Lüders, Heinrich [Editor]
Bruchstücke buddhistischer Dramen — Berlin, 1911

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Hetäre«. Aus 8 geht deutlich hervor, daß ihr Name MagadhavatI war. Hier
haben wir eine Szene zwischen dem Helden, Dhänahjaya und der Hetäre,
und Dhänanjaya redet die Hetäre Af27g 222//227022/2 an. Der Name erscheint im
Texte auch in 16 (Tf22g272//227?'2Z/y27) und verstümmelt in 38 (Tf%g%^A% . 44
(Af.g. . .) und 33 (Af%g<%^A. . .). Die Hetäre ist daher sicherlich auch
mit dem zweimal in 4, einmal in 31 erscheinenden Tf%g%, d. i. fU27g272//227022/f,
gemeint. Wahrscheinlich ist auch . . g% in 3/ zu Afag% zu ergänzen.
17. 06/2 in 13. Dieselbe Angabe ist auch in 44 nach den Buchstaben-
resten herzustellen. In 13 sagt Dhänanjaya zu einer weiblichen Person: »Du
bist in das Haus des Schwiegervaters des Somadatta gegangen (g%f=TA),
worauf co.A erwidert. Es war also eine weibliche Person, und wir können
das Wort mit Sicherheit zu O6/2A22 »Dienerin« ergänzen.
Der Vollständigkeit wegen will ich erwähnen, daß in 8$ von dem Sohne
eines Sheths die Rede ist. Ob er eine selbständige Rolle in
dem Stücke spielt, oder mit einer der vorhergenannten Personen, vielleicht
dem Somadatta, identisch ist, läßt sich nicht entscheiden.
Für die Charakteristik des Dramas ist endlich auch der Umstand nicht
unwichtig, daß dreimal, in 27, 62 und 113, Räjagrha, die alte Hauptstadt von
Magadha, erwähnt wird.
Wie schon das Auftreten des Buddha und seiner Schüler Säriputra
Maudgalyäyana und Kaundinya zeigt, haben wir es auch hier unzweifelhaft
mit einem buddhistischen Drama zu tun. Der Held war wahrscheinlich
ein buddhistischer Mönch. In 29 beginnt' er eine Rede: 7277 ^777722/777^/^6220
7777 [4] VAA 7/227* 77^/A6(y22) »Gleichgültigkeit gegen die Nahen (wie) gegen die
Fernen«, offenbar eine Betonung der bekannten buddhistischen Indifferenz.
In 4 fragt ihn die Hetäre: »Wo ist denn dein Haus?«, und er antwortet:
/0A6 p<3Agr%A%?j<3fA7z g(AAAM77 g(r)A47zf 777. 7727772776'0 g7'A%&A77f%777 0022. Wahr-
scheinlich lag hier eine Gegenüberstellung der Haus besitzenden Familien-
väter und der eigenen heimatlos umherziehenden Person vor. Auch sonst
finden sich zahlreiche Äußerungen, die im buddhistischen Gedankenkreise
liegen. Vergänglichkeit und Schwachheit des Körpers: 6022772 /0A22A .$22.^220227'
7^7777227720 7722772277/2° 50; 77%A7AM/<3<fM?A&%A $777*27*6 02Ä22772Z7A22/2 20. Wiedergeburt
im unreinen Mutterleibe: g777*A^A27027$77$y77$2266/2 p%7-y(y)A(y%)A 65. Furcht vor
Alter, Krankheit und Tod, die zum Eintritt in den Mönchsorden treibt: 772227*22-
72 0 2/o6g67222 AA22/0 77^77772 /77*7707*277'(2)/(o) II; ^777*77^^77^77° 83; 7777*77^77^ 2 /77727 ^77)°
35- Aufgabe des Besitzes, der ein Feind ist: $7*oyo7*2'/A2z02/:7'22yogoy2Z72 7777 11;
$2772/o7*//A777Ö 77247*77777/2 4/; 022/0*22/7/222/22772 2/7*777^77772 AZ i/. Der Eintritt in den
Mönchsorden: ^7)7* 77007* 22 7'yA $777720777*//6/77 5/; A^<3^<Ay<A'yAgA22 . . 40; A220022-
A-sÄ/f 43. Der Mönch und die Nonne: Z7A222/2272/22/2 p7*27^2772/^7227 oo$67222 18;
77/7/2(2)Ay22A2y22722 12. Erlangung der Unsterblichkeit nach Bekanntschaft mit
einem Mönche, was sich wohl auf das Erlebnis des Buddha bezieht: (77)772.77/27777
27/727/77&2/A77772 &Az'AiM772 276'277/7/y77 32. Die Erlösung: 6227777*2 AZ ^227*222277/72 772oA$77
$y277/ 777272 y77/AA 1 2 ; 7720AAA6 /22 y 27/7*222Z'22 772777277$ . . 12. Der Dharma: $7*6yo 7/A777*-
77277227/7777'Zg7*77A77(A) 43; 2/A227*772 ( 772)27(/) p777*7772772 (27)AAf 4)7; (7/^77)7*772(772)77^ /)777*Z/727/AZ/77A
12; 2//2227*722722P 2/7*/72 108. Die Verblendung: 22/20 7720^77/77277^77^77772277277^0 20;
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