4. Die Keramik des Mittelalters
4.1 Materialaufnahme und der Einsatz der EDV
Bedingung einer gesicherten statistischen Auswertung des vorhandenen Fundmaterials ist die Ver-
wendung einer einheitlichen Terminologie bei der Untersuchung und Beschreibung der Gefäße und
Gefäßteile.
Eine solche Terminologie kann nur in Abhängigkeit vom Untersuchungsgegenstand erarbeitet wer-
den. Dabei ist eine ständige Wiederholung der zentralen Termini wie z. B. Fundfläche, Fundtiefe,
Gefäßtyp, Randform, Farbe, Verzierung etc. bei der Befundangabe wie auch bei der Objektbe-
schreibung unvermeidbar.
Der größte Teil des archäologischen Fundmaterials besteht aus Keramikgefäßen bzw. Keramikscher-
ben. Die Beschreibung solcher Komplexe stellt den Bearbeiter vor die Schwierigkeit der Wahl eines
angemessenen Ordnungssystems. Im vorliegenden Fall erscheint die Bearbeitung des durch beson-
dere Merkmalsvielfalt ausgezeichneten Materials — es sei hier nur auf die verschiedenen Herstel-
lungstechniken mittelalterlicher Keramik wie Magerung, Formgebung, Verzierung hingewiesen —
mit Hilfe der EDV am effektivsten und rationellsten.
Das Ziel eines solchen Dokumentations- und Informationssystems ist es, einmal den Zeitaufwand
für die Suche nach einer bestimmten Informationseinheit so gering wie möglich zu halten, zum an-
deren ein möglichst vollständiges und fehlerfreies bzw. objektives Ergebnis je nach Eingabe zu erzie-
len.
Es wird eine Datenbank mit Informationen über die früh- und hochmittelalterliche Keramik in
deutschsprachiger Aufschlüsselung aufbereitet, die jederzeit von anderen Bearbeitern, die sich mit
mittelalterlicher Keramik beschäftigen, benutzt bzw. ständig ergänzt und vergrößert werden kann.
Die Möglichkeit eines Ausbaus und die Organisation einer solchen Datenbank für die archäologi-
sche Forschung können und sollen hier jedoch nicht im einzelnen erörtert werden.
4.1.1 Beschreibung des Schlüsselsystems
Für die EDV-Aufbereitung des Materials ist dessen systematische Aufnahme erforderlich. Ein Auf-
nahmebogen, in dem alle Fragen an das Material enthalten sein sollten, kann die Datenaufnahme
erheblich beschleunigen und zugleich die Gefahr, wichtige, später schwer zu beschaffende Angaben
zu vergessen, verringern (Abb. 1). Ein solcher Aufnahmebogen muß neben den Befundangaben die
Objekt- bzw. Gegenstandsbeschreibung aufweisen.
Allgemeine Angaben
1. Fundnummer:
Die für die Bearbeitung notwendige Numerierung der mittelalterlichen Keramikfunde aus Pöhlde
— von 1 fortlaufend — wird in den Katalog übernommen (Identifikationsnummer).
2. Fundjahr:
Die Angaben über das Fundjahr beziehen sich immer auf die beiden letzten Ziffern des Grabungs-
jahres; so erscheint z. B. 1964 als ,,64”.
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4.1 Materialaufnahme und der Einsatz der EDV
Bedingung einer gesicherten statistischen Auswertung des vorhandenen Fundmaterials ist die Ver-
wendung einer einheitlichen Terminologie bei der Untersuchung und Beschreibung der Gefäße und
Gefäßteile.
Eine solche Terminologie kann nur in Abhängigkeit vom Untersuchungsgegenstand erarbeitet wer-
den. Dabei ist eine ständige Wiederholung der zentralen Termini wie z. B. Fundfläche, Fundtiefe,
Gefäßtyp, Randform, Farbe, Verzierung etc. bei der Befundangabe wie auch bei der Objektbe-
schreibung unvermeidbar.
Der größte Teil des archäologischen Fundmaterials besteht aus Keramikgefäßen bzw. Keramikscher-
ben. Die Beschreibung solcher Komplexe stellt den Bearbeiter vor die Schwierigkeit der Wahl eines
angemessenen Ordnungssystems. Im vorliegenden Fall erscheint die Bearbeitung des durch beson-
dere Merkmalsvielfalt ausgezeichneten Materials — es sei hier nur auf die verschiedenen Herstel-
lungstechniken mittelalterlicher Keramik wie Magerung, Formgebung, Verzierung hingewiesen —
mit Hilfe der EDV am effektivsten und rationellsten.
Das Ziel eines solchen Dokumentations- und Informationssystems ist es, einmal den Zeitaufwand
für die Suche nach einer bestimmten Informationseinheit so gering wie möglich zu halten, zum an-
deren ein möglichst vollständiges und fehlerfreies bzw. objektives Ergebnis je nach Eingabe zu erzie-
len.
Es wird eine Datenbank mit Informationen über die früh- und hochmittelalterliche Keramik in
deutschsprachiger Aufschlüsselung aufbereitet, die jederzeit von anderen Bearbeitern, die sich mit
mittelalterlicher Keramik beschäftigen, benutzt bzw. ständig ergänzt und vergrößert werden kann.
Die Möglichkeit eines Ausbaus und die Organisation einer solchen Datenbank für die archäologi-
sche Forschung können und sollen hier jedoch nicht im einzelnen erörtert werden.
4.1.1 Beschreibung des Schlüsselsystems
Für die EDV-Aufbereitung des Materials ist dessen systematische Aufnahme erforderlich. Ein Auf-
nahmebogen, in dem alle Fragen an das Material enthalten sein sollten, kann die Datenaufnahme
erheblich beschleunigen und zugleich die Gefahr, wichtige, später schwer zu beschaffende Angaben
zu vergessen, verringern (Abb. 1). Ein solcher Aufnahmebogen muß neben den Befundangaben die
Objekt- bzw. Gegenstandsbeschreibung aufweisen.
Allgemeine Angaben
1. Fundnummer:
Die für die Bearbeitung notwendige Numerierung der mittelalterlichen Keramikfunde aus Pöhlde
— von 1 fortlaufend — wird in den Katalog übernommen (Identifikationsnummer).
2. Fundjahr:
Die Angaben über das Fundjahr beziehen sich immer auf die beiden letzten Ziffern des Grabungs-
jahres; so erscheint z. B. 1964 als ,,64”.
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