Cod. Pal. germ. 806
I.
Bll. la-46. Lagen: (VI+I)12a (mit Bl. la) + 2 VI36 + (VI-2)46, hinter Bl. 46 wurden zwei vermutlich leere Bll.
herausgeschnitten. Das Doppelbl. la/12a* wurde wohl nachträglich um die erste Lage herumgelegt. Regelmäßig
Reklamanten. Wz.: Ochsenkopf mit Augen, darüber zweikonturiges Kreuz, darüber Blume (Bll. la/12a*),
Piccard, WZK, Nr. 68.887 (Braunschweig 1449); Ochsenkopf mit Augen, darüber Stange und Blume (Bll. 1, 4,
6, 17, 19, 21), Piccard, WZK, Nr. 69.803 (o.O., 1438); Ochsenkopf mit Augen, darüber Stange und Blume (Bll.
8, 10, 11, 14, 24, 27, 30, 32, 33, 42), ähnlich Piccard, WZK, Nr. 69.560 (Ulm 1435); zwei Varianten Ochsenkopf
mit Augen, darüber Stange und Blume (Bll. 25, 35, 38, 40, 41, 46; ähnlich in Cod. Pal. germ. 4, 30), Piccard,
WZK Nr. 69.840 und 69.841 (Rothenburg/T. 1437-1440). Schriftraum (rundum durch Striche begrenzt): 20,3-
21 x 12-13; 2 Spalten, 30-40 Zeilen. Bastarda mit Schleifen, von einer Hand, selten Korrekturen von derselben
Hand (12v, 30r, 34v, 45v, 46r). T, 5V, 6r u.ö. Raum für Überschriften; lr, 2V, 4r, 5V u.ö. Raum für Initialien über 3
Zeilen. 7r schmucklose tintenfarbige Initiale. 3V, 18r, 37v, 39v am Rand Zeigehände und nota bene, bzw. Nota, 39r
und 44r am Rand: incipe bzw. incipe do von einer weiteren Hand des 15. Jhs. lar Federproben von einer Hand
des 16. Jhs. Bll. 1, 37, 46 stark verschmutzt. Bl. la* an den Rändern beschädigt, restauriert.
Herkunft: Der Text ist wohl eine Abschrift aus der wenig früher angefertigten Hs. Berlin, SBB-PK, Germ. fol.
912 (Morrall, s.o. Lit., S. LXXI). lar oben in Rötel: Itinerarium in terram Sanctam-, am rechten Rand: 1833
Terrae Sancta Descriptio. lr am unteren Rand Besitzeintrag: /1478/ / D C A / io ba dux / [Dii, coeptis aspirate.
Iohann Bavariae dux]: Devise Herzog Johanns von der Pfalz-Mosbach-Neumarkt (1443-1486; Devise auch in
Cod. Pal. germ. 11, 83, 286, 362 und 502). Mit dem Tod Ottos II. von Mosbach-Neumarkt 1499 fiel der gesamte
Besitz der Mosbacher Linie an die Kurpfalz. Zu Herzog Johann und dem Verbleib seiner Büchersammlung vgl.
Cod. Pal. germ. 11 (Kat. Heidelberg UB 6, S. 34f.). Die sich unter den Federproben lar findende Anredeformel
an Kurfürst Friedrich bezieht sich wohl auf Friedrich III. (1515-1576, Kurfürst seit 1559; EST N.F. 1/1, Taf. 94).
Hs. aufgeführt im Inventar der Heiliggeistbibliothek von 1581, Vatikan BAV Pal. lat. 1931, 284v: Divi Eusebii
Caesariensis Ecclesiastica historia cum Hier, ac Beda. Item libellus de terra sancta In fol. rot Pappen. lar oben
Capsanummer: C. 88. lar unten römische Signaturen: 1801 und P. 806.
