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Leo Liepmannssohn, Antiquariat [Editor]
Autographen z. T. aus dem Besitz eines bekannten Sammlers: im Auftrage von Leo Liepmannssohn, Antiquariat, Berlin ...; Montag, den 30. und Dienstag, den 31. Mai 1921 (Katalog Nr. 46) — Berlin, 1921

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https://doi.org/10.11588/diglit.34784#0035
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I. Musiker.

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Tondramen. Wie einfach erscheint dagegen selbst „Rienzi", ebenfalls noch
im großen „Gpernstyl" geschrieben. Ein Gedanke ist mir beim Dnrchleeen
gekommen; ob wohl Jung Siegfried seinen leichtfertigen ..Wildfang" aus dem
„Liebesverbot" geschöpft hat, wenigstens die Anregung dazu??"
2% Wagner (Richard). — Wescndonck (Mathilde), die bekannte Freundin Richard
Wagners (lö28—1902). Eig. Br. m. U. Berlin Juni 14. 1902. 2^2 8. 8°. Mit eig.
Briefumschlag. An einen Berliner Musikschriftsteller.
Meldet mit liebenswürdigen Äußerungen ihre Mitgliedschaft zu dem „von
hohem, idealen Künstlergeist getragenen" Fest-Comitee des Münchner
Wagner-Festspiei-Y&reins an.
297 Weher (Carl Maria v.) (1786—1826). Eig. vollständ. Musikmgcr.
m. Namen am Kopf. [Am Ende:) „München den 6. Jnlv
1815." 14 voHe S. Quer-4A Sehr eng geschrieben, ln Partitnr.
Pappbd.
Grand Dun concertant. op. 48 ponr Clarinette e Pianoiorte connposee
de Charles Marie de Weber.^ Jähns, C. M. v. Weber in s. Werken, Berlin
1871, No. 204 nennt das Autograph dieses Werkes „unbekannt". Weber
notiert in seinem Tagebuch (lt. Jähns, 8. 217) daß er noch längere Zeit an
dem Duo „gefeilt, skizziert, instrumentiert" habe, woraus hervorgeht, weiche
Sorgfalt er darauf verwendet hat. Hier liegt jedenfalls die erste
Reinschrift vor. Er selbst gibt den 5. Juli als Datum der Vollendung an.
Die höchst saubere Handschrift weist keinerlei Streichungen u.
Verbesserungen auf. Merkwürdigerweise gibt Max Maria v. Weber, der
Sohn des Komponisten (C. M. v. Weber, ein Lebensbild, Leipzig 1864, Bd. I,
S. 48"<) an, daß das Stück bereits am 2. August unter Mitwirkung des Kom-
ponisten in München vor König Max im Konzert aufgeführt worden sei. '—
Das Duo erschien erst 1817 bei Schlesinger in Berlin im Druck. Sehr wert-
volles, prächtiges Autograph.
298 — Eig. Mustkhandschr. 2 volle S. Quer-Fol.
Enthält: 1. „Bach, Echo und Kuß („Ein Mädchen ging die Wies' ent-
lang ...") Lied v. Fried. Kind comp. Hosterwitz d. 80. July 1818."
(Für 1 Singst, m. Pianof., op. 71 , Nr. 2). — 2. „Triolet („Keine Lust ohn'
treues Lieben!") von Carl Förster" (Für 1 Singst, m. Pianof. op. 71, Nr. 1.
— 8. „Husarenlied („Husaren sind gar wackre Truppen") von Adalbert
vom Thale. Comp. Dr[esden] d. 28. 8. 1821" (Lied für 4 Männerstimmen
ohne Begl., op. 68 Mr. 6). In Vocalpartitur.
Nach Jähns, C. M. v. Weher in s. Werken, Berlin 1871, ist zu jedem der
3 Stücke das Autograph unbekannt. (Vgl. No. 243, 256, 284). Sämtlich
bei Schlesinger in Berlin im D uck erschienen. Urner Antograph trägt die
Echiheitsbestätigung von der Hand der Gattin des Komponisten, Carolina
?. Weber. — Der Wert des schönen Stückes liegt darin, daß sich
hier die 3 verschollenen Handschriften auf 1 Bi. vereinigt finden.
299 — Eig. Musikmanuskript. 2 S. Quer-Fol.
1. „Trinklied vor der Schlacht" mit dem Text: „Schlacht du brichst
an! grüßt sie im freudigen Kreise, laut nach germanischer Weise! Brüder
heran!" (Jähns No. 171). — 2. Reiterlied (ohne Text) (Jähns No. 172).
3. Gebet (ohne Text) (Jähns No 1<3;. — 4. Schlummerlied (mit Text:
„Die Engel singen den Wiegengesang . . " — 5. Männer u. Buben, Vers 6 u. 7
(Jähns No. 170). No. 1—3 sind partiturmäßig für 4 Männerstimmen gesetzt,
von jedem Lied ist je 1 Strophe vorhanden. Von No. 5 sind nur Vers 6 u. 7
für 1 Singstimme nebst Text ohne Begleitung aufgezeichnet Von No. 4
Schlummerlied ist Singstimme nebst Text ohne Begleitung vorhanden; diese
Komposition fehlt bei Jähns u. ist daher unbekannt.
300 — Eig. Schriftstück m. U. d. 10. Sept 1815. 1 S. K1.-80. (Fragment, eng be-
schrieben, 27 Zeilen.)
Literar. Beilrag für eine Musikzeh schriff.
301 — Eig. Br. m. U. Berlin d. 22. 9br. 1M]6 2 S. 4°. Mit eig. Adresse u. Siegel.
Wundervolles Schreiben an Friedrich Rochlitz in Leipzig. Schickt
ihm den Brief durch die „Klavierkünstler Brüder Bender aus Petersburg", die
er seiner Proktektion empfiehlt. Er ist furchtbar überarbeitet. „Spohrs Faust
Autographeuvereteigerung 46.
 
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