Der Kunstmarkt
Wochenschrift für Kenner und Sammler
Herausgegeben u. verlegt von E. A. SEEMANN, Leipzig, Querstrasse No. 13
na na na na rej iw nu na Beiblatt der Zeitschrift für bildende Kunst nananunafiufiunufsj
I. Jahrgang
1903/1904
Nr. 9. 4. Dezember
Der Kunstmarkt erscheint am Freitage jeder Woche und kostet 4 M. jährlich. Bei Bezug unter Kreuzband, direkt von der Verlagsbuchhandlung,
beträgt der Jahrespreis 6 M. Abonnenten der Zeitschrift für bildende Kunst erhalten den Kunstmarkt kostenfrei. Anzeigenpreis 30 Pf. für die ein-
spaltige Petitzeile. Redaktionsschluß Montag früh.
In nächster Zeit finden die folgenden wichtigen Auktionen statt:
Datum
2.-4.
Dez.
Berlin:
Datum
Paris:
R. Lepke. Japan. Kleinkunst.
4. u. 5.
Hotel Drouot Salle No. 7. Collektion
Dez.
J.—L. Soulavie 1. Estampes fran^aises du
10. Dez.
Frankfurt a. M.:
XVIIIe siede.
A. E. Cahn. Münzsammlung Hugo Ruff-
7. Dez.
Hotel Drouot Salle No. 7. Alte Meister.
u. ff.
Cottbus.
*8.-10.
R. Bangel. Sammlung Lorenzo Eyssen
Levallois-Perret bei Paris:
Dez.
und E. Sariot (Etnogr. Gegenstände).
London:
II. Dez.
128 Rue du Bois. Versteigerung der
Skulpturen des Schlosses Montal.
II.—15.
M. M. Sotheby, Wiltkinson et Hodge.
Dez.
Bücher und Manuskripte.
16.—19.
M. M. Sotheby, Wiltkinson et Hodge.
Wien:
Dez.
Bibliothek Walter Sneyd.
*9.-12.
E. Hirschler & Co. Alte und moderne
München:
Dez.
Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen (Nachl.
C. Schweninger sen.).
*7. Dez
H. Helbing. Alte Meister.
*11. Jan.
Gebr. Egger. Italienische und deutsche
*14. Dez.
Dr. J. Hirsch. Ungarische Goldmünzen.
1904.
Medaillen.
Über die mit Sternchen versehenen Versteigerungen ist im Anzeigenteile dieser
Nummer näheres zu finden.
NEUIGKEITEN VOM KUNSTMARKTE
H. Helbing, München, versandte in diesen Tagen
einen stattlichen illustrierten Katalog über eine Anzahl
alter Ölgemälde, die aus verschiedenem Besitze stammen
und am 7. Dezember zum Verkauf gelangen. Beim Durch-
mustern der Abbildungen und Künstlernamen kommt man
aber zu dem Schlüsse, daß bei manchem Gemälde die
Notiz: die Künstlernamen sind nach Angabe der bisherigen
Besitzer beibehalten, zu beachten ist. So ist z. B. Gentile
da Fabriano unschuldig am »Heil. Georg« (Nr. 28), da
dieses Bild schon aus der Abbildung als eine charakte-
ristische Arbeit des sienesischen Fälschers Giugni zu
erkennen ist. — Aber es fehlt auch nicht an einigen
interessanten Gemälden, z. B. (Nr. 3) die Anbetung der
Hirten von Bassano, (Nr. 6) die Landschaft unter dem
Namen des Herri de Bles, (Nr. 11) Heilige Familie von
Bugiardini, mit schönem, offenbar originalen Rahmen,
ferner (Nr. 15 u. 16) Venetianische Ansichten des Canale
und vier solche (Nr. 39) von Guardi, (Nr. 21) Ecce
homo von Cranach, etwas blutrünstig, aber sehr sorg-
fältig gemalt, vielleicht identisch mit dem verschollenen
Ecce homo, das der Kunstgelehrte Dr. E. Foerster in den
vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts besass.
Eine bedeutende Versteigerung von Japan-Stücken
steht für den 8. Februar in Paris bevor. Die Sammlung
des verstorbenen Amateurs Charles Gillot wird bei Bing
unter den Hammer kommen. Einer der angesehensten
deutschen Kenner, der die Sammlung gesehen hat, be-
zeichnet sie uns als von unübertroffener Qualität. Der
Katalog erscheint in 14 Tagen.
