Kunstmarkt: Wochenschrift für Kenner u. Sammler — 8.1911

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DER KUNSTMARKT

299

Von der Versteigerung der Biblio-
thek Hoe in New York (vgl. Kunstmarkt
Nr. 29) werden folgende Resultate der
Frkf. Ztg. per Kabel gemeldet (ausführ-
licher Bericht wird von uns später ver-
öffentlicht werden): DieGutenberg-Bibel
wurde für 50000 Dollars (also ca 210000
Mark) von dem kalifornischen Milliardär
Huntingdon erstanden, was der höchste
für eine Bibel je erzielte Preis ist. Der
nächsthohe Preis wurde für den Mainzer
Psalter von 1493 gezahlt, welcher 24750
Dollars brachte. Das erste Angebot
auf die Qutenberg-Bibel belief sich auf
10000 Dollars, dann trieben vier Bieter
einander bis auf 31000, worauf nur der
Vertreter Huntingdons, sowie der Stra-
ßenbahnmillionär Widener noch boten.
Auch sonstige Nummern erzielten gute
Preise: Berneres »Book of Albans«
brachte 12000 Dollars, Augustins »De
Civitate dei« (Venedig 1470) 27000 Dol-
lars. Das »Narrenschiff« vom Jahre
1509 erzielte den Betrag von 1825 Dollar;
für eine Romanze Lucien Napoleons an
Madame Juberthon wurden 1725 Dollar
gezahlt; mehrere Boccaccios aus dem
Jahre 1476 brachten 1000 bis 7000 Dol-
lars, für drei Manuskriptblätter Robert
Burns’ wurden 1625 Dollar und für
Blakes ersten Druck von Miltons »Justify
ways of god« 9000 Dollar gelöst. Blakes
»Marriage, heaven, hell« ging für 3500
Dollar und die Kilmarnock-Ausgabe von
Burns’ Werken für 5800 Dollar weg;
»Cleriadus etMeliadice« wurde für 8600
Dollar und eine Homer-Übersetzung
aus dem Jahre 1598 für 3000 Dollar er-
standen.

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