Kunsthaus Lempertz <Köln> [Hrsg.]
Katalog einer Sammlung von Gemälden älterer und neuerer Meister aus dem ehemaligen Besitze des Herrn Amtsgerichtsrats Strauven, Düsseldorf und anderer; Versteigerung zu Cöln: 18. November 1913 (Katalog Nr. 154) — Köln, [1913]

Seite: 20
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133 KLEINE SOMMERLANDSCHAET. Weib, holländische Wiesenebene, durchsetzt mit ein-
zelnen grünen Buschgruppen und rotbedachten Häusern. Ganz vorn ein schilfbewachsener
Weiher, dahinter auf einer Wiese eine grasende Schafherde. Blauer Himmel mit leichten
Wolkenbildungen. Monogrammiert: A. S. Holz. Höhe 8, Breite 11 cm.

PROFESSOR CASPAR SCHEUREN. Nachlaß.

134 ALTER STADTWINKEL. Blick in einen engen Weg, der durch einen Torbogen nach
hinten abgeschlossen wird. Vorn rechts neben einem Stufenwege ein Ziehbrunnen. Be-
zeichnet: C. Scheuren. Nachlaß. Holz. Höhe 23, Breite 29'/2 cm.

CARL SCHULTZE.

135 GROSSE SOMMERLANDSCHAFT. Anmutiges Tal zwischen bewaldeten Hügeln. Den
Vorder- und Mittelgrund nehmen die zwischen grünem Buschwerk gebetteten Häuser eines
Dorfes ein. Links vorn eine Wassermühle, deren Rad von einem nach vorn fließenden
Bache getrieben wird. Sonnendurchflutete, leicht dunstige Luft. Bezeichnet: Carl Schultze.

Leinwand. Höhe 80, Breite 120 cm.

PROFESSOR AD. SCHWEITZER.

136 WALD IM WINTER. Breiter Fahrweg inmitten eines entlaubten Buchenwaldes, den ein
tiefer Schnee bedeckt. Auf dem Wege schreitet ein Trupp Männer dem Hintergrunde zu.
Durch das leichte Gewölk und die dunstige Luft sendet die glühend rot aufgehende Sonne
ihre matten Strahlen. Bezeichnet: Ad, Schweitzer Df. Leinwand. Höhe 90, Breite 130 cm.

CARL SEIBELS

geb. 1843 zu Düsseldorf, gest. 1877.

137 LANDSCHAFT MIT HERDE. Weite Wiesenebene mit stillem Weiher links vorn, rechts
dehnt sich eine Wiese, auf der eine Anzahl Kühe weiden. Den Mittelgrund nimmt ein
lichtes Laubgehölz ein, unter dessen Laub die niedrigen Häuser eines Gehöftes sichtbar
werden. Bezeichnet: Carl Seibels.

Abbildung Tafel 4. Leinwand. Höhe 20V2l Breite 33 cm.

CHRISTIAN SELL

geb. 1831 zu Altona, gest. 1883 zu Düsseldorf.

138 GEFANGENENTRANSPORT im Schnee. Durch ein dichtes Schneegestöber marschiert
ein großer Trupp gefangener Franzosen aller Waffengattungen, frostschauernd in ihre Mäntel
gehüllt, dem Hintergrunde zu. Sie werden eskortiert von italienischen Soldaten: Vier
reitende Offiziere in blauen Uniformen, weißen Mänteln und weißen Tschakos, zu beiden
Seiten Bersaglieri zu Fuß, die Flinte im Arm. Vorn in der Mitte ein Reiter auf wieherndem
Fuchs mit hochgehaltener Pistole. Bezeichnet: Chr. Seil. Ddorf. 1865.

Abbildung Tafel 2. Leinwand. Höhe 55, Breite 80 cm.

HENRICUS JOHANNES SINKEL

geb. 1835 zu Almelo (Holland),

139 DIE HEILIGE CAECILIE. Die jungfräuliche Heilige, mit reichem braunem Haar, in hell-
rotem Gewände und Purpurmantel, der mit Gold durchwirkt ist. Das von zarter Anmut
übergossene Gesicht ist andächtig nach oben gewandt, die Lippen sind singend geöffnet.
Die rechte Hand stützt sie auf eine vor ihr stehende Orgel. Brustbild nach links. Be-
zeichnet: H. J. Sinkel fecit Düssdf. 1873. Holz. Höhe 28, Breite 20 cm.

140 MARIA MIT DEM^JESUSKINDE. Die mädchenhaft anmutige Muttergottes sitzt in grauem,
mit gesticktem Saum verziertem Mantel, den vor der Brust eine Agraffe zusammenhält,
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