Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

Page: 264
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er es auf ewig besitzen. Wenn aber künftig jemand, was wir allerdings durchaus nicht
glauben — und alles übrige wie oben — bis: Vertragsabschluß. Geschehen in öffentlicher
Versammlung im Kloster Lorsch am 18. Dezember. Namenszeichen der Stifter Erlebald
und Werinbald. Namenszeichen (der Zeugen) des Priesters Isinher, des Walther und des
Willibert. Samuel war der Schreiber.

URKUNDE 714 (21. Februar 790 — Reg. 2159)

Schenkung des Ruding in Wieblingen unter Karl dem Großen und Abt Riclibodo

In Christi Namen, am 21. Februar im 22. Regierungsjähre unseres Herrn Karl, des
ruhmreichen Königs. Ich, Ruoding, überreiche eine Gabe an den heiligen Märtyrer Gottes
Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbodo als
Abt vorsteht. Ich bestimme, daß meine Abtretung auf ewige Zeiten Gültigkeit haben soll.
Ich schenke in

Wibilinga (Heidelberg-Wieblingen) eine Hof reite mit Ländereien und in
Bergeheim (Heidelberg-Bergheim) einen Weinberg. Gestützt auf diese Abmachung
übergebe und übertrage ich dies alles mit Rechtswirksamkeit vom heutigen Tage im
Namen Gottes auf ewig zu eigen. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben.
Handzeichen des Stifters Ruoding. Handzeichen der (Zeugen) Egisher, Hucbert und Hum-
bert. Reginbert war der Schreiber.

URKUNDE 715 (11. Juli 790 — Reg. 2221)

Schenkung des Priesters Erlebald in Wieblingen unter Kaiser (richtig:
König) Karl und Abt Richbodo

Im oben erwähnten Jahre mache ich, der Priester Erlebald, zu meinem Seelenheile
eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, welcher in dem am Flusse
Wischoz (Weschnitz) gelegenen Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige
Herr Richbodo als Abt vorsteht. Ich bestimme, daß meine Zuwendung für alle Zeiten
gelten soll. Ich schenke in

Wibilinga (Heidelberg-Wieblingen) eine Hof reite und alles, was dazu gehört, das
gleiche in

Grensheim (Grenzhof w. Heidelberg), ähnlich auch in
Nuzlohun (Nußloch s. Heidelberg) und wiederum das gleiche in
Bergeheim (Heidelberg-Bergheim) und in

Ebbelenheim (Eppelheim w. Heidelberg). Ich schenke alles das, was in den schon ge-
nannten Ortschaften oder sonstwo, wo zur Zeit meine Besitzungen liegen, von mir gottes-
fürchtigen Menschen geliehen worden war. Es handelt sich dabei um Hofreiten, Felder,
Äcker, Wiesen, Weinberge, Wege, Wälder, Fischteiche, Bäche, ein Grundstück, geeignet zur
Anlage eines Stauwehrs, und ein anderes, geeignet als Bauplatz für eine Mühle. Ferner
schenke ich sechs Leibeigene:

Herifrid, Rudand,
Meginhild, Hiltdibirg,
Radolf, Eigilmund,
weiter alles Kirchenzubehör, bebaute und unbebaute Flächen, alles und in allen seinen
Teilen, alles, was überhaupt genannt oder bezeichnet werden kann, Kleider, Silber, Gold,
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