Kunstwart und Kulturwart — 36,1.1922-1923

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2. Kreife ziehenö

Aöer -er Hinriirel hcrt kein Tor, -arein wir gehen können.

Aöer öer Hiinnrel hcrt kein' LZalt, öaran wir Araft gewönnen.
Aber öer Gott irn!L?inrnrel kennt nicht Untergang noch Aufgang.
Unö für öie Lwigkeit bin ich zu eng gefatzt. Wehe.

3. Sturz

So will ich nreinen Leib zur Lröe werfen
unö Gottgenreinfchaft öurch öen Toö ersteigen.
bZinab. Hinab.

O Blut in nreinenr Herzen.

O Schrei zerrißner Luft an nreinen Ohren.

O Sturz, O Blut, O Toö.
Unö Schweigen.

O

Die fternenlofen Nächte

wie finö öie sternenlofen Nächte schwer!

Gs troxft inr Laub. Die Hunöe fchlagen an.
Die LNöröer flüstern -ie geheinre Sxrache.

O Gott, nrein Liebster küstt ein frenröes weib.

Oie Iünglinge unrwinöen nrich . .

Die Iünglinge unrwinöen nrich nrit Uetten,
foöatz ich bei ihnen bleiben nrutz.

Aber öes Abenös, wenn ich nrüöe bin,
fallen nrit nreinen Uleiöern öie Uetten
nrachtlos rafchelnö, ein welkes Gewinöe,
unö nrein Leib steigt rein unö glatt
unö nreine Seele steigt unberührbar hervor.
Unö wie fich nrein Leib öenr Schlafe hingibt,
sich löst unö wohlfanr beruhigt,
fo finkt nreine Seele vergehenö in öeine Seele,
ferner Geliebter,
unö ruht

unö träunrt

bei -ir

Aus Airgust Stramms Liebesgedichten ^Du"

Aieöe

Meine Schwäche hält fich nrühsam
An öen eigenen b)änöen
Ulit nreinen Uräften
Sxielen öeine Unöchel
Fangeball!

In öeinenr Schreiten knistert
Hin

Mein Denken
Unö

Stirbt

Mein letztes will!

Dein Hauch zerweht nrich
Schreivoll in Derlangen
Uühl

Uränzt öein Tänöeln
In öas LZaar
Sich

Lächelnö
Meine Oual!

Dir inr Auggrunö

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