Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — N.F. 9.1898

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WETTBEWERB
UM ORIGINALE WERKE GRAPHISCHER KUNST

Die Verlagsbuchhandlung Seemann & Co. in Leipzig schreibt für die „Zeitschrift für bildende
Kunst" (Herausgeber: Dr. Richard Graul und Dr. Ulrich Thieme) einen Wettbewerb um

originale Werke graphischer Kunst

aus und hat dafür folgende Preise ausgesetzt, die unter allen Umständen ungeteilt ausbezahlt werden sollen:

I. PREIS: 500 MARK

II. PREIS: 300 MARK

III. PREIS: 200 MARK.

Verlangt werden originale Werke in beliebiger technischer Ausführung (Holzschnitt, Radirung,
Lithographie, diese auch mit mehreren Steinen) in einer, dem Formate der Zeitschrift für bildende Kunst
(25x34 cm) entsprechenden Grösse (Maximalbildgrösse 17 cm breit x 24 cm hoch). Die Wahl des
Gegenstandes ist freigestellt, doch dürfen die eingesandten Arbeiten noch nirgends veröffentlicht sein.

Die Einsendung hat bis spätestens zum 1. April 1898 anonym an die Verlagsbuchhandlung von
Seemann & Co. in Leipzig, Gartenstrasse 17 zu geschehen. Von jeder Arbeit sind zwei Probedrucke
(uneingerahmt), nur mit Kennwort versehen, einzuschicken; es ist ein verschlossenes Couvert beizulegen,
das aussen das Kennwort trägt und innen den Namen und die vollständige Adresse des Urhebers enthält.

Die Jury tritt noch im Monat April 1898 zusammen; das Ergebnis des Wettbewerbes wird
öffentlich bekannt gemacht. Alle dazu eingesandten Drucke gelangen mindestens 8 Tage lang zur öffent-
lichen Ausstellung in Leipzig.

Durch die Preisverteilung werden die Originalplatten bez. Steine und Probedrucke ausschliess-
liches Eigentum der Verlagsbuchhandlung von Seemann & Co. in Leipzig.

Die käufliche Erwerbung einer grösseren Anzahl Platten ist in Aussicht genommen.

Das Preisrichteramt haben ausser den Herausgebern und den Verlegern der Zeitschrift für
bildende Kunst folgende Herren freundlichst übernommen:
Professor Otto Eckmann in Berlin,
Professor Max Klinger in Leipzig,
Professor Carl Koepping in Berlin,
ALax Uebermann in Berlin,

Professor Dr. Theodor Schreiber, Direktor des städt. Museums in Leipzig,
Professor Dr. v. Tschudi, Direktor der Königl. Nationalgalerie in Berlin,
Dr. Julius Vogel, Custos am städtischen Museum in Leipzig.
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