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VII. Der Episkopat im Spiegel der Bischofsviten der späteren Karolingerzeit
gen und Bitten beispielsweise auch in der »Vita Servatii secunda«^, der »Vita Cas-
siani secunda«'^, der »Vita Medardi secunda«'^ und der »Vita Lamberti« des Ste-
phan von Lüttich^.
4. Die Sorge um die üücn'ora und die axfcn'om als Aufgabe des Bischofs
Einen Schwerpunkt bischöflicher Amtsführung bildet in den Viten die Predigt. So
soll etwa der heilige Victurius von Le Mans gemeinsam mit dem heiligen Martin
predigend das Land bereist habend Der heilige Eleutherius und der heilige Exsu-
perius riefen laut der »Vita Eleutherii« und der »Vita Ragnoberti« kurz vor ihrem
Tod ihre Gemeinden zusammen und hielten sie mit Mahnpredigten zu einem gott-
gefälligen Leben arrA Der heilige Turibius soll diejenigen Christen, die sich in Le
Mans vor heidnischer Verfolgung fürchteten, zur Zuversicht ermahnt haben - mit
dem Hinweis, daß Christus selbst und die Apostel größeres Leid ertragen hätten,
um die ccdcsM zu erretten^. Für Burchard von Würzburg nennt die Vita ausdrück-
lich die »Beredtsamkeit« als eine derjenigen Fähigkeiten, die ihn für das Bischofs-
amt geeignet erscheinen ließen^. Die »Vita Hugonis« erzählte ausführlich, wie stark
sich der Heilige schon von Kindheit an für die Gelehrsamkeit und Bildung begei-
stert habe und wie sehr er seinen Altersgenossen in dieser Hinsicht überlegen ge-
wesen sef A Bevor er nach seiner Erhebung bei Hofe in sein Erzbistum Rouen ab-
reist, ermahnt ihn sein vorgeblicher Vater, Karl der Große, allen onüücs durch seine
Lebensführung ein Vorbild zu sein"'"; kurz darauf gab sein Hagiograph dann eine
Ansprache des Heiligen wieder, die er der pühs sawcfa von Rouen gehalten haben
solLA
7?M7?n'ks ciieaiaios tune saaciiiaiis de/raadare praeseaiia, ne aidea7aar sicai oaes 77077 t7a&entes pasto-
7T777, erm&M77(ä' aagarec
206 Die Vita Servatii secunda, c. 98f., trennt dabei zwischen den Klagen der Stadtbevölkerung
beiderlei Geschlechts (>Ne dereiia^aas 770s, pater sa77cte, 77e oMmiscaris 77osiri, pasior &077e. Nos e77aa
popaias tMMS ei oaes gregis im'; 77e 770s &7H7ttas 777 /aaci&as iapi<), den Bitten der Mönche (>Dic 770&is
7777'sen's f?M7'd /actari SM777MS, f?M7'd /MtMrM777 SÜ & 770&7S, 7^777 S777e ie 07'oere 77077 POSSM777MS, Sed peSS7777ae
777ori7 traditi sa7aas.<) und der Trauer der Alten, Kranken, Armen und Pilger OQais 770&is daiaras
esi 07'ctM777? Qais 770&7S ir7haei nesi7i77777? Nach sa7aas, ei orpi7a777 et aidaae, ei t^ais co77soiaior 770sier
erit?<).
207 Vita Cassiani secunda, c. 5,163: >Cai 770s, ^eatissaae pater, C07a7ae77das? cai C07a7a7ii7's? Nosier tn'gi-
ia77t7'ssaae pasior, t^aare deseris grege7a iaa7a, ^ae7a assidais oratio777'&as proiexisii, ^ae7a coeiesii doc-
tnna aiaisii, d7'i7'ge77i7'a sacra 7ao77a7'si7? Qaare deseris ierra7a iaa7a? t^aare ar&e7a sa&;'ecia7a, t^aare cie-
ra7a &aota7a, t^aare popaia7a S77pphce7a?<
208 Vita Medardi secunda, c. 1,10, 82, auf die Überführung des Leichnams von Noyon nach Sois-
sons anspielend: Cat e77aa 77077 erat 7aoere77da7a & ej'as a&se77tia corporaii, praeseriaa desiiiaiis pa-
store otahas, ^a7Üas post ira77S7ia7a 77ec gie&a corporis ceia^aiar?
