Mayer, Johann Christoph Andreas [Editor]
Anatomische Kupfertafeln: nebst dazu gehörigen Erklärungen (Band 4): Eilf Kupfertafeln von den Sinnwerkzeugen und den Brüsten — Berlin , Leipzig, 1788

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Erkl ä r u n g
der zweytcn K u p f e r t a f e i.

Erste Figur.
Aunf Finger einer Hand/ woran nur die vorder-
O sten Glieder/ von derSeice, die nach der riacken
Hand gekehrt ist, anzufehen, gezeichnet sind, damit
man die besondere Lage der Hamwärzgen,in denen
das feinste Gefühl feinen Sitz hat, und vorzüa-
uch die concenrrifche Bildung, die )ie haben, sieben
können.
2. Der Daumen.

r- Gegend, wo der Kern oder Mittelpunkt der
concentrifchen Lagen ferner Hautwärzge« an-
getroffen wird.

2.2. Gegenden, wo die Lagen der Wärzgen nicht
mehr so sehr cvncentnfch sind, und wo das Ge-
fühl nicht mehr fo fein ist.
Der Zeigesinger.
c. Der Mittelfinger.
Der Ringfinger.
f Der Ohrfinger.
i und 2. bedeuten bei) allen Fingern das, was sie
depm Daumen bedeuteten. Die Lagen der
Wärzgen sind weit regulairer concentrkfch
am Zeigefinger und Mittelfinger, als am Ring-
finger und Qhrfinger.
3 3 3- Vertiefungen und Falten der Hau-
das dritte Fingergelenk gebogen wird.

Zweite Figur.
FünfFinger von der Hand eines andern Men-
acn'd--?^hl niemals bey zween Menschen die<a-
Lock ,i„F^^°'Ugen Übereinkommen, so
doch einige Menschen mehr Aehnlichkeit darin mst

einander, andere hingegen scheinen mehr in Am
sehung der Aehnlichkeit zurückzuweichen, und doch
bleibc immer das bey Fig. l. (r. 2. g) angemerkte
eigenthümliche aller Lagen ähnlich gestaltet. Ich
habe deswegen hier fünf Finger einer Hand ge-
wählt, die viele Unähnlichkeit mit den fünf Fingern
von Fig. I. zu Haben scheinen, damit dieses ähnliche
desto mehr auffallend würde.
s.b.c.chf Die fünf Finger.
i.i.i.i.i. Der Kern in den concentrifchen La-
gen; um die am Zeigefinger und Mittelfinger
die Lagen der Wärzgen etwas regulairer difpo-
nirt sind. Am Zeigefinger zeigen sich um diesen
Kern überdem noch einige besondere Queerlagen
von Wärzgen.
2. Noch ein zweiter Seitenkern der Wärzgen-La,
gen am Mittelfinger.
4. Eine Lage Wärzgen am Daumen, welche irre-
gulair in abweichender Richtung zwischen den an-
dern fortläuft.
Z. g. Z. Vertiefungen und Falten der Haut an den
Fingern, wo sich das dritte Fingergelenk beugt.
Dritte Figur.
Der Daumen von Fig. i. vergrößert.
1.2. g. Bedeuten auch hier das, was sie dort be-
deuteten.
4. Ein ganz kleiner Seitenkern in den Lagen der
Wärzgen.
5. Gegenden, wo öfters eine Lage Wärzgen sich
in zwey andere spaltet oder aus zween andern La-
gen vereiniget wird.
Ä Z 6. 6.
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