Lüders, Heinrich [Editor]
Bruchstücke buddhistischer Dramen — Berlin, 1911

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Seite beginnt eine Vasantatilakä-Strophe, die in der ersten Zeile der Rück-
seite endet. Es fehlen io In der ersten Zeile der Rückseite beginnt
eine Suvadanä-Strophe, die in der zweiten Zeile endet. Es fehlen iß <%AsY27vz.y.
In der dritten Zeile der Rückseite beginnt eine Praharsinl-Strophe, die in der
vierten Zeile endet. Es fehlen wieder iß iß <3/U<%7V2.f beanspruchen
ungefähr 7 cm, 10 <3/U%7-YM ungefähr 5 cm. Rechnet man 1 cm für den Rand,
so muß das ganze Blatt 41—42 cm lang gewesen sein.
Zu einem anderen Ergebnis führt das Fragment 27. In der vorletzten
Zeile von 27^ beginnt eine Sragdharä-Strophe, die in der letzten Zeile endet.
Es fehlen 7ß <%/U<77v?y, die etwa 44 cm erfordern. Die Gesamtlänge des
Blattes würde danach, mit 1 cm Rand, etwa ßß cm betragen haben. Auf
eine ähnliche Zahl führt Fragment 6ß. In der zweiten Zeile von 6ß^ schließt
eine Särdülavikrldita-Strophe. In der ersten Zeile finden wir den Anfang
eines einer Särdülavikrldita-Strophe, der aber dem Inhalte nach kaum
der erste der Strophe gewesen sein kann. Betrachtet man ihn als den
zweiten derselben Strophe, von der der Schluß in der zweiten Zeile
vorliegt, so fehlen 41 die ungefähr 24 cm erfordern. Die Gesamtlänge
des Blattes wäre dann, mit 1 cm Rand, ßi cm gewiesen. Das ist aber nach
den vorherigen Berechnungen viel zu kurz. Sieht man den in der
ersten Zeile als den letzten einer vorausgehenden Strophe an, so fehlen
79 <?/U<27V7.y, die etwa 47 cm füllen, und die Gesamtlänge des Blattes muß,
mit Rand, etwa ß4 cm betragen haben, was ziemlich genau zu der aus Frag-
ment 27 erschlossenen Zahl stimmt. Unbestimmter ist die Zahl, die sich
aus Fragment 4 ergibt. Das Fragment besteht aus zwei Teilen, die dem
Inhalte nach unzweifelhaft zueinander gehören, wenn sie auch nicht direkt
aneinander passen. In Zeile 4 der Vorderseite beginnt eine Vasantatilakä-
Strophe, die in der ersten Zeile der Rückseite endigt. Es fehlen ßß
Die Größe der Lücke in der Mitte des Blattes läßt sich nicht genauer be-
stimmen. Aber auch wenn sie so klein wie möglich bemessen wird, muß
die Gesamtlänge des Blattes, mit Rand, schon 4ß cm betragen haben, also
ß cm mehr als die für Fragment 1 gefundene Länge. Nichts steht aber der
Annahme im Wege, daß auch Fragment 4 ursprünglich ß4—ßß cm lang war.
Die Höhe der Blätter ist verschieden. Als Durchschnittsmaß kann
4,ß cm gelten. Fragment 17 und 20 müssen aber ungefähr ß cm hoch ge-
wesen sein; Fragment 8 und 27 andererseits sind nur 4 cm hoch. Nach
den Enden zu werden die Blätter bisweilen schmäler. Fragment 1 ist in der
Mitte 4,6 cm hoch, am rechten Ende nur 4 cm. Fragment 8 mißt in der
Mitte 4 cm, am rechten Ende nur ß cm. Fragment 10 ist in der Mitte 4,ß cm,
weiter rechts nur 4 cm hoch. Dagegen zeigt Fragment 4, das das Durch-
schnittsmaß hat, am linken Ende keine nennenswerte Verjüngung. Bei der
wechselnden Höhe der Blätter schwankt auch die Anzahl der Zeilen auf der
Seite. Im allgemeinen sind es 4; die breitesten Blätter, 17 und 20, haben
aber ß Zeilen.
Spuren eines Schnürloches zeigen die Fragmente 4, 7, 9 und 26. In 4 und
7 findet es sich ungefähr 6,ß cm vom linken Rande. Jedenfalls waren die
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