Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

Page: 250
Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1968bd2/0252
License: Creative Commons - Attribution - ShareAlike Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
250

URKUNDE 680 (1. Mai 808 — Reg. 2979)
Schenkung von Minrich und Christiana unter Kaiser Karl und Abt Adalung

Im Namen Gottes machen wir, Minrich und Christiana, zu unserem und unserer
Tochter Rihtrudis Seelenheil eine Vergabung an den Hl. Nazarius, dessen Leib im Ober-
rheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Adalung als Abt vorsteht. Mit dem
Wunsche, daß unsere Gabe ewigen Bestand habe, schenken wir mit "Wirkung vom heutigen
Tage alles das, was wir im Dorfe

Eddinga (Edingen nw. Heidelberg) an Ackerland besitzen, damit es künftig jener
heiligen Stätte erhöhten Nutzen bringe. Und damit diese Schenkung jederzeit fest und
beständig verbleibe, erfolgt nachstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch, am
1. Mai im 40. Regierungsjahr (808) unseres Herrn, des ruhmreichen Kaisers Karl. Hand-
zeichen von Minrich und Christiana, welche gebeten haben, daß diese Schenkungsurkunde
ausgestellt und gefertigt werde. Handzeichen der (Zeugen) Hiltdihard, Uodalhard und
Suarzloh. Altwin hat (diese Urkunde) geschrieben und unterschrieben.

URKUNDE 681 (2. März 782 — Reg. 1691)

Schenkung des Roolf in demselben Dorf unter Kaiser (richtig: König)

Karl und Abt Gundeland(?)

In Christi Namen am 2. März im 14. Regierungsjahr unseres Herrn, des ruhmreichen
Königs Karl. Ich, Roolf, mache dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im
Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Gundeland (richtig: Hel-
merich; 778—784) als Abt vorsteht, eine Vergabung. Es ist mein Wille, daß sie ewigen
Bestand habe. Ich schenke in

Eddingun (Edingen nw. Heidelberg) eine Hof reite, einen dabei liegenden Weinberg
und 20 Morgen Grund, teils Acker-, teils Wiesland. Diese Güter übergaben mir Trutbald
und Helena als rechtmäßige Eigentümer, damit ich alle für sie dem vorgenannten Märty-
rer übergebe, und überdies alles das, was zu jener Hofreite gehört, nämlich Felder, Wiesen,
Weiden, Wälder und Wege. Zur Gänze und in unberührtem Zustand übergebe ich unter
dem heutigen Tage alles aus meinem Besitzrecht und übertrage es unter die Herrschaft
des Hl. ~N(azarius). In Gottes Namen möge er es auf ewig besitzen. Die Schenkung ist
damit rechtskräftig geworden. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben.
Handzeichen des Stifters Roolf. Schreiber: Rudolf.

URKUNDE 682 (15. Februar 786 — Reg. 1951)

Schenkung des Raffold in Edingen unter Kaiser (richtig: König) Karl

und Abt Richbod

Im 18. Regierungsjahre unseres Herrn, des glorreichsten Kaisers Karl, mache ich, Raf-
folt, zum Seelenheile des Wolfo eine Schenkung an den heiligen Märtyrer Christi Naza-
rius, der in dem am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Oberrheingauer Kloster Lorsch
ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbod als Abt vorsteht. Es ist mein Wunsch, daß meine
Zuwendung ewigen Bestand habe. Ich schenke eine halbe Hofreite, ein Stück Weinpflan-
zung und 20 Joch Acker- und Wiesland in
loading ...