Miller, Matthias ; Zimmermann, Karin ; Kalning, Pamela ; Universitätsbibliothek Heidelberg
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 671-848) — Wiesbaden, 2016

Page: 605
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Cod. Pal. germ. 843 (in vier Bänden)

[Band 1:]

1/1.

Alchemistische Rezeptsammlungen
Papier • 15 Bll. • 31 x 20,6 ■ Neuburg/D. (?) ■ um 1550 (?)
Lagen: II4 + III10 + (III-l)14' (mit Bl. 13a*). Aus Bll. 2*, 13a*, 14* wurden große Teile herausgeschnitten. Mo-
derne Bleistiftfoliierung: 1-13, leeres Bl. 2 nachträglich mit einem Stern markiert, Bll. 13a*, 14* von anderer
Hand foliiert. Wz.: Wappen Schrobenhausen, Piccard, WZK, Nr. 24.903 (Gandersheim 1578). Schriftraum
(links durch Knicke begrenzt): 22 x 13-13,5; 24-29 Zeilen. Deutsche Kursive, Mitte 16. Jh., wohl von nur einer
Hand. 1 lr—13r tintenfarbige verzierte Initialen. IT Randleisteninitiale über 20 Zeilen. 5V-8V Anmerkungen von
einer weiteren Hand (Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz).
Herkunft: T Titel: >VarFe operationes Chemie# et Al ...<. [letztes Wort rasiert]. Die Handschrift befand sich im
Besitz des Kurfürsten Ottheinrich von der Pfalz, der mehrere Rezepte ausprobiert hat. T oben römische Signa-
tur: 843, unten von einer Hand des 20. Jhs.: Pal. Germ. 843 Fase 1-8, darunter von einer weiteren Hand: fase. 1.
Schreibsprache: nordbairisch.
3r-10v HERZOG VON FERRARA, ALCHEMISTISCHE REZEPTSAMMLUNG.
>Item vom hertzog von Farar<. >Zum Rain giessen<. Item zum Ersten nembt die Zinter,
so man von Stahl... (9V) >Sall Alculj zumachen<. 16 Rezepte zur Metallbearbeitung.
llr—13r ALCHEMISTISCHE REZEPTE. 4 Rezepte: (llr) >Oleum Sulphurum zema-
chen<. (12r) >Wie man gedistelierten Essig machen solle<. (12v) >Wie man Gebrannten
Wein soll distilieren, das Er mit kurtzer arbait baldt berait werde ...<. (13r) >Willtu nun
disen oder andern gebrannten wein zu aller Medicin wol distiliert habenn<. So Nim Acht
mas gebrannts weins... daran brendt vnnd lest den trüb mitgeenn. - lv, 2'\ 13V—15V leer.
l/II.

Alchemistische Rezepte
Papier • 49 Bll. • 30,5 x 20,5 • Neuburg/D. (?) • um 1540
Lagen: VI12 + IV20 + VI32 + (IV+1)40 (mit Bl. 39a*) + (V-2)48. Lage 4 und 5 nicht eindeutig erkennbar. Bl. 39a*
Maße: 14,3 x 9,5. Foliierung des 20. Jhs.: 1-48, Bl. 39a* mit moderner Zählung. Daneben Foliierung des 16. Jhs.:
76-125. Wz.: Wappen, darin Augsburger Pinienzapfen, Piccard 14, 1/930 (Augsburg 1543). Schriftraum (links
und rechts durch Striche begrenzt): 25,5-28 x 13-14; 30-35 Zeilen. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von 5 Händen
(I. Bll. 3r-7r, llr-18r, 23r-30v, 31r-38v, 43r-45r; II. 10v; III. 10v, 39r-41v und Randnotizen 23v, 27r-30r; IV. 30v;
V. Bll. 39ar). 12v, 16v, 17r Notizen und Glossen von anderer Hand. 3r und 32r tintenfarbige Skizzen
(Destillierkolben), 3r Maße: 3,5 x 3,5; 32r Maße: 4 x 5,5.
Herkunft: lr Titeleintrag von derselben Hand, die auch den Titel Fasz. 1 eintrug: >Varix operationes Chymic# et
Alchymic#<. 30r/v, 39r am Rand Monogramm: HAP oder HR. lr Bleistifteintrag von einer Hand des 20. Jhs.: 843
fasz. 2.
Schreibsprache: ostoberdeutsch (bairisch).

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