba erklärt infolgedessen
die Berliner Figur für ein Jugendwerk des
Cosini, der bis 1528 in Pisa blieb.

*
Dame: Ich bitte um das Lied Muttersee
aHein.
Gehilfe: Wünschen Sie es mit oder
Begleitung, wenn ich fragen darf? . ^i
Dame (verlegen): Ich danke, ohne! jt.|i
Begleitung steht schon draußen vor
Laden.

E. Matare
Die Galerie Ferdinand Möllerfi
Berlin veranstaltet gegenwärtig eine b
lektivausstellung von Ewald Matare. ,
Plastiken, Aquarelle, Zeichnungen und d°J
schnitte aus den leßten zehn Jahren der kii”'
lerischen Produktion Matares Sind hier '
einigt.

|9
Jahrg. lir. Nr. 45 vom 10. NovemberJ>
lahi

krn eher
Mißverständnisse . . . jer Begab
— Es gibt einfach keine Ehrlichkeit ^Jeckmann
auf der Welt. Heute ist meine Zofe 9ega^e^olde usw.
und hat meine besten Kleider mitgenon'11
— Schrecklich, welche denn?
— Gerade die, die ich mit vieler JL i
durch den Zoll geschmuggelt habe, als ick 11 ’MPRE
leßte Mal aus Paris kam.

Herausgeber und Schriftleiter: Dr. J. I. von Saxe. Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Eckart von Sydow, Berlin; für den Anzeigenteil: F r i t z- E d u a rd Hartmann, Berlin. NachdruC^y 19
mit Einverständnis unseres Verlages gestattet. — Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte wird nicht übernommen. Rücksend, nur, wenn Porto beigetugt. Druck: H. S. Hermann G. m. b. H., Berlin

Verkäufe aus der
Liechtenstein- Galerie
Wiener
einzelne
insofern
bedeu-

Hamburg
Das Haus des vor einiger Zeit
storbenen Grafen Leopold Kalkreuth ist
seinen Erben der Stadt Hamburg zum
schenk gemacht worden. Wie wir hören, beab-
sichtigt der Senat von Hamburg, dieses Haus
als Künstlerheim einzurichten, in welchem frei
schaffende Künstler eine Zeitlang sich auf-
halten können.

gjniö^
Im „Paris-Midi“ schrieb SoudaY afer
Jahre lang Sammelreferate über ‘ ’ be
Musik und Tanz. Seine Kritiken waI^5tlcrr
den Lesern ungemein beliebt, bei den Kn"
gefürchtet. Eines Tages schrieb SoudaY
den Autor eines neuen Stückes: kai’11
„Der Verfasser ist vollkommen unjjgef
doch ist das kein Umstand, der 0
würde, Begabung vorzutäuschen."

bieten. Eine Nußanwendung größeren
hat man kürzlich in Österreich gemacht,
indem man die Pfarrkirche von Kefermarkt
unter Zyklongas seßte, um den dortigen Flü-
gelaltar, ein Werk der Gotik, vor weiterer Zer-
störung zu retten. Man hat sich aber mit
dieser speziellen Aktion nicht begnügt, son-
dern aus den Kirdien der Umgegend eine
Reihe von Holzschnißereien zusammen-
gebracht, um sie der gleichen Behandlung zu
unterwerfen. Übrigens dauert die Vergasung
etwa zwei Wochen.

Victor Tischler-Paris zeigt
Handzeichnungen. Henry juiunuu«-
York stellt zum erstenmal plastische
aus. Die Ausstellung ist gestern erb'
worden.

Renaissance und Barock
Im Kölnischen K u n s t v e r e i n
Prof. Dr. Brinckmann, gemeinsam mit Pr.(
Witte vom Schnütgen-Museum und DirC1'
W. Klug, eine Renaissance- und 1
Stellung aus Kölner Privatbesiß
gestellt. Die Schau erweist, daß in den <Jr°
ren Kölner Sammlungen (von Schnißlef, '
Guilleaume, von Mallinckrodt, von
Scheibler, Seligmann, Ottmar Strauß,
Strack, A. Lindgens, J. Stocky, von Sehr0“
u. a.) außer dem Mittelalter auch die spä*ej
Epochen ansprechend, zum Teil sehr gut v j
treten sind. Bilder überwiegen. K"11’-
gewerbe, das auch in einigen Stücken du A
(Sessel, Chorgestühl, Plastik u, a.), soll sP
einmal gesondert gezeigt werden. Unter
Gemälden überwiegen die Holländer
VI am en ( __ _
A. de Bruyn, Cornelis Decker, Jan Fyt, Jan ' Jhder hab<
Goyen, M. Hobbema, Nicolaus Maes, I- berliner Se
Ruisdael, I rans Snyders, David Teniers ll- Rangige Ai
Italien ist durch eine voll klingende La jfforten ge
schaff des Alessandro Magnasco, durch e ('offen, daß
pompöse venezianische Strandidylle des °Aellungen t
Piazzetta, durch einen besinnlichen, einfäHf^Aoduktivit
gemalten Longhi (Im Antiquitätenladen), ellJernie ebe
rauschhalf verklärten D. Ricci (Apothc0
knapp, aber gut repräsentiert. Rembra"Aiinstlerisct
Alter Rabbiner aus der Sammlung Aollektione
Schnißler ist bekannt. Köstlich ist die b-Jitiben aber
szene von Januarius Zick. Die
kultivierte Malerei des Reynolds
einem Damenbildnis. Eine Ansicht
des Lucca Carlevaris zeigt die
auf, die zu Canaletto führt. L
Schau manch schöne Einzelheit.

Zacharie BirtschanskY
PARIS, 88, FAUB. ST-HONOR^
(en face de l’Elysee)
TßL. ELYS. 17-02
Tab le aux * MeubleS
Obj ets d’Art
Verkauf an HändDr

MALMEDE s GEISSENDÖRFER
KÖLN a. Rh.
Unter Sachsenhausen 33

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von Yef1, Jieten im g
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So bietet & gewä'
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UNTER KOLLEGEPt”“^

große Schau der „Unabhängigen“ eröffnet Pariser Bi
den. Diese Ausstellung führt ihren Name11 1 la9 bis D
sofern mit Recht, als es bei ihr keine eiöU1 Deutsche
liehe Jury gibt; es wird nur eine Plaßgeb11. BerlinW8
von 6 M. erhoben, für die jeder Einsender 01
hängen kann, was er will. Wir werden 1)0
diese Ausstellung noch berichten.
 
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