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Kurpfälzer Jahrbuch: ein Volksbuch über heimatliche Geschichtsforschung, das künstlerische, geistige und wirtschaftliche Leben des Gebietes der einstigen Kurpfalz — 5.1929

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Walter, Friedrich: Karikaturen
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https://doi.org/10.11588/diglit.41982#0023

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Friedrich Daniel Bassermann in seinen Denkwürdigkeiten erzählt, nahm der
herbeigerusene Polizeibeamte Anstand, den Gefangenen zu übernehmen.
Mathh beruhigte ihn durch die Versicherung, daß er selbst die Verantwortung
für die Verhaftung trage. So groß war die Aengstlichkeit der Beamten, daß
das Karlsruher Stadtamt schon wenige Stunden nachher nahe daran war,
Fickler wieder frei zu geben.
In der Erklärung, die Mathh dem Mannheimer Gemeinderat über diesen
Schritt gab, behauptete er, urkundliche Beweise erhalten zu haben, daß Fickler


Verhandlungen gepflogen habe, die einen bewaffneten Einfall in Baden be-
zweckten. „Diese Handlung ist Landesverrat; jeder Bürger, welcher davon
Kenntnis erhält, hat die Pflicht, solchen Verbrechen entgegen zu treten, und
diese Pflicht habe ich erfüllt, indem ich Herrn Fickler verhaftete . . ."
Diese Tat, die Mathh den Republikanern für immer verhaßt machte, rief
ungeheure Erregung hervor, ganz besonders in Mannheim, wo die Bürger-
wehr Mathh vor den Sensenmännern schützen mußte, als er vom Rathaus-
balkon herab erklärte, er habe nur seine Bürgerpflicht erfüllt und werde sie
in jedem ähnlichen Falle erfüllen, sollte es ihn auch sein Leben kosten. Anser
Bild, das von der lithographischen Anstalt Cd.Gust.May in Frankfurt heraus-
gegeben wurde, läßt nicht viel von diesen stürmischen Tagen ahnen. Mathh
in der Aniform eines Polizeibüttels ergreift mit beiden Händen den vor ihm

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