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Miethke, Jürgen [Editor]
Geschichte in Heidelberg: 100 Jahre Historisches Seminar, 50 Jahre Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde — Berlin, Heidelberg [u.a.], 1992

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.2741#0273
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Geschichte in Heidelberg -
Aktenstücke und Statistiken*

Joachim Dabibaus

Die Anfänge des Historischen Seminars

Das Wort „Seminar" wandte man seit der frühen Neuzeit gern auf Ausbildungs-
stätten für Geisüicbe und Lehrer an. Auch die Universitätsseminare, die seit dem
18. Jahrhundert entstanden, sollten ursprünglich der Berufsvorbereitung dienen,
doch wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts die Einführung in die wissenschafüicbe
Forschung zum Hauptzweck.

Innerhalb der Philosophischen Fakultät der seit 1802 badischen Universität
Heidelberg hatte zwei Menschenalter lang das (anfangs mit einem Pädagogischen
Seminar verbundene) Philologische Seminar eine Monopolstellung. Erst seit 1869

* Die meisten der hier veröffentlichten Materialien wurden in der Ausstellung „100 Jahre
Historisches Seminar der Universität Heidelberg" präsentiert, die vom 27. Oktober bis zum
24. November 1989 im Foyer des Rathauses und vom 16. bis zum 21. Dezember 1989 in
der Alten Universität zu Heidelberg zu sehen war.

Die mitgeteilten Aktenstücke sind in der Zeit von 1861 bis 1943 überwiegend im Ver-
kehr zwischen Universitätsorganen und -angeliörigen auf der einen und der staatlichen
Untemchtsverwaltung auf der anderen Seite entstanden. Zuständig für die Hochschulen
waren in Baden 1808-1881 das Ministerium des Innern, 1881-1911 das Ministerium der
Justiz, des Kultus und Unterrichts, 1911-1945 das Ministerium des Kultus und Unterrichts
(1933-1934: des Kultus, des Unterrichts und der Justiz). Letzterem war 1934-1945 das
Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung übergeordnet.

Die im badischen Kultusministerium zusammengekommenen Akten hat das General-
landesarchiv Karlsruhe (GLA) aufgenommen (Abt. 235), während das Universitätsarchiv
Heidelberg (UA) Bestände enthält, die innerhalb der Universität - so beim Rektorat (Abt.
A, B), bei den Fakultäten (H) oder bei Instituten (K) - erwachsen sind.

Allerdings geriet 1945 viel Schriftgut von Universitätsstellen, das noch nicht dem UA
einverleibt war, in Verlust. Davon war auch die Überlieferung in den hier interessierenden
Instituten betroffen. Was erhalten blieb, befindet sich z.T. noch im Historischen Seminar
bzw. Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde, z.T. inzwischen im
UA: Bestände K-VI/2 (Historisches Seminar) und K-VI/4 (Kriegsgeschichtliches Seminar).

Der folgende Beitrag stützt sich indes mehr auf die Ministerial- und Rektoratsakten, von
denen vorab erwähnt seien die Spezialfaszikel zu den Lehrstelle n/Lehrstühlen für Ge-
schichte: GLA 235/3115, 29879; UA A-676; B-7526 - zur Professur für Wehrwissen-
schaften: UA B-7532 - zum Historischen Seminar: GLA 235/3227, 3778, 29964; UA
A-576; B-6621/1, 2 - zum Kriegsgeschichtlichen Seminar: GLA 235/29988 - zum Frän-
kisch-Pfälzischen Institut: GLA 235/29965; UA B-6613.

Für einige der edierten Dokumente gibt es mehrere Textzeugen: in solchen Fällen wird
die jeweilige Druckvorlage mit (!) markiert. Sowohl Unterstreichungen wie Sperrungen der
Vorlagen werden durch Sperrdruck wiedergegeben.
 
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