»Warnong vor dere Legbix!'
Ond nachher han i's vergeffe'. „Io,so hot des Mimile g'sagt."
„Als weider —" sächt mei Adolf. Er hat selber et
g'wißt, worom, aber 's isch ehm uf oimol de Buckel ronder-
g'rieselet, wie wenn mer G'schbenschder sieht.
,J fend Ihr Brill, so g'wiß i Mimile heiß/ hot es
g'sagt ond: ,Gebe se mir de Schliffel, Frau Bräzebder,
i schbreng ganz g'schwend nuf ond —
„Du hosch ihre doch et de Schlissel gä?" schreit der
Adolf ond schbrengt uf, so bleich, wie e frisch kalchte Wand,
so daß sei Mudder firchdich verschrocke-n-isch: „Du hosch
ihre doch et de Schlissel gä?-"
„Worom sollt i ihre jetzt et de Schlissel gä? Zuver-
lässig isch se, des Mimile, ond se schließt wieder ab. ,I
weiß no ganz genau, wo Se die Biereschelfetze nag'schmisse
hänt', hot se g'sagt: ,uf de Gomboschthaufe hente' —"
„Om's Lergottshimmelswille —-"
„Ia Adolf, Adolf, was isch denn mit dir? Ond wo
schbrengscht denn na? — Adolf! — A—dolfl!"
Aber der war scho lang aus der Tir naus, mit groß-
mächdige Sätz d' Schdeg nonter, zom Laus 'naus, durch
die Gasse, als furt, als furk, daß d' Leit nag'schtande send
ond d' Kepf g'schittelt habe.
Ond derwejl isch mei Adolf scho zur Schtadt drauß
gwä, als furt, als furt ond d' Schdeige nuf — nuf — obscho
er firchtich hot schnaufe misse ond schwitze, wie e Magischder.
Nauf, nauf — als nauf — wie en Las, der z'dod g'hetzt werd.
Ietzded isch er an dere Biegong ag'langt, wo mer d'
ganz Schdeig vollends nufsehe ka. Sei Lerz hot so bomperet,
bis an de Lals nuf hot er's g'schbiert. Fascht nex sehe
hot er kenne vor Alderatio. D'Schdeige isch ganz leer
g'wä — nur dort drobe, ganz hoch drobe, wo es zu seim
Gitle nei goht — des Figirle en dem blaue Kleid. —
Rufe hot er welle, aber koin Laud hot er 'rausbrocht —
oimol, zwoimol hot er ag'setzt — endlich rengt sich en
Schrei aus seiner Broscht, so hoiser, so verzweifelt, gar et
wie der Schrei von-n-eme Mensche, schauerlich in dere
große Schdill om ond om.
„Mimile! —" ond noch e mol: „Mimilel!" ond nuf.
g'rast isch er ond emmer wieder derzwische der hoisere,
verzwoifelde Schrei:
„Mi—mi—leü!"
Ietzt isch er ehre scho so nah, daß er ihren gele Skroh
hut onterscheide ka — jetzt bleibt se schtehe, als horch se —
ond jetzt fangt se uf oimal z'schbrenga aa — jetzt tsch se
dem Gartadirle scho ganz nah — jetzt schließt se's uf —
„Mimile!"
Er hot's g'schriee mit seiner letzschde Graft — 's Blut
saust ehm en de Ohre, er schnauft, — noi, er rechelt, wie
oiner, der mit'm Dod rengt — er muß, er muß es verzwenge.
Do — Lerrgott em Lemmel! 's Lerz schtoht ehm
schdill. . .
En Schuß.
En Schuß isch g'falle.
O du mein Lergott — z'schbät. Z'schbät.
Wie er volled's nufkomme-n-isch, durch's Gartedirle
nei ond an de Gomboschthaufe — er kennt's heit no net
saga. „Mimile. . . Mimile ..." ganz schwach noch, wie
der letzschd' Seifzer von eme z'doddroffene Dier....
„Du bisch's?" se hot sich omdreht ond guckt ehm mit
ihre helle Äugele grad en's G'sicht. „Dees isch mir aber
recht! Aber was machscht denn du jetzt hierobe? Isch
et bald Essedszeit? — Adolf, wie stehscht denn du aber
aus? Om Gotteswille, — was isch denn g'schehe?"
Se sächt ehm „Du" ond „Adolf" — er ihre „Mimile"
ond „Du".
Er hot sie an sich g'risse — isch se's denn wirklich, sei
Mimile, sei Liebschts, sei Oizigschts — sei Mimile ond net
ihr Goischt? ond kußt se, wie er noch niemand em Lebe kußt
hot, — kußt ihre Länd, ihr Kloid, — kußt ihre helle
Lärle — denn der Lut isch ehre ronderg'falle.
So schdehet se beide am Gomboschthaufe, sie verschrocke
ond iber ond iber rod, er en seiner ibermäßige, ogläubige
Freid — ond koi's fendt e Wort.
Kußt hot er sie bisjetzt glaub i blos en oizigs Mol —
selbig's Mol, vor dreizeh Iohr, wo er ihrem Döckle de
Kopf abg'haue hot. „Er häb's blos e bissele gillotiniere
welle" hot er nochher g'sagt, wie sie so arg g'woint hot,
ond na hot er se kußt, om se z'dreeschte ond stch nachher
de Mond abg'wischt.
