Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

Page: 80
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URKUNDE 301 (1. September 768 — Reg. 319)
Schenkung des Humbert im gleichen Dorf im oben erwähnten Jahr

In Christi Namen, am 1. September im 16. Regierungsjahre unseres Herrn, des Königs
Pippin, übergebe ich, Humbert, zum Seelenheile des (Bruders?) Hucbert sein Eigentum,
welches er selbst (mir) aus seiner Besitzerhand übergeben hat, dem heiligen Märtyrer
Christi Nazarius, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiss-
coz (Weschnitz) gelegenen Kloster Laurfesham — Lorsch) ruht, und dem der ehrwürdige
Herr Gundeland als Abt vorsteht. Ich wünsche, daß meine Vergabung auf ewig bestehen
bleibe. Es handelt sich um in pago lobodfonensi = im Ladengau), und zwar in

~H.a.ntscuhesheim( Heidelberg-Handschuhsheim) gelegene Hof reite, Weingärten, Wäl-
der, stehende und fließende Gewässer. Alles und in allen seinen Teilen, ganz und unver-
ändert, übergebe und übertrage ich mit Wirkung vom gegenwärtigen Tage aus meinem
Besitzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius, auf daß es ewig sein
eigen sei. Von diesem Tage an und künftig sollt ihr die Vollmacht haben, damit zu machen,
was ihr wollt. Wenn aber jemand, was, wie ich glaube, keinesfalls kommen wird — und
so weiter — bis: unter dem Zwange der öffentlichen Hand entrichte er ein halbes Pfund
Gold und ein Rohpfund Silber als Strafe. Die gegenwärtige Schenkung aber soll uner-
schüttert verbleiben. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen im Kloster Lorsch.
Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Humbert, der diese Schenkung in die Wege ge-
leitet hat. Ich, Wiglar, war Schreiber.

URKUNDE 302 (25. Januar 768 — Reg. 264)

Schenkung des Gautzer. Jahr wie oben

Im 16. Regierungsjahr unseres Herrn, des Königs Pippin, mache ich eine Vergabung.
Mein Herz fand sein Wohlgefallen daran, zu meinem Seelenheil etwas von meinem
Hab und Gut dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius zu übereignen. Sein Leib ruht
in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster
La.ur( esham — Lorsch), dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Es ist mein
Wunsch, daß meiner Schenkung ewige Dauer beschieden sei. Ich übergebe in pago lob(odo-
nensi = im Ladengau), und zwar in

Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) einen Drittel-Weinberg, der mir als
Anteil von Mazzo zukam. Die Ubergabe erfolgt heute. Geschlossen und gefertigt. Gesche-
hen in Lorsch am 25. Januar (768). Handzeichen des Stifters Gauzer. Handzeichen von
Fridwal, Maur,
Stanard, Erkehard und

Lantfrid, Ramo.

Ich, Samuel, war der Schreiber.

URKUNDE 303 (20. März 768 — Reg. 266)

Schenkung der Bertha in Handschuhsheim unter König Pippin und Abt Gundeland

In Christi Namen gebe ich, Bertha, auf göttliche Eingebung hin, zu meinem Seelen-
heil und um der ewigen Wiedervergeltung willen, damit ich es verdiene, Nachlaß meiner
Sünden zu erlangen, ein Almosen. Durch diese Schenkungsurkunde übergebe ich dem
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