Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

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Alles und in allen seinen Teilen soll vom heutigen Tage an — usw. — bis: unter Zwang
der königlichen Kammer entrichte er als Buße zwei Unzen Gold und vier Pfund Silber
— und dann weiter — bis: Geschehen im Kloster Lorsch am 1. Dezember (788). Hand-
zeichen von Frico und Eberwin, welche diese Schenkung machten. Handzeichen der
(Zeugen)

Lütger, Hado,
Osirich, Entzo,
Albert, Wenilo und

Hiltdiward, Albger.

Ich, Donadeus, habe unterschrieben.

URKUNDE 187

Spende des Bernhar in Lochheim, erfolgt im 3. Regierungsjahre unseres Herrn Karl,
des großen und seligsten Kaisers (richtig: Königs), unter Abt Gundeland

(datierbar in die Zeit zwischen dem 9. Oktober 770 und dem 8. Oktober 771 — Reg. 685)
Ich, Bernhar, mache im Namen Christi und zum Heile meiner Seele eine Vergabung an
den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lauresham (Lorsch) ruht.
Ich schenke in pago rinensi (im Oberrheingau) und zwar im Dorfe

Lochheim (Lochheim, Wüstung am Rhein s. Oppenheim) eine Wiese, von der drei Fu-
der Heu eingebracht werden können. Sie wird einerseits vom Gute des Herirad, anderer-
seits von dem des Gunthar, auf der dritten Seite von dem des Dankrad und auf der
vierten Seite vom fluvius Rhenus (vom Rheinstrom) begrenzt. Ich übergebe und über-
trage von heute an ... bis: Fertigung. Geschehen im Kloster La.ur(esham = Lorsch). Hand-
zeichen des Bernher, der diese Schenkung tätigte. Ich, Samuel, dazu aufgefordert, habe die
Niederschrift besorgt.

URKUNDE 188 (4. Februar 785 — Reg. 1930)

Schenkund des Starchrad in Lochheim im 17. Regierungsjahre Karls des Großen,

unseres Herrn, unter Abt Richbod

In Christi Namen mache ich, Starchrad, zum Seelenheile meines Bruders Fereher dem
heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib in dem am Wisscoz- (Weschnitz-)
Flusse in pago rinensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauresham (Lorsch) ruht,
eine Schenkung. Sie gelte in gleicher Weise jener heiligen Gemeinschaft der Mönche, welche
ebendort unter der Leitung des verehrungswürdigen Abtes Richbod Gott dienen. Es ist
mein Wunsch, daß meine Vergabung von ewiger Dauer sei. Ich erkläre, daß sie auf einer
durchaus freien Entschließung meinerseits erfolgt. Zur Schenkung gelangen in rinensi
(im Oberrheingebiet), und zwar in

Lochheim (Wüstung Lochheim/R. sö. Oppenheim) drei Joch Ackerland und in worm
(aciensi - im Wormser Gebiet), in

Obbenheim (Oppenheim/R.) eine Parzelle Weingarten, welche an die Grundstücke
des Amanolf und des Herirat grenzt, ferner in

Dinenheim (Dienheim/R. s. Oppenheim) ein Stück Weingarten, das an die Liegen-
schaften der vorgenannten Erben stößt. Unter dem gegenwärtigen Tage übergebe und
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