Daß es die Leiter des Louvre hie und da bei ihren
Einkäufen für das Museum an der nötigen Vor- und
vielleicht auch an der wünschenswerten Einsicht fehlen
Wochenschrift für Kenner und Sammler
Herausgegeben u. verlegt von E. A. SEEMANN, Leipzig, Querstrasse No. 13
na na na na rej iw nu na Beiblatt der Zeitschrift für bildende Kunst nananunafiufiunufsj
I. Jahrgang
1903/1904
Nr. 9. 4. Dezember
Der Kunstmarkt erscheint am Freitage jeder Woche und kostet 4 M. jährlich. Bei Bezug unter Kreuzband, direkt von der Verlagsbuchhandlung,
beträgt der Jahrespreis 6 M. Abonnenten der Zeitschrift für bildende Kunst erhalten den Kunstmarkt kostenfrei. Anzeigenpreis 30 Pf. für die ein-
spaltige Petitzeile. Redaktionsschluß Montag früh.
In nächster Zeit finden die folgenden wichtigen Auktionen statt:
Datum
2.-4.
Dez.
Berlin:
Datum
Paris:
R. Lepke. Japan. Kleinkunst.
4. u. 5.
Hotel Drouot Salle No. 7. Collektion
Dez.
J.—L. Soulavie 1. Estampes fran^aises du
10. Dez.
Frankfurt a. M.:
XVIIIe siede.
A. E. Cahn. Münzsammlung Hugo Ruff-
7. Dez.
Hotel Drouot Salle No. 7. Alte Meister.
u. ff.
Cottbus.
*8.-10.
R. Bangel. Sammlung Lorenzo Eyssen
Levallois-Perret bei Paris:
Dez.
und E. Sariot (Etnogr. Gegenstände).
London:
II. Dez.
128 Rue du Bois. Versteigerung der
Skulpturen des Schlosses Montal.
II.—15.
M. M. Sotheby, Wiltkinson et Hodge.
Dez.
Bücher und Manuskripte.
16.—19.
M. M. Sotheby, Wiltkinson et Hodge.
Wien:
Dez.
Bibliothek Walter Sneyd.
*9.-12.
E. Hirschler & Co. Alte und moderne
München:
Dez.
Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen (Nachl.
C. Schweninger sen.).
*7. Dez
H. Helbing. Alte Meister.
*11. Jan.
Gebr. Egger. Italienische und deutsche
*14. Dez.
Dr. J. Hirsch. Ungarische Goldmünzen.
1904.
Medaillen.
Über die mit Sternchen versehenen Versteigerungen ist im Anzeigenteile dieser
Nummer näheres zu finden.
NEUIGKEITEN VOM KUNSTMARKTE
H. Helbing, München, versandte in diesen Tagen
einen stattlichen illustrierten Katalog über eine Anzahl
alter Ölgemälde, die aus verschiedenem Besitze stammen
und am 7. Dezember zum Verkauf gelangen. Beim Durch-
mustern der Abbildungen und Künstlernamen kommt man
aber zu dem Schlüsse, daß bei manchem Gemälde die
Notiz: die Künstlernamen sind nach Angabe der bisherigen
Besitzer beibehalten, zu beachten ist. So ist z. B. Gentile
da Fabriano unschuldig am »Heil. Georg« (Nr. 28), da
dieses Bild schon aus der Abbildung als eine charakte-
ristische Arbeit des sienesischen Fälschers Giugni zu
erkennen ist. — Aber es fehlt auch nicht an einigen
interessanten Gemälden, z. B. (Nr. 3) die Anbetung der
Hirten von Bassano, (Nr. 6) die Landschaft unter dem
Namen des Herri de Bles, (Nr. 11) Heilige Familie von
Bugiardini, mit schönem, offenbar originalen Rahmen,
ferner (Nr. 15 u. 16) Venetianische Ansichten des Canale
und vier solche (Nr. 39) von Guardi, (Nr. 21) Ecce
homo von Cranach, etwas blutrünstig, aber sehr sorg-
fältig gemalt, vielleicht identisch mit dem verschollenen
Ecce homo, das der Kunstgelehrte Dr. E. Foerster in den
vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts besass.
Eine bedeutende Versteigerung von Japan-Stücken
steht für den 8. Februar in Paris bevor. Die Sammlung
des verstorbenen Amateurs Charles Gillot wird bei Bing
unter den Hammer kommen. Einer der angesehensten
deutschen Kenner, der die Sammlung gesehen hat, be-
zeichnet sie uns als von unübertroffener Qualität. Der
Katalog erscheint in 14 Tagen.
Daß es die Leiter des Louvre hie und da bei ihren
Einkäufen für das Museum an der nötigen Vor- und
vielleicht auch an der wünschenswerten Einsicht fehlen