Schreibsprache: nordbairisch.
lar NOTIZEN UND FEDERPROBEN. Darunter: Dem edlenn vnnd ernuesten Hanß /
Wann gott wyll ich auch. Ich befyll mich gott. / Wier menschenn dun alls wein wir ewig
lebenn vnnd / lebenn alls wein wir ewig sterbenn. / Dem durchleichttigstenn vnnd hoch-
gebornnen Churfurstenn / vnnd hem herrn Friiderichen Pfaltz Graffen bej Rein / hertzog
in bayern dest haiilligen remischen reiche ertz druckses vnnd / Churfurst. / Nu freüdt euch
lieben Christen gmain ... / Dem erssamen vnd weyssen Iacob Scharnhartt [?] burger In
[bricht ab]. Mein ganntz vnnder denigen wylligenn diennst zuuor Edler vnnd ernuester
Juncker ist ist / Ach Gott was sol ich singenn kurtz weyl ist mir [?] Worden [?]. - lav leer.
lr-46r JOHN MANDEVILLE, REISEN, dt., in der Übersetzung von Michel Velser
(Fragment). SO ich von haymen aus er für in dem muet... 46r... gen Orient wercz sein so er
(darüber: ich) aller kurczs kan lr sult wissen [bricht ab]. Text: Morall (s.o. Lit.), S. 1-
94,16; zu Text und Überlieferung vgl. Ernst Bremer in: VL2 5 (1985), Sp. 1.201-1.214,
hier: Sp. 1.208f.; weitere Lit. s.d. und VL2 11 (2004), Sp. 961. - 12a*r/v, 46v leer.
II.
Bll. 47-130. Lagen: (III+l)53 + 13 III130 (mit Bl. 86a*). Wz.: doppelköpfiger Adler, ähnlich Piccard, WZK,
Nr. 162.352 (Goslar 1562). Schriftraum: 23-27 x 12-15; 30-34 Zeilen. Deutsche Kursive des frühen 16. Jhs. von
einer Hand. Überschriften meist in roter Tinte. 47r/v, 51r u.ö. am Rand: Elisabeth-, 52r am Rand: Elisabeth. 47v,
52r u.ö. am Rand Monogramm: HF . 65r, 104v, 105r Notizen und Ergänzung von der Hand Pfalzgräfin
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I.
Bll. la-46. Lagen: (VI+I)12a (mit Bl. la) + 2 VI36 + (VI-2)46, hinter Bl. 46 wurden zwei vermutlich leere Bll.
herausgeschnitten. Das Doppelbl. la/12a* wurde wohl nachträglich um die erste Lage herumgelegt. Regelmäßig
Reklamanten. Wz.: Ochsenkopf mit Augen, darüber zweikonturiges Kreuz, darüber Blume (Bll. la/12a*),
Piccard, WZK, Nr. 68.887 (Braunschweig 1449); Ochsenkopf mit Augen, darüber Stange und Blume (Bll. 1, 4,
6, 17, 19, 21), Piccard, WZK, Nr. 69.803 (o.O., 1438); Ochsenkopf mit Augen, darüber Stange und Blume (Bll.
8, 10, 11, 14, 24, 27, 30, 32, 33, 42), ähnlich Piccard, WZK, Nr. 69.560 (Ulm 1435); zwei Varianten Ochsenkopf
mit Augen, darüber Stange und Blume (Bll. 25, 35, 38, 40, 41, 46; ähnlich in Cod. Pal. germ. 4, 30), Piccard,
WZK Nr. 69.840 und 69.841 (Rothenburg/T. 1437-1440). Schriftraum (rundum durch Striche begrenzt): 20,3-
21 x 12-13; 2 Spalten, 30-40 Zeilen. Bastarda mit Schleifen, von einer Hand, selten Korrekturen von derselben
Hand (12v, 30r, 34v, 45v, 46r). T, 5V, 6r u.ö. Raum für Überschriften; lr, 2V, 4r, 5V u.ö. Raum für Initialien über 3
Zeilen. 7r schmucklose tintenfarbige Initiale. 3V, 18r, 37v, 39v am Rand Zeigehände und nota bene, bzw. Nota, 39r
und 44r am Rand: incipe bzw. incipe do von einer weiteren Hand des 15. Jhs. lar Federproben von einer Hand
des 16. Jhs. Bll. 1, 37, 46 stark verschmutzt. Bl. la* an den Rändern beschädigt, restauriert.
