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Hellmut Meyer und Ernst, Autographenhandlung und Antiquariat <Berlin> [Editor]
Autographen-Sammlung Hans Meyer (Leipzig): sowie ausgewählte Stücke aus anderen Privatsammlungen (Band 1): Musik, Literatur, Wissenschaft: Versteigerung: Montag, den 10. April 1933 (Katalog Nr. 31) — Berlin, 1933

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https://doi.org/10.11588/diglit.5744#0021
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22. Millöcker, Karl, Operettenkoinponist; 1842—99. Eigh. Brief m. U. Baden
17. VIII. 1888. 4 Seiten. 8«.

Dankt wärmstens „für die in so überaus liebenswürdiger u. für mich so schmei-
chelhafter Weise abgefasste Biographie". In interessanter Weise giebt er seinem Bio-
graphen noch verschiedene wichtige Punkte zu seinem „Curriculum vitae" an mit einigen
Richtigstellungen hinsichtlich seiner Kompositionen.

23. Mozart, Wolfgang Amadeus; 1756—91. Eigenhändiges Musikstück o. U.
Undatiert. 2 Seiten. Querformat.

Komposition für Klavier: Auf das Thema (23 Takte) folgt ein Andante (17 Takte),
auf dieses 6 Variationen über dasselbe Thema.

= Siehe die Abbildung. -

24. Reger, Max, Komponist; 1873—1916. Eigh. Brief m. U. Undatiert.
(Herbst 1912). 2 Seiten. 4°.

Schlägt Opus 112 „Die Nonnen" zur Erstaufführung in Berlin vor.

25. Schubert, Franz, Komponist; 1797—1828. Eigh. Musikmanuskript. 2% S.
Querformat.

Singstimme mit unterlegtem italienischem Text für zwei der „drei Gesänge von
Metastasio" Op. 83. Schubert schrieb die Komposition 1827 u. widmete sie dem Sänger
Lablache. Das erste Lied: „Die Macht der Augen" beginnt: „Da voi cari lumi . . ." Das
zweite: „Ombre amere a mi chi piante, il mio bene, il caro amante . . ." (II traditor
deluso).

Die Echtheit ist attestirt von Ferdinand Schubert.

— Siehe die Abbildung. -

26. Schumann, Robert; 1810—1856. Eigh. Brief m. U. Leipzig, 21. XI. 1837.
1 Seite. 8".

An L. Spohr. „In den beifolgenden Zeilen unseres theuren und vortrefflichen
Mendelssohn finden Sie meine Bitte ausgesprochen, die ich ohne solchen Fürsprecher
kaum gewagt hätte. Die Erfüllung lege ich Ihrer gütigen Theilnahme für das redliche
Streben der Zeitschrift anheim, die grade durch solche Beilagen den Sinn für . . . tiefere
Musik überall noch mehr zu verbreiten glaubt . . ."

27. — Eigh. Brief m. U. Leipzig, 12. XI. 1841. 2 S. 8°. Mit eigh. Adresse.

„Der . . . Direction der Concerts Spirituels in Wien erlaubt sich der Unterzeich-
nete beifolgende Symphonie zu übersenden, mit dem Wunsche, dass sie sich Ihre
Theilnahme erwerben und zu einer Aufführung in Ihren Concerten eignen möchte . . ."
Es handelt sich um die B-dur Symphonie op. 38, welche in vier Tagen entworfen wurde.

28. — Eigh. Brief m. U. (R.Sch.). Dresden, 16. X. 1849. 4 Seiten. 8».

An Brendel. Bittet, ihn vom Beitritt zu dem von Brendel geleiteten Musikverein
zu entbinden. „Sie wissen, ich habe immer das Freie, Unabhängige geliebt, bin nie einem
Verein, welcher Art er sei, beigetreten, u. werde es auch künftig nicht. Es muss Jedem
gestattet sein, die Pflichten gegen die Kunst auf seine Weisczn erfüllen, u. so lassen
Sie mir die meinigen. Das geistige Band, das uns zusammenhält, ist das unzerreissbarste.
Darum constituirte ich in früheren Zeiten, wo mir alle jungen Talente mit Freuden bei-
gesprungen, den Davidsbund nicht; wir kannten uns aber alle."

— Schumann an Heinrich Heine siehe Nr. 204.

28a. Tschaikowsky, Peter Iljitsch, russischer Komponist; 1840—1893. Eigh.
Brief m. U. 8. VIII. 1893. 2 Seiten. 8».

An W. Sapelnikoff. Seine Conzerte in Petersburg sollen am 15. und 29. L
1894 stattfinden. (Er starb aber schon im Oktober.) Dankt für das Lob, das S. seinem
Klavierstück „Trepack" gespendet. Will mit S. und Sophie Menter reisen. Beiliegend:

Sapelnikoff, Wassili, Pianist. Eigh. Brief m. U. Leipzig, 13. II. 1900.

Uebersendet, übersetzt und erklärt den vorliegenden Brief Tschaikowskys.

Versteigerung. Katalog 31: Autographen.
 
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