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Kunsthaus Lempertz [Editor]; M. Lempertz' Antiquariat (P. Hanstein) [Contr.]
Math. Lempertz'sche Kunstversteigerung: Rheinisches und anderes Mobiliar vom Barock bis zum Klassizismus, alte Silber- und Goldschmiedearbeiten, ...; mit 24 Lichtdrucktafeln; 22. bis 24. Oktober 1936 (Katalog Nr. 381) — Köln, Band 1.1936

DOI Page / Citation link:
https://doi.org/10.11588/diglit.7748#0045
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II. VERSCHIEDENER BESITZ

Antikes Mobiliar

466 Norddeutscher Leinwandschrank in Nußbaumholz, geschnitzt. Tiefer Sockel
auf 3 vorderen Ballenfüßen, mit 2 Schiebladen, zwei Türen mit starken
Quaderfüllungen zwischen drei halbierten Säulen mit geschnitzten Basen und
Kapitalen. Das dreiseitig in Profilen weit vortretende Gesims mit geschnitzten
Mittel- und Eckstücken. Norddeutsch, Ende 17. Jahrhundert. H. 210, B. 220,
T. 80 cm.

467 Großer französischer Regence-Aufsatzschrank in Eichenholz. Während der mit
zwei Türen geschlossene wuchtige Unterbau in seinen Füllungen und Leisten
unverziert bleibt, zeigt der hohe zweitürige Aufsat/schrank zierlich ge-
schnitztes Laubwerk; Muschelkartuschen, Voluten und Kapitale im oberen
Viertel seiner Füllungen bzw. auf Seiten- und Kopfleisten. Das Gesims springt
dreiseitig in vielen Profilen vor. Lothringen oder Franche-Comte, um 1720.
H. 270, B. 178, T. 67 cm.

468 Englische Sheraton-Chiffonniere in Mahagoni auf Eiche. Das Möbel besteht
aus zwei gleichhohen aufeinandergesetzten Teilen, von denen der untere drei
durchgehende und der obere drei durchgehende und zwei halbbreite Schieb-
laden zeigt. Die Vorderfront in leicht konkaver Buchtung. Schöne Rosetten-
beschläge aus Bronze. England, Ende 18. Jahrhundert. H. 190, B. 108, T. 54 cm.

Abbildung Tafel 7.

469 Barock-Schreihsekretär mit Nußbaiumwurzel- und Birkenfurnierung, mit
Obstholzstreifen eingelegt. Der Unterteil tischförmig auf sechs gekanteten,
durch Fußbrett verbundenen Beinen, die das reichgegliederte Schreibgeschoß
mit seiner eigenartigen bogig gerundeten Schreibplatte tragen. Der hohe Auf-
satz hat die Form eines zweistöckigen Tabernakels, aufgeteilt in kleinere und
große Schiebladen sowie in zwei Schrankgelasse. Süddeutsch, um 1730. H. 220,
B. 228, T. 70 cm.

470 Aachener Rokoko-Kleiderschrank in Eichenholz, zweitürig, ohne Sockel; die
vorderen Ecken abgeschrägt. In die durchgehende Füllung jeder Tür sowie
in die Eckflächen schiebt sich von oben her je ein Muschelschnitzwerk
hinein. Das giebelig geschweifte und gebrochene Gesims ist von drei Schnitze-
reien bekrönt. Aachen, um 1750. H. 230, B. 170, T. 58 cm.

471 Barock-Kommoden-Schrank mit schöner Nußbaumfurnierung. Der Unterbau
ist eine Kommode mit geschweifter Front und drei Schiebladen. Der hohe
Oberbau wird durch zwei Türen geschlossen und schließt nach oben in ge-
wölbter, profilierter Giebelform ab. Im Innern des Oberbaues Schiebladen. —
Sehr schön im Holz. Messingbeschläge. Süddeutsch, um 1740. H. 230, B. 128,
T. 62 cm.

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