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Kunstgeschichtliche Gesellschaft zu Berlin [Editor]
Kunstchronik und Kunstmarkt: Wochenschrift für Kenner und Sammler — 56.1920/​1921 (April-September)

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Nr. 33
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Sydow, Eckart von: Afrikanische Holzbildwerke im Leipziger Museum für Völkerkunde: Versuch einer Scheidung nach Stilprovinzen
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https://doi.org/10.11588/diglit.36987#0121

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Afrikanifche Holzbildwerke im Leipziger Mufeum für Völkerkunde

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Tagen?) wohnt der kleinen Sitzfigur inne, die den großen Kopf auf beide
Arme ftützt,- hier aber öffnet fich das Auge nicht fo voll, fondern das obere
Lid deckt den Oberteil des Augapfels. — Weniger vollendet ift die DoppeL
figur des auf den Schultern feines Sklaven reitenden Kriegers <wohl eines
Häuptlings), der Beil und Bogen und Pfeil in feinen Händen hält/ das Holz
ift rot gefärbt, die Augen beider Neger fchauen weiß und groß nach vorn,
— nur der Träger fcheint auf dem Kopfe etwas tätowiert.
Zwifchen diefen drei großen Innegebieten Afrikas und dem Meere zieht
fich im Welten ein fchmalerer Küftenltreifen hin. Seine Kunltübung untere
fcheidet fich von der eigentlich afrikanifchen Art durch die farbige Buntheit
der Werke. Die Frage, ob folche Farbfreudigkeit auf europäifchen Ein-
fluß oder merkantile Erwägungen <farbige Arbeiten geltatten höhere Preife!)
oder auf urfprünglichen Farbfinn zurückzuführen ift, läßt fich wohl fchwer
entfcheiden und intereffiert ja auch zunächlt den Kunlthiltoriker, der vielleicht
an den Unterfchied venezianifcher und feltländifch-italienifcher Malerei denkt.

Abb. 5

Kongo

H. 25 cm

Abb. 6

Loango H. 39 cm
 
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