Lüders, Heinrich [Hrsg.]
Bruchstücke buddhistischer Dramen — Berlin, 1911

Seite: 33
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Vor /5 findet sich zweimal der Upadhmänlya in 07/24223 41 und
°33z3 /5](z)22[/]2g(.7*)A2Mo 51, sonst stets der Visarga. Vor 3 und 33 steht überall
der Visarga, ebenso vor Zischlauten mit Ausnahme von 7722*/7*222k iß. Hier
ist aber das zweitem erst von späterer Hand hinzugefügt. Vor 3* + Konsonant
ist der Visarga geschwunden in 7223/5.^223 1, 772<?3y22 37)2222/ 12, 7*3g2272 [2/3]3 3*[z2] (22)322°
87, und ursprünglich auch in 72227*22 41, wo erst später 72227*22 zu 72227*33
verbessert worden ist; er ist erhalten in t/3/*/2*3 ^^-7^22772(7222772) 1, 2222422/^22^
^77222)222/2* 4, °422% yZ'22i//^27 ß4, 2*222/2 3*2722/227222° 64, / 2/V22Z 3*Z722° 107-
Vor Verschlußlauten und Nasalen steht im Wortinnern wie für aus-
lautendes ursprüngliches 772 im allgemeinen der Klassennasal. Die Schreibungen
/22J772 2 77/M72 22/^22772 1, 22iÜ227*442277/772 3/^22^22/2222'. ß4 sind Fehler, wie sie auch in
späteren Handschriften oft Vorkommen. Ausnahmen sind selten: 8^^772 772227272-
422772227222^ IO, /22/. 227*7^22772 W22//43°III, und in der Schrift des Späteren <34227/2
<f2272(/22/2 8, °: 7*77222772' 3/772 ß, y)22722^22322772 AV32Z'4° ßO, ° 33] 4223*372*2 [3] 2 [zrc322] 7*22772
(?) 116, ferner °2/3227*227/2 4F22/22/2' 1, °y22[772]y*722232272 1, 22422(7/2] /57*22Z77*22/'(/)/(u) IL wo
der Anusvära olfenbar gebraucht ist, um die schwierigen Ligaturen 72/F22,
72/7222, 772/V22 zu vermeiden. Vor Halbvokalen, Zischlauten und 3 steht
der Anusvära, nur zweimal, in 3222*322/3 72/^-7*22327 und °3*z2733/*/22° in IO, steht der
Anunäsika. In Pausa steht der Anusvära in 3<733322Z'4z2[/72] 1, y/2277'2 1, /5/*3-
2/227*33322/22(77*2] 1, °3/2/2Z772 Iß, wahrscheinlich auch in 33332272*2 g und °32*/22772 46,
ebenso häufig aber 772: °[?)(22)[z7)z(^)^ 6, ^227/2422/227/2 16, °z7[2]/z2Z7422772 14, 3/5[7*]22422-
/2'/22Z2422772 14, °7*4422772 26, ^'22772 46, °[33]433*22772[3]2*[2:<r3] 227'22772 (?)ll6, 3322/227721) I/.
Da, wie oben (S. 10) erwähnt, das Interpunktionszeichen nur sparsam
verwendet wird, so wird häufig der Eindruck hervorgerufen, als ob die
Sandhiregeln vernachlässigt seien. Tatsächlich steht in den meisten Fällen
das nicht verbundene Wort am Satzende; deutliche Beispiele sind:
/3Z/223 722<73/2*3<7 12, /73<2Z7%/Z 33<7 14, [zz]3 [gy]3 ß4, 22/322 Iß, Z723*7*22772-
33723 22[/'2']20, 3[3]2272[2/3].3 [22)32/20, /22[/] /33<?4, 723(7*)//3223 /222r pß. Am Vers-
ende steht das erste Wort in 2275227*23*7*223223 4/2° ß4, [422)3 7*22o-2272[33]3 8/ usw. In
3^220-222/32277^2/2' 22/2'/23y72223 8, 3322(^-22^)72 <7/(2*) ß6 erklärt sich das Nichteintreten
des Sandhi daraus, daß das erste Wort ein Vokativ ist. Nur selten ist kein
Grund für das Unterbleiben des Sandhi ersichtlich wie z. B. in 22/223 zy*[3] - - -
13, °[/2].7*7272223<77222 22/5z23*/y5/3 l6.

DAS PRAKRIT.
Prakrit spricht der Bösewicht, der Gobam°, die Hetäre, der Vidüsaka,
Mädha°, der Täpasa, der eine Sramana-) und die Dienerin. Merkwürdiger-
weise und abweichend von dem späteren Gebrauche sind auch die Bühnenan-
weisungen zum Teil in Prakrit. So finden wir in II 722*33322.., was unzweifel-
haft zu 722*3332272/27 oder 722*3332272/22 zu ergänzen ist, in 4ß [77222)722/223227/2 /5^^^/Z
und [72]23[33]2272/22 2233224<r. Wahrscheinlich ist auch /22/27 Z/Z2/2L4]... in 4 eine
1) Erst nachträglich verbessert aus <5/%M2<3777.
2) Siehe oben S. 30.

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