Cod. Pal. germ. 737
17./18. Jh., Italien. Pergamenteinband des 17./18. Jhs. Rückentitel goldgeprägt: 757. Beige-rosa Kapital. Rundes
Signaturschild, modern: Pal. Germ. 737.
Herkunft: 2*r römische Signatur: 737 P.
Literatur: Wille, S. 102; nicht bei Wilken; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg737.
I.
Bll. 2*-39b*. Lagen: III5 + 4 IV37 + II39b" (mit Bl. 39a*). Papier stark gebräunt. Wz.: zwei Schwerter in Wappen-
schild (Bll. 2*-37; ähnlich in Cod. Pal. germ. 155/VI, 524, 840/IV), ähnlich Piccard, WZK, Nr. 123.199 (Torgau
1546) und weitere; Bll. 38-39b* kein Wz. Schriftraum (links durch Knicke begrenzt): 15-16 x 12,5-13; 15-17
Zeilen. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von einer Hand. Überschriften in Auszeichnungsschrift. 26v am Rand:
Elisabeth und Monogramm HF. Ergänzungen am Rand von einer weiteren Hand (meist Herkunft der Rezepte),
bei den Wässern am Rand Ziffern: 1-28. 8r, 18v, 24r am Rand von einer anderen Hand: ist geschriben.
Herkunft: Datierung nach Wasserzeichen und Schrift (um 1550), Lokalisierung nach der Schreibsprache. Die
Hs. befand sich im Besitz Pfalzgräfin Elisabeths von Pfalz-Lautern und Herzog Friedrichs II. von der Pfalz, vgl.
die Randnotizen, bes. 26v.
Schreibsprache: nordbairisch/thüringisch.
2*r-39r AGNES PFLUG, MEDIZINISCHE REZEPTSAMMLUNG. >Der Anders
Pflugen kunst buch<. (lr) >Vor das auslauff en, Ein Recept<. j lot terra Sigillata ... 39r...
wan es bitze batt ist guth etc. 159 Rezepte gegen verschiedene Krankheiten, unsortiert,
darunter 9 Pestrezepte (lv—4r; 4v-6r; 16v; 19r). 10 Rezepte 2v-6r in gleicher Abfolge aufge-
nommen in Cod. Pal. germ. 285, 44r-45v. Einzelne Rezepte auch in Cod. Pal. germ. 228,
39r und Cod. Pal. germ. 252, 119v und 120r. Agnes Pflug (in den Rezepten in der Regel
nach ihrem Ehemann Andreas Pflug von Eita als Andres Pflugin bezeichnet) wird als
Rezeptzuträgerin u.a. auch genannt in Cod. Pal. germ. 223/XII, Cod. Pal. germ. 228, Cod.
Pal. germ. 238/XI, Cod. Pal. germ. 250, Cod. Pal. germ. 252/11, Cod. Pal. germ. 257, Cod.
Pal. germ. 285, Cod. Pal. germ. 524. Sie war Hofdame der Kurfürstin Anna von Sachsen
und wurde 1573 von dieser gemeinsam mit der Witwe des Rudolf von Bünau (Stamm-
bucheinträger in Cod. Pal. germ. 607, 22v, Cod. Pal. germ. 607, 62v, Cod. Pal. germ. 608,
69r und Cod. Pal. germ. 621, 6r) nach Kaiserslautern geschickt, um die junge Elisabeth von
Pfalz-Lautern im Kindbett zu betreuen, vgl. Schofer, Katalog, S. 244, Anm. 5; Karl von
Weber, Anna Churfürstin zu Sachsen, Leipzig 1865, S. 29. - 39v, 39a*, 39b* leer.
II.
Bll. 40-41a*. Lage: (II-l)41a*. Lage war insgesamt zweimal längs gefaltet. Wz.: Adler, Buchstabe Fim Herzschild,
ähnlich Piccard, WZK, Nr. 162.104 (Aachen 1597), Briquet 155 (Babenhausen 1593). Schriftraum: 14-17 x 11;
17-26 Zeilen. Deutsche Kursive des 16. Jhs., Konzeptschrift. Am Rand Ziffern: 2-7.
Herkunft: Datierung anhand der Angaben an den oberen Blatträndern: 17. Januar 1595. 40v Ortsangabe: alhir In
der vnterpfalz', außerdem werden genannt: Amberg (41v), Nürnberg (41v).
Schreibsprache: unspezifisches Hochdeutsch.
