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Patzold, Steffen; Schneidmüller, Bernd [Bibliogr. antecedent]; Weinfurter, Stefan [Bibliogr. antecedent]
Episcopus: Wissen über Bischöfe im Frankenreich des späten 8. bis frühen 10. Jahrhunderts — Mittelalter-Forschungen, Band 25: Ostfildern, 2008

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https://doi.org/10.11588/diglit.34736#0494

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B. Das Bischofsamt und seine Pflichten im Spiegel der Viten

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secunda« nahm diese Aufgabe des Bischofs so ernst, daß er das Gebet, in dem der
Heilige Gott für seine Gemeinde um Schutz und Beistand angefleht habe, im vollen
Wortlaut in den Vitentext aufnahm; auch dieses Gebet aber ist durch und durch ge-
prägt von jener Verantwortung, die der Bischof als Hirte für die ihm vom Allmäch-
tigen anvertrauten Schafe übernahm

3. Der Bischof als Schützender
Die Schutzfunktion, die der Bischof für seine Stadt und seine Gemeinde ausüben
sollte, ist in den Viten auch in anderem Zusammenhang von Bedeutung. Die Ein-
wohner von Tournai betrachteten Eleutherius nicht nur als Engel, sondern auch als
dc/tuisoo foü'MS cünYaü's Tomacc7is;'s"", wobei unklar bleibt, ob der Hagiograph der Ka-
rolingerzeit hier überhaupt noch an das spätantike Amt des »defensor civitatis«
dachte. Ado von Vienne betonte in seiner »Vita Desiderii«, daß das Grab des Heili-
gen in der Stadt ad fMz'h'owcm foh'MS urHs composz'fMS seßA Chrodegang von Sees hatte
seine Kirche übertragen erhalten, »um sie zu schützen«^'. Hugo von Rouen, so be-
hauptete der Autor seiner Vita, soll vor seiner Entlassung in sein Bistum von seinem
vermeintlichen Vater, Karl dem Großen, eindringlich ermahnt worden sein, »alle
seiner Befehlsgewalt Untergebenen [...] in heiligem Schutz zu bewahren«, und Kle-
rus und Volk, die seinem pafoocmiMm unterstellt seien, »mit wachsamem Eifer und
mit aller Vorsicht zu schützen«^. Nach Rimbert hatte Karl der Große bei der Ein-
richtung von Bistümern in Sachsen die nördlichen Gebiete »keinem der Bischöfe
zum Schutz anvertraut«'A Als Normannen 845 den jungen Erzsitz Hamburg über-
fielen, soll Ansgar laut seiner Vita zunächst daran gedacht haben, den Ort zu vertei-
digen; erst »als er erkannte, daß er ihnen nicht Widerstand leisten konnte«, sei er
schließlich geflohen, berichtet Rimbert

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179 Vita Servatii secunda, c. 6, 97f.: Hos ooos, D07777770, 777777s rodo7777'sf7 el 7777777 777 777777777s lo777?77?7'sl7, el 7770
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7??7C 7777777SlOO 777077S 0071.
180 Vita Eleutherii, c. II, 10,188.
181 Ado, Vita Desiderii, Sp. 441 D.
182 Herard von Tours, Vita Chrodegangi, c. 1,6, 769: ecc?esi77 777 siH 10777? 1177777 1 77 0 777?77777.
183 Vita Hugonis, C. 20, 248: [...] T?e 0e?777r70 777077e77S 7??77777, 77l [...] eOg77 0 77777es S7777 e 7?7l 7 0 777' S77?77?7'l0S p777e el
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184 Rimbert, Vita Anskarii, c. 12, 33: [...] 77H777777777 p77ole777 ipsms poooi77l 777e, 7777770 eo77l 777 777777710770 77H077
AÜ7777777 , 77 e7777777 ep7SC0p0077777 l77e777?77777 C07777777 S71.
185 Ebd., C. 16, 37: [...] T?07777777S oeoo ep7SCOp77S H77 pOS?l77S C77777 ?77S 77777 777?eOT777 l 777 77 0?7e Ips77 oel 777 S77&770&70
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