Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Page: 53
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URKUNDE 932 (13. Juni 766 — Reg. 55)
Schenkung der Lansuind in Waldülversheim unter König Pipin und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 13. Juni im 14. Regierungsjahre des Königs Pippin, mache ich,
Lantsuind, eine Vergabung. Sie sei gewidmet dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, des-
sen Leib in der Ortschaft Laurressam (Lorsch), gelegen in pago rinensi (im Oberrheingau)
am Flusse Wisgoz (Weschnitz) ruht, und jener Mönchsgemeinschaft, welche ebendort unter
der Leitung ihres Abtes, des ehrwürdigen Herrn Gundeland, ihren Dienst verrichtet. Ich
bestimme, daß meine Schenkung von ewiger Dauer sein soll, und bestätige, daß sie voll-
kommen freiwillig erfolgt. Zur Übergabe gelangt mein Weinberg in pago wormatiense
(im Wormsgau), und zwar in der Ortschaft

Ulwernseim (Waldülversheim sw. Oppenheim!R.) und ein Stück Land, gelegen im Hof-
gut selbst. Ich gebe, übergebe und übertrage dies in unverändertem Zustande vom gegen-
wärtigen Tag an aus meinem Besitz- in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius.
Möge er es auf ewig besitzen. Von heute an soll, bekräftigt durch Handschlag und Brief,
ihm das Eigentumsrecht zustehen. Geschehen in öffentlicher Versammlung in Lauressam
(Lorsch). Tag und Zeit wie oben. Handzeichen der Lansuind, welche gewünscht hat, daß
diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Radolf hat sie geschrieben.

URKUNDE 933 (24. Juni in der Zeit zwischen 768 und 778 — Reg. 1523)
(Schenkung der) Rotlint unter Karl dem Großen und Abt Gundeland

Ich, Rotlint, mache im Namen Gottes eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Got-
tes Nazarius, dessen Leib in der am Flusse Wiscoz (Weschnitz) in pago rinensi (im Ober-
rheingau) gelegenen Ortschaft Lauressam (Lorsch) ruht, wo der ehrwürdige Herr Gunde-
land (765—778) als Abt waltet. Ich schenke, wie ich beabsichtige, auf ewige Zeiten, in pago
wormacfzensz = im Wormsgau), und zwar in

Flaanheim (Flonheim nw. Alzey! Selz nw. Worms! R.) eine Hof reite mit ihren Baulich-
keiten und alles das, was dazugehört, und überhaupt alles, was in der vorgenannten Ge-
markung mein Eigentum ist. Vom gegenwärtigen Tag an schenke ich dies zur Gänze. Von
heute an und für alle Zukunft soll es jener Stätte beziehungsweise ihren Amtswaltern
jederzeit vermehrten Nutzen bringen. Der Vertrag wird hiermit gefertigt. Geschehen im
Kloster Lorsch am 24. Juni im (1.—11.) Regierungsjahr des Königs Karl (768—814).
Handzeichen der Rotlind, welche gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt
werde.

URKUNDE 934 (24. März in der Zeit zwischen 784 und 796 — Reg. 2838)

Schenkung des Geistlichen Berhard unter Karl dem Großen und Abt Richbod

In Christi Namen, am 24. März im 12. (?) Jahre des Königs Karl. Ich, der Geistliche
Berhard, übergebe zu meinem und meiner Mutter Waltrud Seelenheil ein Geschenk an
den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem am Flusse Wiscoz (Weschnitz)
in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dem der
ehrwürdige Herr Richbodo (784—804) als Abt vorsteht. Meine Gabe soll für alle Ewig-
keit Gültigkeit haben. Ich schenke, übergebe und übertrage auf Grund nachfolgender
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