Endlich ziegt er se ganz b'hutsam fort vom Gomboscht-
haufe — blos drei Schritt weit schtandet se vo der Schdell
weg, wo er sei Legbix eigrabe hot — ond dem nägschde
Bänkle zu. Dort laßt er sich hifalle, ond, Mann, der er
isch, muß er woine. Sie fltzt ganz schdill nebe-n ehm.
Mei Adolf isch e Wehleidiger, aber en Mann isch er oine-
weg, ond woine sehe hot se ehn zom letzschde Mol am
2ur XincisrpKsgs
verwenäet M3N seit vielen lakren al8 de8te8 2In8treumltte1 von 2uver!388i§8ter WirkunA kür kleine Kinäer
un6 8Zu§Im§e ngck ^lem Orteil kervorr3§enäer ^errte 6er Kin6erkeilkun6e
Vssenol-unüM-r.
i8t 8einer 8iclieren ^VirkunZ v^^en in 8t3n6i§er ^nwen6un§ dei rgklreiclien
K.rankenk3U8ern, Klmiken, Lntbinäun§83N8tsIten U8iv.
1^3xslicb68 ^bpu6ern 6er ?ü6e <kHnpu6ern in 6ie Ltrümpke), 6er ^ck^elkoklen
8cküt2t Ze^en ^Vunälsuken, ^Vun6reiben un6 ^Vun6^ver6en, kält 6en ?uü §68un6
un6 trocken un6 8ickert ^e§en Lrkältun^en 6urck keucüte ?üLe.
Vssenolokorm-knäer dmiAk-Ee,v°n
unsirelcliter VlrkunZ und sdsoluter UnscdSäliclilrelt unentdedrllcd.
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tjöi ^.utru^su uuck IjustsIIuuASu vvollsu 8is siob nick äis „NsAgsuäorksr-LIüttsr" dsLiedeii.
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„Als weider —" sächt mei Adolf. Er hat selber et
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g'rieselet, wie wenn mer G'schbenschder sieht.
,J fend Ihr Brill, so g'wiß i Mimile heiß/ hot es
g'sagt ond: ,Gebe se mir de Schliffel, Frau Bräzebder,
i schbreng ganz g'schwend nuf ond —
„Du hosch ihre doch et de Schlissel gä?" schreit der
Adolf ond schbrengt uf, so bleich, wie e frisch kalchte Wand,
so daß sei Mudder firchdich verschrocke-n-isch: „Du hosch
ihre doch et de Schlissel gä?-"
„Worom sollt i ihre jetzt et de Schlissel gä? Zuver-
lässig isch se, des Mimile, ond se schließt wieder ab. ,I
weiß no ganz genau, wo Se die Biereschelfetze nag'schmisse
hänt', hot se g'sagt: ,uf de Gomboschthaufe hente' —"
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„Ia Adolf, Adolf, was isch denn mit dir? Ond wo
schbrengscht denn na? — Adolf! — A—dolfl!"
Aber der war scho lang aus der Tir naus, mit groß-
mächdige Sätz d' Schdeg nonter, zom Laus 'naus, durch
die Gasse, als furt, als furk, daß d' Leit nag'schtande send
ond d' Kepf g'schittelt habe.
Ond derwejl isch mei Adolf scho zur Schtadt drauß
gwä, als furt, als furt ond d' Schdeige nuf — nuf — obscho
er firchtich hot schnaufe misse ond schwitze, wie e Magischder.
Nauf, nauf — als nauf — wie en Las, der z'dod g'hetzt werd.
Ietzded isch er an dere Biegong ag'langt, wo mer d'
ganz Schdeig vollends nufsehe ka. Sei Lerz hot so bomperet,
bis an de Lals nuf hot er's g'schbiert. Fascht nex sehe
hot er kenne vor Alderatio. D'Schdeige isch ganz leer
g'wä — nur dort drobe, ganz hoch drobe, wo es zu seim
Gitle nei goht — des Figirle en dem blaue Kleid. —
Rufe hot er welle, aber koin Laud hot er 'rausbrocht —
oimol, zwoimol hot er ag'setzt — endlich rengt sich en
Schrei aus seiner Broscht, so hoiser, so verzweifelt, gar et
wie der Schrei von-n-eme Mensche, schauerlich in dere
große Schdill om ond om.
„Mimile! —" ond noch e mol: „Mimilel!" ond nuf.
g'rast isch er ond emmer wieder derzwische der hoisere,
verzwoifelde Schrei:
„Mi—mi—leü!"
Ietzt isch er ehre scho so nah, daß er ihren gele Skroh
hut onterscheide ka — jetzt bleibt se schtehe, als horch se —
ond jetzt fangt se uf oimal z'schbrenga aa — jetzt tsch se
dem Gartadirle scho ganz nah — jetzt schließt se's uf —
„Mimile!"
Er hot's g'schriee mit seiner letzschde Graft — 's Blut
saust ehm en de Ohre, er schnauft, — noi, er rechelt, wie
oiner, der mit'm Dod rengt — er muß, er muß es verzwenge.
Do — Lerrgott em Lemmel! 's Lerz schtoht ehm
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O du mein Lergott — z'schbät. Z'schbät.
Wie er volled's nufkomme-n-isch, durch's Gartedirle
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So schdehet se beide am Gomboschthaufe, sie verschrocke
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Endlich ziegt er se ganz b'hutsam fort vom Gomboscht-
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weg, wo er sei Legbix eigrabe hot — ond dem nägschde
Bänkle zu. Dort laßt er sich hifalle, ond, Mann, der er
isch, muß er woine. Sie fltzt ganz schdill nebe-n ehm.
Mei Adolf isch e Wehleidiger, aber en Mann isch er oine-
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