Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Page: 50
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steht. Wir wünschen, daß unsere Spende ewigen Bestand habe. Wir schenken in pago
worm(atiensi — im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung

Ulfrideshefim = Waldülversheim sw. Oppenbeim/R.) einen Weinberg. Vom gegen-
wärtigen Tag an geben und übertragen wir ihn aus unserem Besitzstand in das Recht und
unter die Herrschaft des Hl. Nazarius. Damit ist der Vertragsabschluß in Kraft getreten.
Geschehen in Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen von Sigifrid und Rotward,
welche beantragt haben, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Walthelm hat
sie geschrieben.

URKUNDE 925 (28. März 783 — Reg. 1824)
Schenkung des Winiding in Waldülversheim unter König Karl und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 28. März im 15. Regierungsjahr (783) unseres Herrn, des Königs
Karl. Ich, Winidinc, gewähre zu meinem Seelenheil eine Gabe an den heiligen Märtyrer
Gottes Nazarius, dessen Leib in dem am Flusse Wiscoz (Weschnitz) in pago renense
(im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, beziehungsweise an jene
Knechte Gottes, welche ebendort unter der Leitung ihres Abtes, des ehrwürdigen Herrn
Helmerich, ihren Dienst verrichten. Ich bestimme, daß meine Schenkung für alle Zeiten
gelten soll und bekräftige, daß ich sie aus freiem Willen gemacht habe. Vom gegenwärtigen
Tag an gebe, übergebe und übertrage ich mein Eigentum in pago worm(atiensi — im
Wormsgau), und zwar in der Gemarkung

Ulfridesheim (Waldülversheim sw. Oppenheim/R.), nämlich vier Joch Ackerland. Möge
es von heute an und für alle Zukunft Vorteil und Nutzungen bringen. Der Besitzwechsel
ist damit vollzogen. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Ich, Geofrjg,
habe dies geschrieben.

URKUNDE 926 (19. März in der Zeit zwischen 778 und 781 — Reg. 1611)
Schenkung der Richardis unter Karl dem Großen und Abt Helmerich (778—784)

Ich, Richart (Riegart), entrichte im Namen Gottes eine Spende. Ich lasse sie dem hei-
ligen Märtyrer Gottes Nazarius zukommen, dessen Leib in dem am Flusse Wiscoz (Wesch-
nitz) in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dem
der ehrwürdige Herr Gundeland (gest. 778) als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß meine
Gabe für ewige Zeiten gelte. Ich schenke mein Eigentum in pago worm(atiensi — im
Wormsgau), und zwar in der Gemarkung

Ulfrideshfezw — Waldülversheim sw. Oppenheim!R.), nämlich das Stück Land, auf
dem unser Hof steht. Mit Rechtswirksamkeit von heute gebe und übertrage ich es, damit
es jetzt und später jener Stätte des Hl. Nazarius und ihren Vorgesetzten immer zum Nut-
zen gereiche. Geschehen in Lauressa (Lorsch) am 19. März im 13. Regierungsjahr (781)
unseres Herrn Karl. Handzeichen der Rigchard, welche gewünscht hat, daß diese Schen-
kungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Ruodolf hat sie geschrieben.

URKUNDE 927 (24. Juni 801 — Reg. 2738a)

(Schenkung des) Richolf unter König Karl und Abt Richbod

In Christi Namen machen wir, Rihcholf und Theotlint, meine Frau, am 24. Juni im
33. Regierungsjahr (des Königs Karl) zum Seelenheile des Uodallaug eine Zuweisung an
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