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Fundkatalog
Vorbemerkung:
Die laufende Numerierung entspricht der Bezifferung der Gräber auf den Grabungsplänen Taf. 30 u. 31.
Bei den Körpergräbern wird die Orientierung mit SN (Süd-Nord)-Grab und WO (West-Ost)-Grab
angegeben.
Die in () hinter den einzelnen Beigaben angegebenen Zahlen bedeuten Maße in cm,
Perlen werden nach den numerierten Typen der Farbtafel B zitiert.
Abkürzungen:

B = Bronze
Bd.
= Bodendurchmesser
E = Eisen
Br.
= Breite
S = Silber
Dm.
= Durchmesser
H.
= Höhe
i. H.
= in Höhe
L.
= Länge bzw. größte Ausdehnung
M.
= Mündungs-Dm.
gr. W.
= größte Weite

1 SN-Grab unter Pferdebestattung la, Flä-
chen I—II, Tafel 1, 1—17; Tafel 13, 1—la;
Tafel 18, 3.
Das Grab wird von dem WO-Grab 2 und
der Pferdebestattung la überschnitten, deren
Grube so weit seitlich verschoben ist, daß
eine Zusammengehörigkeit als ausgeschlos-
sen erscheint. Wahrscheinlich gehört das
Pferdegrab 8a zu Grab 1. Die Grube von
Grab 1 war offensichtlich durch Bohlen ab-
gesteift, deren Verfärbung noch zu erken-
nen war. über dem Kopf des Toten lag ein
zuckerhutförmiger E-Schildbuckel (H.
14,5; Rand-Dm. 13,7) mit drei erhaltenen,
ehemals fünf Nägeln. Die vier tierkopfähn-
lichen Schildbeschläge (L. 6,7; 6,2; 6,7;
7,2) waren von diesem 20 cm entfernt. Da
der Schildbuckel selbst nur 10 cm vom
Grubenrand entfernt aufgefunden wurde,
hat der Schild, offensichtlich schräg ange-
lehnt, vielleicht zum Schutz des Kopfes, an
der Grabwand gestanden. An der linken
Seite des Toten lag ein E.-Langsax (L. 64;
Griff L. 12) mit Resten der Scheide, des Ort-
bandes und des Beschlages, zwei Eisen-
messer (L. 15,6, Br. 2,3; L. 15,3, Br. 2,9)
und ein Klappmesser (L. 10,3, Br. 2,5). In
der Mitte des Körpers lagen untereinander
zwei ovale E-Schnallen, eine D-förmig
(3,2: 2,4), eine abgerundet rechteckig (3,3:

1,8). Zum Schild gehören fünf fragm. Niete
für 1,4 cm starkes Holz, zwei davon mit
Ring (L. 4,6; 3,3; 3,3; 2,7; 1,7), zum Schwert
eine eiserne Schlaufe (L. 9).
la SN-Pferdegrab, Fläche I—II.
Schräg über Grab 1 gelegen, überschnitten
von WO-Grab 6; die Knochen des Pferdes
sind erhalten.
2 WO-Grab, Fläche I, Tafel 8, 1—3.
Das Grab überschneidet die SN-Gräber 1
und 8. An der linken Hüfte lag das Frag-
ment eines E-Nadelröhrchens mit an-
gerostetem Ring (L. 5,5) und einer fragm.
E-Nadel, auf der Brust eine kleine ovale
E-Schnalle (2,6 : 2,3). Rund um den Schä-
del lagen 30 Perlen, z. T. oberhalb des-
selben, einige unter dem Hinterkopf, die
übrigen in zwei Gruppen angeordnet auf
den Schultern. Allem Anschein nach war
eine Perlenschnur in die Haare geflochten.
Vom Skelett ist nur ein Schädelfragment
erhalten. Aus der Grabfüllung stammen
einige Scherben und Leichenbrand.
Liste der Perlen:
Anzahl Typ
4 1
2 35 dunkelblau
1 38

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