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Cod. Pal. germ. 848

(Pergament). Bll. 16r, 31r, 42r, 47r, 51r, 61r, 62r, 75r, 87r, 98r, 1101 am unteren Blattrand Lagenzählung des 14. Jhs.:
2-13, Bll. 156r, 168r, 178r, 190r, 201r, 213r, 225r Lagenzählung des 14. Jhs.: 17-23. Jeweils am rechten oberen
Blattrand Lagenzählung des 20. Jhs., ab 75r fehlerhaft. Bll. 12, 13, 28 im 14. Jh. mit rotem Faden angenäht, nach
Bll. 69 und 110 wurden Bll. zusätzlich eingefügt. Zahlreiche Bll. fehlen (vgl. Koschorrek/Werner). Foliierung
des 18. Jhs.: 1-428, Bll. A, Y, Z nachträglich foliiert. Schriftraum (durch Striche begrenzt): 25,5-26 x 17,5-18; 46
Zeilen, 2 Spalten. Gotische Buchschrift von einer Haupthand und sechs späteren Nachträgern (Übersicht bei
Salowky, s.u., S. 423-426). Fleuronneeinitialen über 2-4 Zeilen von 6 Händen (Salowsky, s.u.); 295r-296r, 342r,
358r Initialen nicht ausgeführt. 137 ganzseitige Deckfarbenminiaturen aus 4 verschiedenen Phasen (Grund-
stockmaler und drei Nachtragsmaler), 196r Skizze zu einer weiteren Miniatur. Bll. 92, 96, 218, 338 dreieckige
Ausschnitte. Einband des 20. Jhs., braunes Leder, auf der Vorderseite eingeprägt: Adler, zwei Schliessen aus
Metall.
Herkunft: Datierung nach inhaltlichen Kriterien, kunsthistorischen Untersuchungen und Schrift. Entstehung in
Zürich (vermutlich veranlasst durch Rüdiger Manesse, seinen Sohn Johannes und einen Züricher Patrizierkreis),
1596 im Nachlass von Johann Philipp von Hohensax, ab 1607 in kurpfälzischem Besitz, 1657-1888 im Besitz der
Pariser Nationalbibliothek, seit 1888 Universitätsbibliothek Heidelberg, vgl. die Einträge Bl. 3r. Zur frühen
Geschichte des Codex vgl. Voetz, Der Codex Manesse, s. Lit., S. 114-135.
Schreibsprache: alemannisch.

Literatur (in Auswahl):
Zur Handschrift: Gisela Kornrumpf, ‘Heidelberger Liederhandschrift C’, in: VL2 3 (1981), Sp. 584-597 und 11
(2004), Sp. 601; Koschorrek/Werner; Wilfried Werner, Die Handschrift und ihre Geschichte, in: Koschor-
rek/Werner, S. 15-39; Mittler/Werner, Manesse; Helmuth Salowky, Initialschmuck und Schreiberhände,
in: Mittler/Werner, S. 423-439; Gisela Kornrumpf, Die Anfänge der Manessischen Liederhandschrift, in:
Volker HoNEMANN/Nigel F. Palmer (Hrsg.), Deutsche Handschriften 1100-1400. Oxforder Kolloquium 1985,
Tübingen 1988, S. 279-296; Christiane Henkes-Zin, Überlieferung und Rezeption in der Großen Heidelberger
Liederhandschrift (Codex Manesse), Diss. Aachen 2004 [online: http://d-nb.info/987626337]; Martin Schubert,
Sprechende Leere. Lücke, Loch und Freiraum in der Großen Heidelberger Liederhandschrift, in: Editio 22
(2008), S. 118-138; Gisela Kornrumpf, Große Heidelberger Liederhandschrift, in: Killy2 5 (2009), S. 146-149;
Der Codex Manesse und die Entdeckung der Liebe. Eine Ausstellung der Universitätsbibliothek Heidelberg,
des Instituts für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde sowie des Germanistischen Seminars der
Universität Heidelberg zum 625. Universitätsjubiläum, hrsg. von Maria EFFiNGER/Carla MEYER/Christian
Schneider, unter Mitarbeit von Andrea BRiECHLE/Margit KRENN/Karin Zimmermann, Heidelberg 2010,
jeweils mit weiterer Literatur; Lothar Voetz, Der Codex Manesse. Die berühmteste Liederhandschrift des
Mittelalters, Darmstadt 2015.
Zu den Illustrationen: Hella Frühmorgen-Voss, Bildtypen in der Manessischen Liederhandschrift, in: Dies.,
Text und Illustration im Mittelalter. Aufsätze zu den Wechselbeziehungen zwischen Literatur und bildender
Kunst, München 1975, S. 57-88; Ewald M. Vetter, Die Bilder, in: Koschorrek/Werner, S. 43-100; Walter
Koschorreck, Die Bildmotive, in: Koschorrek/Werner, S. 103-127; Liselotte Saurma-Jeltsch, Das stilisti-
sche Umfeld der Miniaturen, in: Mittler/Werner, Manesse, S. 302-349; Ewald M. Vetter, Bildmotive -
Vorbilder und Parallelen, in: Mittler/Werner, Manesse, S. 275-301; Ursula Peters, Ordnungsfunktion -
Textillustration - Autorenkonstruktion. Zu den Bildern der romanischen und deutschen Liederhandschriften,
in: ZfdA 130 (2001), S. 392-430.

Faksimile: Die Manessesche Liederhandschrift. Faksimile-Ausg. in den Jahren 1925 bis 1927 erschienen, nach
dem in der Heidelberger Universiäts-Bibl. befindlichen Original in farbigem Lichtdr., hrsg. von Rudolf Sillib
u.a., 2 Bde., Leipzig 1929.
Diplomatischer Abdruck: Die grosse Heidelberger Liederhandschrift: (Codex Manesse), in getreuem Textab-
druck hrsg. von Friedrich Pfaff, zweite, verbesserte und ergänzte Auflage bearbeitet von Hellmut Salowsky,
mit einem Verzeichnis der Strophenanfänge und 7 Schrifttafeln, Heidelberg 1984.

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