Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

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URKUNDE 942 (15. Dezember 773 — Reg. 991)

Schenkung des Baugulf im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 15. Dezember im 6. Regierungsjahre des Herrn und Königs
Karl. Wir, Baugulf und Gunza, lassen dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem
am Flusse Wiscoz (Weschnitz) in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen, unter der Lei-
tung des ehrwürdigen Herrn und Abtes Gundeland stehenden Kloster Lauressam (Lorsch)
ruht, eine Schenkung zukommen. Wir übergeben unser Eigentum in der Wormsgauer
Gemarkung

Flanhfeim = Flonheim nw. Alzey/Selz nw. Worms/R.), nämlich die Hälfte von all
unserem Besitztum mit Häusern, Feldern, Wiesen, Weiden, Wegen, stehenden und fließen-
den Gewässern, ferner die Hälfte der im genannten Dorfe gelegenen Güter, die als Schen-
kung meiner Eltern oder durch anderweitigen Erwerb auf gesetzliche Weise an mich ge-
kommen sind. Wir übergeben dies alles vom gegenwärtigen Tag an als immerwährendes
Besitztum. Vertragsfertigung. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Hand-
zeichen von Baugulf und Gunza, welche ersucht haben, daß diese Schenkungsurkunde aus-
gestellt werde. Handzeichen der (Zeugen) Helmgoz und Folmert. Der Schreiber: Samuel.

URKUNDE 943 (12. Juni 791 — Reg. 2328)
Schenkung des Biliram in Flonheim unter König Karl und Abt Richbod

In Christi Namen, am 12. Juni im 23. Regierungsjahre des Königs Karl. Ich, Biliram,
mache eine Zuwendung an den heiligen Märtyrer Nazarius. Der Leib des Heiligen ruht
in dem am Flusse Wiscoz (Weschnitz) in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster
Lauressam (Lorsch), wo der ehrwürdige Richbodo als Abt waltet. Ich schenke mein Besitz-
tum in pago worm(atiensi — im Wormsgau), in den Gemarkungen

Flanhfeim — Flonheim nw. Alzey/Selz nw. Worms!R.),

Brunheim (Bornheim nw. Alzey) und

Hemradeshfeiw = Heimersheim nw. Alzey), und zwar alles das, was ich in den er-
wähnten Gemarkungen bisher innegehabt und besessen habe, nämlich Hofreiten, Felder,
Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Weinberge, Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten, Vieh beider-
lei Geschlechtes und jeglicher Größe, bewegliche und unbewegliche Habe, alles und in allen
seinen Teilen. Ausgenommen ist eine Hofreite mit zwölf Morgen Land, eine Wiese und
ein Weinberg mit der Bestimmung, daß ich diese Güter für meine Lebenszeit zur Nutz-
nießung behalte. Nach meinem Tode sollen auch diese als ewiges Eigentum in das Besitz-
recht des Hl. Nazarius übergehen. Vertraglich abgeschlossen. Geschehen im Kloster Lorsch.
Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Biliram, welcher gebeten hat, daß diese Schen-
kungsurkunde ausgestellt werde. Handzeichen der (Zeugen) Reginhard, Heriwin und
Amilher. Ratulf war der Schreiber.

URKUNDE 944 (1. Mai 770 — Reg. 482)

Schenkung des Ainingo in Esselborn unter König Karl und Abt Gundeland

Ich, Ainingo, mache im Namen Gottes eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Naza-
rius, dessen Leib in dem am Flusse Wiscoz (Weschnitz) in pago renensi (im Oberrheingau)
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