209 Der Text ist oben, Anm. 178, zitiert.
210 Vita Victuri et Victurii, c. 13,147.
211 Vita Eleutherii, c. III, 13,189; Vita Ragnoberti, 111.
212 Vita Turibii, c. 1,415.
213 Vita Burchardi, c. 6,49.
214 Vita Hugonis, c. 3-5,236f.
215 Ebd., c. 20,248.
216 Ebd., c. 23, 250f.
VII. Der Episkopat im Spiegel der Bischofsviten der späteren Karolingerzeit
gen und Bitten beispielsweise auch in der »Vita Servatii secunda«^, der »Vita Cas-
siani secunda«'^, der »Vita Medardi secunda«'^ und der »Vita Lamberti« des Ste-
phan von Lüttich^.
4. Die Sorge um die üücn'ora und die axfcn'om als Aufgabe des Bischofs
Einen Schwerpunkt bischöflicher Amtsführung bildet in den Viten die Predigt. So
soll etwa der heilige Victurius von Le Mans gemeinsam mit dem heiligen Martin
predigend das Land bereist habend Der heilige Eleutherius und der heilige Exsu-
perius riefen laut der »Vita Eleutherii« und der »Vita Ragnoberti« kurz vor ihrem
Tod ihre Gemeinden zusammen und hielten sie mit Mahnpredigten zu einem gott-
gefälligen Leben arrA Der heilige Turibius soll diejenigen Christen, die sich in Le
Mans vor heidnischer Verfolgung fürchteten, zur Zuversicht ermahnt haben - mit
dem Hinweis, daß Christus selbst und die Apostel größeres Leid ertragen hätten,
um die ccdcsM zu erretten^. Für Burchard von Würzburg nennt die Vita ausdrück-
lich die »Beredtsamkeit« als eine derjenigen Fähigkeiten, die ihn für das Bischofs-
amt geeignet erscheinen ließen^. Die »Vita Hugonis« erzählte ausführlich, wie stark
sich der Heilige schon von Kindheit an für die Gelehrsamkeit und Bildung begei-
stert habe und wie sehr er seinen Altersgenossen in dieser Hinsicht überlegen ge-
wesen sef A Bevor er nach seiner Erhebung bei Hofe in sein Erzbistum Rouen ab-
reist, ermahnt ihn sein vorgeblicher Vater, Karl der Große, allen onüücs durch seine
Lebensführung ein Vorbild zu sein"'"; kurz darauf gab sein Hagiograph dann eine
Ansprache des Heiligen wieder, die er der pühs sawcfa von Rouen gehalten haben
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206 Die Vita Servatii secunda, c. 98f., trennt dabei zwischen den Klagen der Stadtbevölkerung
beiderlei Geschlechts (>Ne dereiia^aas 770s, pater sa77cte, 77e oMmiscaris 77osiri, pasior &077e. Nos e77aa
popaias tMMS ei oaes gregis im'; 77e 770s &7H7ttas 777 /aaci&as iapi<), den Bitten der Mönche (>Dic 770&is
7777'sen's f?M7'd /actari SM777MS, f?M7'd /MtMrM777 SÜ & 770&7S, 7^777 S777e ie 07'oere 77077 POSSM777MS, Sed peSS7777ae
777ori7 traditi sa7aas.<) und der Trauer der Alten, Kranken, Armen und Pilger OQais 770&is daiaras
esi 07'ctM777? Qais 770&7S ir7haei nesi7i77777? Nach sa7aas, ei orpi7a777 et aidaae, ei t^ais co77soiaior 770sier
erit?<).
207 Vita Cassiani secunda, c. 5,163: >Cai 770s, ^eatissaae pater, C07a7ae77das? cai C07a7a7ii7's? Nosier tn'gi-
ia77t7'ssaae pasior, t^aare deseris grege7a iaa7a, ^ae7a assidais oratio777'&as proiexisii, ^ae7a coeiesii doc-
tnna aiaisii, d7'i7'ge77i7'a sacra 7ao77a7'si7? Qaare deseris ierra7a iaa7a? t^aare ar&e7a sa&;'ecia7a, t^aare cie-
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208 Vita Medardi secunda, c. 1,10, 82, auf die Überführung des Leichnams von Noyon nach Sois-
sons anspielend: Cat e77aa 77077 erat 7aoere77da7a & ej'as a&se77tia corporaii, praeseriaa desiiiaiis pa-
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209 Der Text ist oben, Anm. 178, zitiert.
210 Vita Victuri et Victurii, c. 13,147.
211 Vita Eleutherii, c. III, 13,189; Vita Ragnoberti, 111.
212 Vita Turibii, c. 1,415.
213 Vita Burchardi, c. 6,49.
214 Vita Hugonis, c. 3-5,236f.
215 Ebd., c. 20,248.
216 Ebd., c. 23, 250f.



