Meggendorfer-Blätter — 119.1919 (Nr. 1501-1513)

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Meggendorfer-Blätter, München


lelben HW

vas lolgenäe degibl lick rur lelben ?,!» in äerlelben Slsäl:
vie llbien lchlagen äie schie 8iunäe, ä>r nshen laut, äie lernen mall.
In eine, Scbule echeben lich neunrig Msächen. äie lieben Msulein
Legrülien mii lingenäen Siimmen äie Lebrerin: „Luien Morgen, Zrsulein!"
ve, bsuplmsnn leilel äie Xompsgnielronl sb. „Morgen ceute!">chnsubt
vie Scbnsurbsrlliimme im Moigennebel. vie ironl lchreil: „Morisupi'I"
5»II beihen: ,6u,en Morgen. berr bsupimsnn>"vllem miliiäiilche Xiirre
Mschl su; äem 8rube eln llnqelüm. llnä Kürre i» lvitzer lvurre.
vu,ch's llonsütor lskrt cin lvsgen, ein Ilstiliche; öisugelpsnn,

Lin ösuernjunge bänqi undem»rlii leinen Milchbsrren ärsn.

Lmen bermq erllekl b>-im Krämer kerger krau vschba,in Meier.

Vir vlier «sr geliern im ^sgäklub. vs lollen l>e unaekeuer
lvie immer nsiürlich. unä immer äsuerl's bis rcoei llkr.
llnä immer mul; äsnn ein berina ber. 0 «Zre äer Ilaier vorbei nur!
kin Zremäer litzi im Xslleebsu; unä schsui äurch äie Scheiben,
ver einrige 8all ru äer Siunäe. lvss >o» er lonll ireiben?
vie Xellnerin gäkni noch verlchlslen, in IZlliqer vorbereüung
ves Lsgwerks putzl lie öellecke. oränel Leiiung um Leiiung.
vor äen Scböilen llebl ciner. ein lvilälcbütz. in gioher öeäränqnis.
vss srme ljäslein kollet ikn — weil'» lchon äss rweite — vier Monst
gelsngnis.

In äer rweitcn vvmnslislklalie üben lie öegeläelri,
ver Oiäinsrius äer lünl en äril» äsneben äs; verbum sul „mi".
öeim voisr - vsupimsrki Hsusnummer vier — bellel» ein ösumeilter
eine bvoibek.

Unä unten läbrt wie rs!enä ein vutomodil um; kck.
ven Stsnä äe, Oeb »erm Ssacrer käli' cr beinabe umqerannt,
vllein äie Oeblilerin Ssgerer bäll ikn mi, mun'ge, bsnä:
lvsbrreicben äer Sisäi, Veuiqkeilsk-Smerin, lebenä>ges lvocbenblatt.
Xunäinnen kommen. ksuten ein wenig unä bören l,ch lstt.
vss slles beq,dl lich rur lelb>n ?ril> in äerlelben Sisät.
lnäes ich es Iich,e unä äichie, linä isulenä neue vmge geboren,
llnä mir unä äir unä äer Menlchbeil sul immer verloren.

tz. 5S>rSngIismer-lIcIm>I<il

Programmwechsel

— „Ich dachte, du wolltest heute mit einem neuen Programm
auftreten, dummer August."

— „Tue ich auch, ich habe mein Kostüm verkehrt angezogen/

____i.

Der alre Juvggeseüe

— „Womit vertreiben Sie sich die Zeit an diesen lanaen
Lerbstabenden?" — „Ich fing' mit meinem Ofen ein Duett."

Ehelicher Alltag

— „Der Dramatiker Pantoffel scheint an seiner
Frau eine lüchtige Mitarberlerin zu haben; jeden
Tag macht fie ihm eine Szene."

Splitter

An ihrem Vorhang kannst du fie erkennen,
Kannst Frauen sorgsam oder läsfig nennen,
Denn läht ein Vorhanglock ste kalt und stumpf,
Wie groß ist erst das Loch in ihrem Strumpfl

S. Iarzebecki

Der Pfarrer von Dingsda ist bei einer Pastoren-
konferenz gewesen, begleitet von einem lieblichen
Töchterchen, welches die Gelegenheit zu einigen Ein-
käufen benützte. Bei der Leimfahrt hat man einen
nelten, jungen Mann alS Reisegefährten, der fich
angelegentlich nach den Verhältnissen in DingSda
erkundigt. Er gibt schließlich die Abstcht zu erkennen,
fich dort niederlaffen zu wollen. Zm weiteren Ver-
laufe der Anterhaltung bekundet der frembe Reisende
einmal, daß er nicht rauche, ein anderes Mal, daß
er nickt trinke.

Der Pfarrer denkt: „Das ist ja ein höchst an-
genehmer Lerr. Er raucht nicht, er trinkt nicht und
in DingSda will er sich anstedelnl Vielletchrl Vtel-
leichtl-"

Kurz entschlossen stellt er sich dem Reisegefäbrten
vor. „Sie gestattenl Pfarrer Leilmannl Meine
Tochter Eva!"

„Zch danke, Lerr Pfarrer," entgegnet der Fremde.
„Leiraten tu tch auch nicht." s.A. s.

Cvpyrigbt ISIS by Z. F. Schrelber
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