Herkunft: Der Text ist wohl eine Abschrift aus der wenig früher angefertigten Hs. Berlin, SBB-PK, Germ. fol.
912 (Morrall, s.o. Lit., S. LXXI). lar oben in Rötel: Itinerarium in terram Sanctam-, am rechten Rand: 1833
Terrae Sancta Descriptio. lr am unteren Rand Besitzeintrag: /1478/ / D C A / io ba dux / [Dii, coeptis aspirate.
Iohann Bavariae dux]: Devise Herzog Johanns von der Pfalz-Mosbach-Neumarkt (1443-1486; Devise auch in
Cod. Pal. germ. 11, 83, 286, 362 und 502). Mit dem Tod Ottos II. von Mosbach-Neumarkt 1499 fiel der gesamte
Besitz der Mosbacher Linie an die Kurpfalz. Zu Herzog Johann und dem Verbleib seiner Büchersammlung vgl.
Cod. Pal. germ. 11 (Kat. Heidelberg UB 6, S. 34f.). Die sich unter den Federproben lar findende Anredeformel
an Kurfürst Friedrich bezieht sich wohl auf Friedrich III. (1515-1576, Kurfürst seit 1559; EST N.F. 1/1, Taf. 94).
Hs. aufgeführt im Inventar der Heiliggeistbibliothek von 1581, Vatikan BAV Pal. lat. 1931, 284v: Divi Eusebii
Caesariensis Ecclesiastica historia cum Hier, ac Beda. Item libellus de terra sancta In fol. rot Pappen. lar oben
Capsanummer: C. 88. lar unten römische Signaturen: 1801 und P. 806.
Schreibsprache: nordbairisch.
lar NOTIZEN UND FEDERPROBEN. Darunter: Dem edlenn vnnd ernuesten Hanß /
Wann gott wyll ich auch. Ich befyll mich gott. / Wier menschenn dun alls wein wir ewig
lebenn vnnd / lebenn alls wein wir ewig sterbenn. / Dem durchleichttigstenn vnnd hoch-
gebornnen Churfurstenn / vnnd hem herrn Friiderichen Pfaltz Graffen bej Rein / hertzog
in bayern dest haiilligen remischen reiche ertz druckses vnnd / Churfurst. / Nu freüdt euch
lieben Christen gmain ... / Dem erssamen vnd weyssen Iacob Scharnhartt [?] burger In
[bricht ab]. Mein ganntz vnnder denigen wylligenn diennst zuuor Edler vnnd ernuester
Juncker ist ist / Ach Gott was sol ich singenn kurtz weyl ist mir [?] Worden [?]. - lav leer.
lr-46r JOHN MANDEVILLE, REISEN, dt., in der Übersetzung von Michel Velser
(Fragment). SO ich von haymen aus er für in dem muet... 46r... gen Orient wercz sein so er
(darüber: ich) aller kurczs kan lr sult wissen [bricht ab]. Text: Morall (s.o. Lit.), S. 1-
94,16; zu Text und Überlieferung vgl. Ernst Bremer in: VL2 5 (1985), Sp. 1.201-1.214,
hier: Sp. 1.208f.; weitere Lit. s.d. und VL2 11 (2004), Sp. 961. - 12a*r/v, 46v leer.
II.
Bll. 47-130. Lagen: (III+l)53 + 13 III130 (mit Bl. 86a*). Wz.: doppelköpfiger Adler, ähnlich Piccard, WZK,
Nr. 162.352 (Goslar 1562). Schriftraum: 23-27 x 12-15; 30-34 Zeilen. Deutsche Kursive des frühen 16. Jhs. von
einer Hand. Überschriften meist in roter Tinte. 47r/v, 51r u.ö. am Rand: Elisabeth-, 52r am Rand: Elisabeth. 47v,
52r u.ö. am Rand Monogramm: HF . 65r, 104v, 105r Notizen und Ergänzung von der Hand Pfalzgräfin
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