Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 16.1881

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Jnserate,

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Bekaimtmachnng.

Zum 1- Zlpril 1882 hat die Fricdrich Eggers-Stiftung ;ur Föt'dkrNllg örr Küilstk Mlö tlllllü'

wisleillchnttm in Berlin über 500 Mark zu Stipendien zn verstigen, welche nach Maßgabe fvlgender Para-
graphen des Statuts der Stiftnng verliehen lverden.

tz I' Der Zweck der Stiftung ist, zur Förderung der
Kunst und Kunstwissenschasten beizutrageiu

Z 2. Dieser Zweck (K 1) soll erreicht werden durch Ver-
leihung von Stipendien an Solche, welche eine Kunst, eine
kunstverwandte Technik oder Kunstwissenschaften erlernen oder
betreiben, und zwar unter näheren folgenden Bestimmungen:
u. Der Stipendiat soll wenigstens ein Jahr auf der könig-
lichen Kunst- oder Bau- oder Gewsrbeakademie, odsr
tlniversität zu Berlin studirt haben.
b. Er soll sich durch eine hervorragende, nach seinem Lei-
stungen auf seinem Berufsgebiets zu beurtheilende Be-
gnbung auszeichnen.

o. Bei völliger Gleichberschtigung von Konkurrenten sollen
Mecklsnburger einen Vorzug erhalten. —

Z 4. Für die specielle Verwendung dss Stipendiums
Seitens des Stipendiaten ist in jedem besonderen Falle bs-

sondere Bestimmung zu treffen (beispielsweise zu einer Reise,
zur Beschaffung anderweitiger Bildungs- und Unterrichts-
mittel, zur Herausgabe kunstwissenschaftlicher oder Herstsllunff
künstlerischer, namentlich monumentaler oder kunsttechnischer
Werke u. s. w.), und den Stipendiaten die bestimmte Ver-
wendung aufzuerlegen.

K 5. Der Minimalsatz eines Jahresstipendiums soll 5VU
Mark betragen. Die Verleihung eines Stipendiums an einen
und denselben Stipendiaten für mehrere Jahre, sowie Ver-
leihung mehrerer Stipendien in demselben Jahre an verschie-
dene Stipendiaten ist zulässig.

tz 8. Bei dsr Verleihung von Stipendisn ist in erster
Linie ein Wechsel dahin zu beobachten, daß nach einander
l) ein Kunstgelehrter, 2) ein Architekt, 3) ein Bildhauer, 4) ein
Maler, 5) ein Gewerbetechniker zum Bezug eines Stipen-
diums gelangt.

Geeignete Bewerber werden hierdurch aufgefordert, unter Bescheinigung ihrer Qualisikation ihre Anträgc
bis zum 1. Februar 1882 bei einem der Mitglieder des unterzeichneten Kuratoriums der Stiftung einzureichen.

Die Bewerbungen werden bei der gegenwärtigen Verleihung in nachstehender Reihenfolge der ß 6 (oben)
angegebencn Kategvrien berücksichtigt: in erster Linie Nr. 5 und dann folgend Nr. 2. 3. 1.4. —

Berlin, den 21. Mai 1881.

Das Kuratormm der Friedrich Eggers-Stistung

zur Förderuilii der Künste imd Kuilstwi'sscnichliftcn.

Prof. ve. M. LazaritS, Vorsitzender,

ITvV. Königsplatz 5 x.

I. Schwl'chten, vr. K. Zöllner.

Ücgicriiilgs-üaiimcijlcr, Gch. llcgicrmigsriiih u. Lelireinir dcr A.lilidc>iiic dcr Liiiihc,

VV. Lützowstraße 68. 111. IV. Matthäikirchstraße 16 lll.

W. von Lepek,

tjllllpilMIIIII,

in Prenzlau, Rgbez. Potsdam.

Karl' Kggers vr.,

Aciuiisr m 2.

IV. Auf dem Karlsbade 11

0l^0llI01H6 Uol8t6IFV61'1c6

clor monumsntulon Lunst in Italisn.

Ilorau38(o^oboii VOI1 6ii.urrt.t1i n. Küliter 1u Iluunovor.

In 6rri6lit1irniä 250 U. Liu Llritt oinrsln 18 Dl.

Lin IcüustloriLoli rius^otülirtoKl'rLolitivorlc inI'rr.rboulZruelc.
lu riusZsrst L?otrouorVVioäi-r§u1)s 12 üor t'rirboniiriieliti^stsn
Uonuuisnts Itri1lou8 fLixtiu. Xuiiolls, 1t.it'ris1'8eiis 6o§ßsisn,
^storslcileiis !u Itow, 8aLl ässvoßsonxrilristss iu Vsnsäi^, kibliotkslc in 8'isua,


7;riü m xrLr Inei 8 L n elrlmnä In uZ.

l6)

Knnst-Aussteltungen.

Die vsreinigten Kunst-Vereine in Allftsburg, Stuttgart, Wiesbaden,
Würzburg, Fürlh, Rürnberg, Bainbcrg, Bnl>re»tli und RegcnSburg veran-
stalten, wie bisher, in den Monaten Ianuar bis Ende Aezemöer 1881
gemcinschasttiche, permancntc Ailsstcilnngen unter den bekannten Bsdingungen
für die Einsendungen, von welchen hier nur diejenige hervorgehoben wird, dah
alle Kunstwerke von Nord- und Wsst-Deutschland nach Wiesbade», von
Oesterrsich nach Regeilsburg, vom Süden und aus München nach Augs-
burg einzusenden sind, und vorstehenden Turnns vor- oder rückwärts
zu durchlaufen haben.

Die verehrlichen Herren Künstler werden daher zu zahlreicher Einsendung
ihrer Kunstwerke mit dem Bsmerken eingeladen, vor Einsendung von größeren
und wsrthvollpren Bildern, unter Anzeige ihres Umfanges und Gewichtes, ge-
fällige Anfrage stellen zu wollen. (4)

Regensbürg im Dezember 1880.

Im Uamca iler iierlmmlimeii bcrciiie: ilcr Kttttstbereitt Regkttsbttt'g.

^.nlilcs urict moäsrns

kiläwei'Iie

Lczcxs nnä LlksnlisiriiiiasZS.

I»n8t,-. I'itiis-OittnIoK; 1881

inil 110 ilbdilclnnAsri xeatis.

IkSL'lii», »ntsr clvnI-icxlsnXr. 12.
»ilälmnsr u. liunstvsrlsAsr —
Oz-psAissssrsi. (5)

VerlaZ von k. 8eemann in Ueipriff
Zoebeii ersclciev:

Die ^.ntilren

in den 8tietien

IVlÄrLLrltons

I^§08tiu0 Vene/iano'8 und iVlureo Deute's

Henr^ Dkcicle.

Nit 4 Hslio^ravUren. 40. I>re!s 4 L»-.

tsierzu eine Leilage von paul lleff in Stuttgart.

Redigirt unter Vsrantwortlichkeit des Verlegsrs E. A. Äeemami. — Druck von Hundertstund L Pries in Leipzig.
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