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Räucherung bey ansteckenden Krankheiten vortheilhast be-
kannt gemacht hat. — Ich muß hier noch erwähnen, daß
bey Ausführung- jener Apparate der geschickte Mechanikns
Müller treffliche Dienste leistete, daß die Zeichnungen
dazu (sie waren ausgestellt) von Brühl mit großer Ge-
nauigkeit entworfen, und von Dalbon u. a. mit vielem
Fleiße in Kupfer gestochen wurden.

Aus dieser fluchtigen Uebersicht ergibt sich, wie viel die
seit 34 Jahren bestehende Kunst- und Zeichnungs-Schule
an geschickten Künstlern theils schon gebildet hat, theils
noch zn bilden beschäftigt ist. Die Zahl der letzter», begreift
nicht weniger als lyz Zöglinge, nämlich 55 in Figuren
und historischen Gegenständen, 74 in Landschaften, Blu-
men :c. rc. und 64 in Architektur-Verzierungen, Modellen
rc. Diese Anstalt besteht rein durch patriotisches Zusam-
menwirken mehrerer hiesiger Kunstfreunde, und verdankt
ihre Fortdauer grvßentheils den uneigennützigen Bemühun-
gen und der reinen Kunstllebe ihres Direktors, welcher mit
seinen Kollegen unermüdbar thätig an Erhaltung und Ver-
vollkommung der Schule arbeitet. Sie ertheilen den Un-
terricht auf folgende Art: In Figuren, der Direktor,
Hr. L 0 renz Rugendas, und die Herren Paul The-
lvt (ein Nachkomme des in der Kunstgeschichte Augsburgs
vom löten Jahrhundert so berühmten Thelots) und Ia-
kob Laminit; in Landschaften, letztere Beyde; in Archi-
tektur und Verzierungen die Herren Hauer und Häwel.
Das Oekonvmische der Anstalt wird uncntgeldlich von einem
Ausschüsse, bestehend aus den Herren Trvlsch, Höschel,
Fröschle und Walch besorgt. Diese gemeinnützige An-
stalt war bereits so glücklich, die Aufmerksamkeit der höch-
sten Behörde ans sich zu ziehen, und darf nun einer freudi-
geren Zukunft entgegen sehen. —

Ich habe am Eingänge gesagt, daß selbst bey Bürgern, welche
einer andern Beschäftigung obliegen, sich ein gewisser Kunst-
sinn offenbare; ich will davon einige Beyspiele anführen.
Der Schuhmacher-Meister Braun verfertigt mechanische
Hände und Füße, die schon manchem Verwundeten den
Verlust seiner Gliedmassen ersetzten, und wegen ihrer sinn-
vollen Einfachheit merkwürdig sind. Der oben erwähnte
Schreiner-Meister Schmidt zieht!in seinem Hosraum,
in der Stadt, 600 Spiel - Arten edler Fruchlbäume in
Gefäffcn, die er größtenteils selbst durch wohlberech-
nete Kopulirung erzeugte. Der ehrwürdige Pfarrer,
Aloys Gleich, verwendet seine Muse auf Gipsab-
güsse von erhobenen Arbeiten geistlichen Inhalts, denen
er einen alabaster-ähnlichen Firniß zu geben weiß, und von
Münzen und Medaillen, die er mit Gold oder Silber
überzieht. Auch hat er sich eine Sammlung von Ercmpla-
ren aller Baumarteu in Bücherform angelegt; die Rinde

bildet den RstckküHolzplatten die Seitcnkeckel; im §«-
nern findet man Blätter, Blüthe, Samen, Frucht, nebst
den aus den Bäumen sich anshaltcnden Insekten. Der
Wachsmacher Sieber poussirt ungemein schöne Früchte
und kleine Figuren in Wachs, und gießt nach Modellen vom
antiken Schnihwerken.

DerTanzmeistcr Li pp ich erfasste den Gedanken, berühm-
te Gemählde in Gruppen von Wachsfiguren in Lebensgröße
nachznbilden, und machte darin mit dem Abendmahle von
Leonardo da Vinci einen gelungenen Anfang. Er ist ge-
genwärtig damit auf Reisen.

So ungünstig die Zeiten für die Kunst sind, so erkaltet
doch nicht der Muth unsrer Kunstverwandten zu Unterneh-
mungen im Gebiete derselben. Die Martin Eng el-
brech t'sche Kunsthandlung hat de» Kunstverlag des im Fa-
che der Thierzeichnung |fo berühmt gewesenen I. Elias
Riedinger an sich gebracht, dessen großes aus 127 Blät-
tern bestehendes Original-Thicrwerk noch immer einzig im
seiner Art ist. Seine herrlichen Kunstwerke (und in seinem
Nachlasse wurden so eben vier zn seinen schon aus 28 Blat-
tern bestehenden Versteh
niedere Wild mit V E-
zu fangen, gehörige, ti=_2
gefunden) werden nun iv E
scher Thiere und JaE"^
den. Aehnliches wird mit E-^
und Christian Ru genE^

Handlung deö Lorenz RE ^

Die obengenannte Engel E^
muthig das große Kupfer» =-
geschichte fort, wovon scho iE °
wozu gegenwärtig Hofrath E
gegen sehen wir noch imn =-
Zeit von unserm geschickte! E_O
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mit Dr. Juch bereits 2.'e"
gesellte sich aus Liebe zum E-5*

Mitbürger, Kleidermachc E.
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Groß ist die 'Zahl de E-
aber ihr regeres Leben k> - -0
Zeit erwarten, in welche, E
genblicks nicht so laut seil ET
es manche unscheinbare e E-^

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land und nach Italien mi E ^
dadurch eine ziemliche piE~
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