Meggendorfer-Blätter — 126.1921 (Nr. 1593-1605)

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— „Du, Vater, geh' doch mit mir in den Zirkus!"

— „Ansinn, Iunge, — das kostet Geld!"

— „Na, aber meinetwegen kriegst du doch Kinderzulage und Steuerermäßigung."

Der Lebensretter

Der praktische Arzt Dr. Ludwig Schlumke hat Ferien
gemacht und ist ins Seebad gefahren, wo er als Rentner
Ludwig Schlumke auftritt. Den Teufel auch, er wirv sich
hüten, aller Welt auf die Nase zu binden, daß er Arzt
ist. Man weiß ja, wie das dann geht. Da macht man
Sommerbekanntschaften, und dann haben die Leute nichts
Eiligeres zu tun, als zu fragen: „Ach, Lerr Doktor, bei
mir scheint dies und das nicht ganz in Ordnung zu sein,
— was meinen Sie wohl dazu?" — Nein, Dr. Schlumke
will jetzt vier Wochen lang seine Ruhe
haben und nichts von Krankheiten wiffen.

Als Doktor Schlumke zwei Wochen
Ferien hinter sich und richtig schon
eine Menge Bekanntschaften gemacht
hat, verlaffen eines Vormittags, grade
als der Doktor seine Schwimmtour
abmacht, einen vorwitzigen jungen
Mann, der sich zu viel zugekraut hat,
die Kräfte. Der Bademeister ist natür-
lich nicht auf dem Posten. Aber
Doktor Schlumke ist da, und der rettet
den Ertrinkenden, was ein schweres
Stück Arbeit ist, denn der vorwitzige
junge Mann benimmt sich recht blöd-
sinnig dabei.

Beim Mittagstisch wird der Lerr
114

Rentner Ludwig Schlumke allgemein bewundert. „Darauf
können Sie aber stolz sein!" sagt ein Konservenfabrikant
aus Braunschweig.

„Aber das ist doch nichts so Besonderesl" lehnt der
Gefeierte bescheiden ab.

Da aber spricht der Konservenfabrikant aus Braun-
schweig zu Doktor Schlumke, der seit zwanzig Iahren
praktischer Arzt ist: „Na, hören Sie mal, tun Sie doch
nicht so gleichgültig! Das wird Ihnen doch heute zum
ersten Mal passiert sein, daß Sie einem Menschen das Leben
gerettet haben!" -on.

Ein Richter fragt eine Angeklagte
nach ihrem Beruf.

„Modell," lautet die Antwort.

„So, Modell! Kopfmodell?"

„Nun — »ein," erwidert das
Fräulein, „vom Kopf bis zu die Fieß I"

A lN

„In dieses Gedicht habe ich meine
Seele gelegtl" verstchcrte er mir.

!Ind ich mußte an Goethes Vers
denken:

Seele des Menschen,

Wie gleichst du dem Wasser!

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Wr> ärrrs/err r'rr äes t//äo?es Bä//e.

Copyrlght 1921 by I. F. Schreiber
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