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17./18. Jh., Italien. Pergamenteinband des 17./18. Jhs. Rückentitel goldgeprägt: 757. Beige-rosa Kapital. Rundes
Signaturschild, modern: Pal. Germ. 737.
Herkunft: 2*r römische Signatur: 737 P.
Literatur: Wille, S. 102; nicht bei Wilken; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg737.
I.
Bll. 2*-39b*. Lagen: III5 + 4 IV37 + II39b" (mit Bl. 39a*). Papier stark gebräunt. Wz.: zwei Schwerter in Wappen-
schild (Bll. 2*-37; ähnlich in Cod. Pal. germ. 155/VI, 524, 840/IV), ähnlich Piccard, WZK, Nr. 123.199 (Torgau
1546) und weitere; Bll. 38-39b* kein Wz. Schriftraum (links durch Knicke begrenzt): 15-16 x 12,5-13; 15-17
Zeilen. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von einer Hand. Überschriften in Auszeichnungsschrift. 26v am Rand:
Elisabeth und Monogramm HF. Ergänzungen am Rand von einer weiteren Hand (meist Herkunft der Rezepte),
bei den Wässern am Rand Ziffern: 1-28. 8r, 18v, 24r am Rand von einer anderen Hand: ist geschriben.
Herkunft: Datierung nach Wasserzeichen und Schrift (um 1550), Lokalisierung nach der Schreibsprache. Die
Hs. befand sich im Besitz Pfalzgräfin Elisabeths von Pfalz-Lautern und Herzog Friedrichs II. von der Pfalz, vgl.
die Randnotizen, bes. 26v.
Schreibsprache: nordbairisch/thüringisch.
2*r-39r AGNES PFLUG, MEDIZINISCHE REZEPTSAMMLUNG. >Der Anders
Pflugen kunst buch<. (lr) >Vor das auslauff en, Ein Recept<. j lot terra Sigillata ... 39r...
wan es bitze batt ist guth etc. 159 Rezepte gegen verschiedene Krankheiten, unsortiert,
darunter 9 Pestrezepte (lv—4r; 4v-6r; 16v; 19r). 10 Rezepte 2v-6r in gleicher Abfolge aufge-
nommen in Cod. Pal. germ. 285, 44r-45v. Einzelne Rezepte auch in Cod. Pal. germ. 228,
39r und Cod. Pal. germ. 252, 119v und 120r. Agnes Pflug (in den Rezepten in der Regel
nach ihrem Ehemann Andreas Pflug von Eita als Andres Pflugin bezeichnet) wird als
Rezeptzuträgerin u.a. auch genannt in Cod. Pal. germ. 223/XII, Cod. Pal. germ. 228, Cod.
Pal. germ. 238/XI, Cod. Pal. germ. 250, Cod. Pal. germ. 252/11, Cod. Pal. germ. 257, Cod.
Pal. germ. 285, Cod. Pal. germ. 524. Sie war Hofdame der Kurfürstin Anna von Sachsen
und wurde 1573 von dieser gemeinsam mit der Witwe des Rudolf von Bünau (Stamm-
bucheinträger in Cod. Pal. germ. 607, 22v, Cod. Pal. germ. 607, 62v, Cod. Pal. germ. 608,
69r und Cod. Pal. germ. 621, 6r) nach Kaiserslautern geschickt, um die junge Elisabeth von
Pfalz-Lautern im Kindbett zu betreuen, vgl. Schofer, Katalog, S. 244, Anm. 5; Karl von
Weber, Anna Churfürstin zu Sachsen, Leipzig 1865, S. 29. - 39v, 39a*, 39b* leer.
II.
Bll. 40-41a*. Lage: (II-l)41a*. Lage war insgesamt zweimal längs gefaltet. Wz.: Adler, Buchstabe Fim Herzschild,
ähnlich Piccard, WZK, Nr. 162.104 (Aachen 1597), Briquet 155 (Babenhausen 1593). Schriftraum: 14-17 x 11;
17-26 Zeilen. Deutsche Kursive des 16. Jhs., Konzeptschrift. Am Rand Ziffern: 2-7.
Herkunft: Datierung anhand der Angaben an den oberen Blatträndern: 17. Januar 1595. 40v Ortsangabe: alhir In
der vnterpfalz', außerdem werden genannt: Amberg (41v), Nürnberg (41v).
Schreibsprache: unspezifisches Hochdeutsch.
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