Lustige Blätter: schönstes buntes Witzblatt Deutschlands — 16.1901

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Wcst-Oestüeher Thespiskarren,
(xj Mascagni hat wieder eine
Oper komponirt, die aiiem An-
schein nach in Turin inr erstes
Fiasco erleben soii. Grosse
Schwierigkeit verursacht die Be-
setzung; die Sänger, die in den
letzten Mascagni'schen Opern
mitgewirkt haben, weigern sich
nämiieh aufzutreten, da sie be-
fürchten,wegen gewerbsmässigen
Unglücksspiels verfolgt zu
werden.
o°o Der Uebersetzer der
„Orestie" von Aischyios, Herr
v. Wilamowitz-Möllendorf, hat
soeben mit dem Direktor des
Schauspielhauses von Buxtehude
einen Vertrag unterzeichnet.
Darin wird Herrn v. Wilamowitz
das Doppelte der Tantiemen zu-
gesichert, die der Autor der
Orestie erhalten wird. So lukrativ
gestaltet sich heutzutage das
Uebersetzen.
A Der Kaiser von Japan hat
beschlossen, die Landesbühne
zu reformiren und sie besonders
der Europäischen Produktion zu
öffnen. Als man daran ging, das
Repertoire festzusetzen, erklärte
er: gebt hier „Was Ihr wollt",
nur nicht, — also sprach der
Mikado — nur nicht den
„Mikado".
? TeweieundNovellistudiren
jetzt den „Cyrano von Bergerac".
Beide Schauspieler beabsichtigen
die dankbare Partie in grotesker
Uebertreibung, nämlich mit ihren
eigenen Nasen zu spielen.
— Das Deutsche Theater
bereitet einen Gesammtcyklus
Hauptmann'scher Werke mit be-
rühmten Gästen vor. Die „Ver-
sunkene Glocke" soll den Anfang
hilden; Frau Sorma spielt darin
die Titelrolle.
<J Die sogenannten D-Vor-
stellungen im Passage-Theater
haben sich mit Courierzugs-
geschwindigkeit ihr Publikum er-
obert. Von denjenigen Zuhörern,
die bei den Couplets vor Lachen
platzen, wird jetzt in diesen
D-Vorstellungen eine Platz-Ge-
bühr erhoben.
)) Mehrere Censoren, mit dem
Regierungsrath Dumrath an der
Spitze, haben beschlossen, ihre
Thätigkeit fortan auch dem
musikalischen Gebiete zuzu-
wenden: sie wollen zusammen
Streichquartette streichen.
0 Goethe's „Faust" kommt
demnächst in Neutomischel zur
Darstellung. Da die verfügbaren
Kräfte nicht ganz ausreichen,
soll zunächst nur die eine Scene
„Es war einmal ein König, der
hatt' einen ..." und zwar im
dortigen Floh-Theater aufgeführt
werden.
($ ln Sevilla wird die Oper
„Carmen" bekanntlich nicht mehr
im Theater dargestellt, sondern
im Interesse absoluter Naturtreue
in der Arena, wo sonst die
„Corridas" stattfinden. Es tritt
nunmehr in dem genannten
Werke ein wirklicherStierkämpfer
auf, der von wirklichen Stieren
umgeben singt, und das Ganze
ist von einem wirklichen Ochsen
inscenirt.
^ Der bekannte Bericht-
erstatter Wippchen erklärt in der
Bernauer Freien Presse, dass er
mit der „Bernauerin", die im
Berliner Kgl. Schauspielhause
auftrat, weder verwandt noch ver-
schwägert ist. nt.

No. 15.

LUSTIGE BLÄTTER

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